Was Tun Wenn Die Hand Einschläft
Nächtliches Tragen einer Schiene am Arm kann Beschwerden lindern – Ist das Karpaltunnelsyndrom noch nicht ausgeprägt, kann eine konservative Therapie hilfreich sein. „Betroffene können eine Zeit lang nachts eine Unterarmschiene anlegen, die ein Abknicken des Handgelenks verhindert.

  1. Ergänzend können Physiotherapie und alternative Methoden wie Taping mit elastischen Klebestreifen hilfreich sein sowie die kurzfristige Anwendung eines Glukokortikoids”, berichtet der Neurologe.
  2. Bei anhaltenden Beschwerden und Ausfallerscheinungen der Finger kann eine Operation notwendig werden.” Sind Grunderkrankungen vorhanden, welche das Syndrom begünstigen, müssen diese Erkrankungen in der Behandlung gleichermaßen berücksichtigt werden.

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) macht ca.45% aller nicht verletzungsbedingten Nervenschädigungen aus. Es zeigt sich ein gehäuftes Auftreten beim weiblichen Geschlecht in einem Verhältnis von zehn zu eins. Überwiegend liegt der Erkrankungszeitpunkt im Alter zwischen 46 und 60 Jahren.

Quelle: Grafenauer, P.; Brachialgie und Parästhesien der oberen Extremität; psychopraxis. neuropraxis (Ausgabe 3/2018) (äin-red) Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.neurologen-im-netz.org. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des Patientenportals verlinken.

Fotos und Abbildungen dürfen grundsätzlich nicht übernommen werden. : Eingeschlafene Hand in der Nacht nicht längerfristig ignorieren

Ist es schlimm wenn die Hand einschläft?

Nervenreizungen und Nervenquetschungen – Die falsche Schlafposition kann in den Bandscheiben der Halswirbelsäule beispielsweise zu harmlosen nervalen Reizungen führen, ohne dass gleich ein Bandscheibenvorfall oder Ähnliches vorliegt. In den meisten Fällen ist die Durchblutung vorübergehend unterbrochen oder ein Nerv gequetscht.

  • Das Kribbeln in den Fingern entsteht dabei durch die empfindlichen Nerven und Nervenenden in der Haut.
  • Sie schicken über die Nervenbahnen Reizwahrnehmungen an das Gehirn.
  • Lassen sich dort die eingehenden Signale nicht eindeutig zuordnen, entsteht ein unangenehmes Prickeln.
  • Es ist also eine Überempfindlichkeitsreaktion überaktiver Leitungsbahnen, auch Parästhesie genannt.

Manche Menschen haben eine knöcherne Enge im Wirbelkanal. Auch diese könne zu Missempfindungen in den Händen und Armen führen, lassen sich aber in der Regel einfach und schnell durch einen Positionswechsel ändern. Nur in schwerwiegenden Fällen hilft man den Betroffenen durch eine operative Weitung der Engstelle.

Was bedeutet es wenn die Hand immer einschläft?

Wenn es in der Hand unablässig kribbelt, hat der Mittelnerv im Handgelenk zu wenig Platz. Der Name dieser Gefühlsstörung heisst Karpaltunnelsyndrom. Einen spezifischen Grund für diese Nerven-Einengung gibt es oft nicht. Ältere Menschen und Frauen sind häufiger betroffen.

  • Werden Kribbeln und Taubheitsgefühle in der Hand alltäglich, ist es dem Mittelnerv zu eng.
  • Dieser sogenannte Medianusnerv verläuft durch den Karpaltunnel im Handgelenk.
  • Er versorgt Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowie die eine Seite des Ringfingers mit Gefühl.
  • Verengt sich der Tunnel, entsteht Druck auf den Nerv.

Es kommt zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen in der Hand, dem Karpaltunnelsyndrom.1 Der Karpaltunnel mit den neun Beugesehnen und deren Sehnenscheiden (A), dem Retinaculum flexorum (B) und dem Nervus medianus (C). Der Nervus ulnaris (D) liegt ausserhalb des Kanals Der «Altersgipfel» der Betroffenen liegt zwischen 50 und 65 Jahren.

  • Ein spezifischer Grund fehlt in der Regel, jedoch geht das Leiden mit gewissen Veränderungen der Weichteile einher.
  • Oft kommt es bei der Entstehung eines Karpaltunnelsyndroms zu einer Veränderung der gesamten medizinischen Situation wie beispielsweise Arthrose oder Diabetes, sodass der Altersgipfel erklärt werden kann.

Auch junge Frauen können vom Karpaltunnelsyndrom betroffen sein, etwa bei einer Schwangerschaft, wo hormonelle Veränderungen zu starken Wasser-Einlagerungen führen. Dadurch verengt sich der Karpaltunnel. Das Kribbeln und die Taubheitsgefühle in der Hand verschwinden aber meist wieder, sobald sich die hormonelle Situation normalisiert hat.

Wie bekommt man ein Taubheitsgefühl wieder weg?

Taubheitsgefühl (Hypästhesie) – HiToP® PNP Ursachen des Taubheitsgefühls Das Taubheitsgefühl kann viele Ursachen haben, die es aufzudecken gilt, bevor eine Behandlung vorgenommen wird:

Ischämie als mangelnde Durchblutung des entsprechenden Bereichs abgeklemmte oder verletzte Nerven, beispielsweise bei einem Bandscheibenvorfall Nervenerkrankungen wie Schädigungen der Haut, beispielsweise durch Verbrennungen Schlaganfall Infektionskrankheiten wie Gürtelrose, Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Borreliose Migräne psychologische Faktoren wie Angst- und Panikattacken Tumoren Vergiftungen Vitamin-B12-Mangel Karpaltunnelsyndrom bei Taubheitsgefühl in den Händen.

Symptome und Formen der Hypästhesie Eine Hypästhesie ist eine herabgesetzte Druck- bzw. Berührungsempfindung und gehört zu den Sensibilitätsstörungen. Sie kann an Armen, Händen, Oberschenkeln, Füßen oder im Gesicht auftreten. Seltener macht sich das Taubheitsgefühl im Kopf- oder Rumpfbereich bemerkbar.

taktile Hypästhesie: geminderte Berührungs- und Druckempfindung thermische Hypästhesie: gemindertes Hitze- und Kälteempfinden Hypalgesie: reduziertes Schmerzempfinden Pallhypästhesie: verminderte Wahrnehmung von Vibrationen Anästhesie: kompletter Sensibilitätsausfall.

Ist das Taubheitsgefühl nicht von anderen Symptomen begleitet und verschwindet es nach kurzer Zeit von selbst wieder, ist es meistens harmlos. Tritt es jedoch häufig und länger auf, kann es der Hinweis auf eine Grunderkrankung sein. Diagnose der Hypästhesie Die Diagnose basiert auf einer umfangreichen Anamnese.

Der Arzt befragt den Patienten, wann das Taubheitsgefühl zuletzt auftrat, ob das Taubheitsgefühl in oder nach einer bestimmten Situation bemerkt wurde, beispielsweise nach einem Unfall oder bei einer bestimmten Haltung, ob das Taubheitsgefühl einseitig oder beidseitig ist, ob es anhaltend ist, vergeht oder wiederkehrt und ob andere Erkrankungen bekannt sind, durch die das Taubheitsgefühl ausgelöst werden könnte, beispielsweise Diabetes.

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Der Arzt prüft das Gleichgewichtsgefühl, die Eigenreflexe, das Sehen, das Gehör und das Bewusstsein des Patienten. Abhängig von der Verdachtsdiagnose kann der Arzt Blutuntersuchungen, Röntgenuntersuchungen, eine Dopplersonografie der Blutgefäße, eine Elektroneurografie oder eine Computertomografie vornehmen.

  1. Behandlungsmöglichkeiten der Hypästhesie Die Behandlung der Hypästhesie erfolgt abhängig von der Ursache.
  2. Liegt eine Durchblutungsstörung als Ursache vor und ist sie nur leicht ausgeprägt, reicht es oft aus, den betroffenen Körperteil auszuschütteln oder zu reiben, bis das Taubheitsgefühl wieder verschwindet.

Eingeklemmte Nerven können mit muskelentspannenden Medikamenten und mit Schmerzmittel behandelt werden. Zusätzlich kann eine physiotherapeutische Behandlung helfen. Liegt ein Bandscheibenvorfall vor, kann eine Operation erforderlich sein, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht anschlagen.

  • Ist Diabetes die Ursache des Taubheitsgefühls, muss der Blutzuckerspiegel des Patienten mit Insulin und mit der entsprechenden Ernährung richtig eingestellt werden.
  • Bei einer Polyneuropathie kann eine Infusion verabreicht werden.
  • Zusätzlich werden oft Schmerzmittel verordnet.
  • Eine weitere Möglichkeit stellt die genannt, dar.

Ein Schlaganfall gehört in die neurologische und neurochirurgische Behandlung. Bei einer Infektion als Ursache der Hypästhesie verordnet der Arzt Antibiotika. Bei einer Migräne als Ursache wird Sie Ihr behandelnder Arzt an einen Neurologen oder HNO-Arzt überweisen.

  1. Tumoren werden zumeist operativ behandelt.
  2. Liegt ein Karpaltunnelsyndrom vor, wird zuerst eine konservative Behandlung durch Orthopäden, Physiotherapie und Chiropraktiker angestrebt.
  3. Verläuft diese Behandlung erfolglos, ist eine Operation erforderlich.
  4. Ein Vitamin-B12-Mangel wird durch die Gabe von Vitamin B12, zumeist durch Injektionen, behandelt.

Zusätzlich kann eine Behandlung durch den Internisten erfolgen, wenn der Mangel an Vitamin B12 bereits zu Folgeerkrankungen geführt hat. : Taubheitsgefühl (Hypästhesie) – HiToP® PNP

Welcher Arzt Wenn die Hand einschläft?

Kribbeln in der Hand vom Arzt untersuchen lassen Kribbelt oder brennt wiederholt die Hand, kann das auf einen eingeengten Nerv im Handgelenk hindeuten. Betroffene sollten dann einen Neurologen aufsuchen. Bei dem sogenannten Karpaltunnelsyndrom treten Gefühlsstörungen vorwiegend am Daumen, Zeige-und Mittelfinger auf.

Dies erklärt Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte in Krefeld.Bemerken Betroffene wiederholt und auch tagsüber diese Anzeichen, sollten sie sie neurologisch untersuchen lassen. Bei einer frühen Diagnose könne das Tragen einer Schiene, Entlastung oder eine kurzzeitige Therapie mit Kortison verhindern, dass der Nerv weiter Schaden nimmt, sagt Bergmann.

Bringt das keinen Erfolg oder ist die Krankheit schon fortgeschritten, helfe meist nur noch eine ambulante Operation.Kurzzeitig lindern lassen sich die Beschwerden mit einer Lageänderung des Handgelenks oder dem Ausschütteln der Hand. Halten die Symptome länger an, könnten Missempfindungen, Schmerzen oder Taubheitsgefühle hinzukommen.

  • Die Schmerzen dehnen sich dann möglicherweise von einzelnen Fingern bis in die Schulter-Nackenregion aus.
  • Wird die Erkrankung nicht behandelt, drohen Bewegungseinschränkungen der Hand und Muskelschwund, warnt Bergmann.
  • Häufig tritt das Kribbeln nach Belastung des Handgelenks wie nach Haushalts- oder Gartenarbeit auf.

Aber auch die abgeknickte Haltung bei Computerarbeit oder beim Sport verstärke die Symptome, erläutert der Experte. Weitere Ursachen seien unter anderem chronisch entzündliche Schwellungen der Sehnenscheiden, stoffwechselbedingte Einlagerungen, Schwangerschaft und die Wechseljahre.

Welche Schlafposition bei Karpaltunnelsyndrom?

Was kann man dagegen tun? –

Die Hände beim Schlafen in neutraler Position halten Einige Menschen knicken ihre Hände beim Schlafen ein – das ist nicht gerade hilfreich, wenn du anfällig für das Karpaltunnelsyndrom bist. Sinnvoll ist hingegen, deine Hände und Handgelenke beim Schlafen auszustrecken oder in eine neutrale Position zu bringen. Nicht auf den Händen schlafen Vermeide es, deinen Kopf während des Schlafs auf deinen Händen zu platzieren. Wenn dir das gelingt, verringert das die Wahrscheinlichkeit, dass unnötig Druck auf deine Nerven ausgeübt wird. Hände mit einem Kissen stützen Während des Schlafs finden natürlich viele unbewusste Stellungswechsel statt. Um sicherzustellen, dass deine Hand in neutraler Position bleibt, kannst du sie auf ein kleines Kissen legen. Die nötige Fixierung kann aber auch durch eine Platzierung zwischen Kissenbezug und Kissen gelingen. Auf der Seite schlafen Die seitliche Schlafposition ist nicht nur die beste für das Baby, da sie den Blutfluss fördert. Sie ist auch die beste für dich, wenn du dem Karpaltunnelsyndrom vorbeugen möchtest. Denn liegst du auf dem Rücken, drückt deine Gebärmutter auf dein Rückgrat, was wiederum den Druck auf die Blutgefäße erhöht. Weitere Tipps Vermeide größere Streckungen und Beugungen des Handgelenks. Wenn Schmerzen auftauchen, schüttele die Hände. Vermeide Handlungen, die die Schmerzen verstärken sowie Arbeiten, bei denen die immer gleiche Handbewegung erforderlich ist. Im Zweifel können auch Akupunktur und Kinesiologische Tapes Abhilfe schaffen.

Was sollte man bei Karpaltunnelsyndrom vermeiden?

Tipp Nr.2: Vermeiden Sie repetitive Handbewegungen – Sich ständig wiederholende Bewegungen gelten als eine der Hauptursachen für die Entstehung der Krankheit. Eine Verringerung dieser Bewegungen beugt Risiken und Schmerzen vor und verlangsamt das Fortschreiten der Krankheit.

Prüfen Sie zu diesem Zweck alle Möglichkeiten einer Automatisierung von Aufgaben, die sie häufig wiederholen müssen. Erkundigen Sie sich über Ausstattungen, die die Ergonomie Ihres Arbeitsplatzes verbessern. Tun Sie das Gleiche zu Hause! Der Nervus medianus wird besonders durch das Auswringen von Wischlappen beansprucht.

Die ausgeübte Drehbewegung des Handgelenks ist besonders traumatisierend, da sie mehrfach wiederholt wird. Entscheiden Sie sich anstelle eines Wischlappens für einen Bodenwischer mit Auswringfunktion. Steht bei Ihnen die Computertastatur nie still? Sind Sie ein Mausfan? Achtung, vielleicht zählen Sie schon zur Risikogruppe! Diktiersoftware könnte die Erfassungen per Hand begrenzen und das Phänomen eindämmen,

Wann ist Kribbeln gefährlich?

Untersuchung beim Facharzt – Der Mediziner empfiehlt, bei dauerhaftem Kribbeln unbedingt einen Facharzt aufzusuchen. Dieser misst nicht nur die Leitgeschwindigkeit der Nervenbahnen, sondern entnimmt gegebenenfalls auch eine Nervenwasser-Probe. „Eine Nervenentzündung erkennt man nicht im Blut”, betont er.

Steht die Ursache für die Beschwerden fest, so kann man in den meisten Fällen gezielt helfen oder zumindest eine Linderung erreichen. Nicht wundern sollten sich Patienten, wenn sie statt der erwarteten Schmerzmittel Medikamente bekommen, die auch bei Epilepsie oder Depressionen verordnet werden. „Oft erweisen sie sich als besonders wirksam”, sagt Berlit.

Annette Liebmann

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Kann ein Karpaltunnelsyndrom gefährlich werden?

Berufsunfähig bei starken Nervenschäden – Ist der Nerv stark geschädigt, ist eine vollständige Heilung nicht mehr möglich. Die Patienten leiden dann dauerhaft an Empfindungsstörungen in der Hand und an Lähmungen im Bereich des Daumens. Dies schränkt das Alltags- und Berufsleben manchmal stark ein und führt im Einzelfall zu Berufsunfähigkeit.

  1. Gehen Sie deshalb unbedingt bei den ersten Anzeichen für ein Karpaltunnelsyndrom zu einem Arzt.
  2. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungschancen! Es gibt viele Faktoren, die ein Karpaltunnelsyndrom auslösen – nicht alle lassen sich ausschalten.
  3. Wichtig ist es jedoch, Vorerkrankungen wie Entzündungen, Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion und Diabetes mellitus zu behandeln sowie Übergewicht zu vermeiden und dadurch das Risiko zu verringern.

Vermeiden Sie außerdem – wenn möglich – zu einseitige Bewegungen und Haltungen, zum Beispiel, dass die Hände dauerhaft am Computer oder auf der Tischplatte aufliegen. Abwechslungsreiche und entlastende Bewegungsabläufe ermöglichen auch in Risiko-Berufen ein körperschonendes Arbeiten.

  • Wissenschaftliche Standards: Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft. Dr. med.
  • Atharina Larisch ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für medizinische Diagnosen.
  • Sie finden sich z.B.

in Arztbriefen oder auf Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen. : Karpaltunnelsyndrom: Symptome, Auslöser, Test

Ist Wärme gut bei Karpaltunnelsyndrom?

Kann ich einem Karpaltunnelsyndrom vorbeugen? – Zumindest können Sie darauf achten, eine Überbelastung zu vermeiden – mit diesen Tipps:

Bei einseitigen, schweren Anstrengungen (zum Beispiel in Handwerksberufen) öfter eine kleine Pause einlegen. Hand- und Fingergymnastik zwischendurch: Finger dehnen, spreizen und sanft drücken. Abends zur Entspannung einen Gummiball kneten oder rollen, was die Handmuskulatur stärkt. Durchblutungsfördernde Salben oder Massagen anwenden. Mit Kälte (bei Entzündungen) oder Wärme (bei Verspannungen) Beschwerden lindern.

Was löst Karpaltunnel aus?

Bestimmte Erkrankungen können ein Karpaltunnelsyndrom begünstigen, zum Beispiel Rheuma, Diabetes mellitus, Verletzungen im Bereich des Handgelenks sowie eine wiederholte Entzündung der Sehnenscheiden. Auch in der Schwangerschaft ist das Risiko etwas erhöht, da sich in dieser Zeit mehr Flüssigkeit im Gewebe ansammelt.

Was verschlimmert Karpaltunnelsyndrom?

Risikofaktoren, Ursachen und mögliche Auslöser des Karpaltunnelsyndroms – Das Karpaltunnelsyndrom ist ein weit verbreitetes Beschwerdebild, das rund fünf Prozent der Bevölkerung betrifft, wobei es bei Frauen auffallend häufiger auftritt als bei Männern.

Am Karpaltunnelsyndrom erkranken vorwiegend Frauen im Alter zwischen vierzig und sechzig Jahren. Dies ist darauf zurückzuführen, dass hormonelle Veränderungen Wassereinlagerungen und dadurch bedingte Schwellungen im Gewebe begünstigen. Aus diesem Grund leiden häufig Schwangere oder Frauen in der Menopause an einem Karpaltunnelsyndrom,

Tritt die Erkrankung während einer Schwangerschaft auf, heilt sie in den ersten Monaten nach der Geburt spontan aus, da die hormonell bedingten Wassereinlagerungen nach und nach ausgeschieden werden und der Druck auf den Nervus medianus nachlässt. Neben hormonellen Einflüssen zählen auch dauerhafte Fehlbelastungen und Verrenkungen von Unterarm und Handgelenk durch bestimmte berufliche Tätigkeiten wie beispielsweise Fließband- oder Montagearbeiten zu den wichtigsten Risikofaktoren.

Habe ich Karpaltunnelsyndrom Test?

Karpaltunnelsyndrom-Selbsttest – Wenn Du den Verdacht hast, dass Du ein Karpaltunnelsyndrom entwickelst, kannst Du Deinen Verdacht mit einem Selbsttest untermauern. Geläufig sind hier der Phalen-Test, der Flaschen-Test und der Hoffmann-Tinel-Test. Insbesondere, wenn die Testergebnisse auf ein Karpaltunnelsyndrom hindeuten, solltest Du dringend einen Arzt aufsuchen, um Spätfolgen zu verhindern.

Phalen-Test: Beuge Dein Handgelenk, so weit Du kannst, nach innen. Sofern sich binnen 60-90 Sekunden die zuvor geschilderten Symptome (Missempfinden, Schmerzen etc.) zeigen, deutet das auf ein Karpaltunnelsyndrom hin. Flaschen-Test: Versuche eine Flasche zu umfassen. Insbesondere bei einem fortgeschrittenen Karpaltunnelsyndrom ist das nicht möglich, da Du den Daumen nicht mehr abspreizen kannst.

Gerade jetzt ist es höchste Zeit, einen Neurologen aufzusuchen. Hoffmann-Tinel-Test: Strecke die betroffene Hand aus und klopfe mit Zeige- und Mittelfinger der anderen Hand in Höhe des Karpaltunnels auf die Innenseite des betroffenen Handgelenks. Treten Beschwerden wie Kribbeln oder Schmerzen auf, deutet der Selbsttest darauf hin, dass der Mittelnerv eingeklemmt ist.

Welches Vitamin hilft bei Karpaltunnelsyndrom?

Bei Karpaltunnelsyndrom hilft Vitamin B6 Die naturheilkundlich orientierten US-Ärzte und Autoren Dr. James Balch und Mark Stengler empfehlen bei der Erkrankung 100 mg Vitamin B6 drei Mal täglich.

Wie schnell muss Karpaltunnelsyndrom behandelt werden?

Schwere Belastungen sollten für einige Wochen vermieden werden, damit die Wunde gut heilen kann. Wann man wieder arbeiten kann, hängt deshalb sehr vom Beruf ab. Wird die Hand bei der Arbeit nicht sehr belastet, ist dies meist nach etwa drei Wochen wieder möglich. In handwerklichen Berufen kann es 4 bis 5 Wochen dauern.

Wann ist Kribbeln gefährlich?

Untersuchung beim Facharzt – Der Mediziner empfiehlt, bei dauerhaftem Kribbeln unbedingt einen Facharzt aufzusuchen. Dieser misst nicht nur die Leitgeschwindigkeit der Nervenbahnen, sondern entnimmt gegebenenfalls auch eine Nervenwasser-Probe. „Eine Nervenentzündung erkennt man nicht im Blut”, betont er.

Steht die Ursache für die Beschwerden fest, so kann man in den meisten Fällen gezielt helfen oder zumindest eine Linderung erreichen. Nicht wundern sollten sich Patienten, wenn sie statt der erwarteten Schmerzmittel Medikamente bekommen, die auch bei Epilepsie oder Depressionen verordnet werden. „Oft erweisen sie sich als besonders wirksam”, sagt Berlit.

Annette Liebmann

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Wie bekommt man ein Karpaltunnelsyndrom?

Wenn der Nerv unter Druck steht: das Karpaltunnelsyndrom | Die Techniker Unsere Hände sind komplex und feingliedrig aufgebaut. Sie können präzise Bewegungen ausführen, feinste Strukturen ertasten und gleichzeitig immense Kraft ausüben. Dafür mitverantwortlich ist der Mittelnerv der Hand (Nervus medianus), der Muskeln von Daumen und Mittelhand versorgt und für die Berührungsempfindlichkeit (Sensibilität) von Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowie der Handfläche verantwortlich ist.

  1. Im Handgelenk läuft er durch eine tunnelartige Röhre, den Karpaltunnel.
  2. Gerät er an diesem Engpass unter Druck, zum Beispiel durch entzündete und angeschwollene Fingersehnen, entsteht das Karpaltunnelsyndrom.
  3. Meist ist Verschleiß und gleichförmige Überlastung des Handgelenks die Ursache für das Karpaltunnelsyndrom.

Es tritt jedoch auch häufig in der Schwangerschaft und bei Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel Gicht auf. Außerdem können Verletzungen im Bereich des Handgelenks, rheumatische Erkrankungen oder selten Geschwülste dazu führen, dass sich der Karpaltunnel verengt.

  • Frauen im Alter von 40 bis 60 Jahren sind häufiger betroffen, weshalb auch hormonelle Veränderungen als Ursache angenommen werden.
  • Zu den Risikogruppen zählen weiterhin Übergewichtige, Menschen mit Diabetes mellitus sowie Dialyse-Patienten.
  • Typische Merkmale des Karpaltunnelsyndroms sind eingeschlafene Hände und nadelstichartige Missempfindungen an Daumen bis Mittelfinger.

Meist treten sie beidseitig und vor allem nachts auf, da die Handgelenke im Schlaf oft abknicken und so den Druck im Karpaltunnel erhöhen. Haben Sie Ihre Hände überlastet, zum Beispiel im Garten gearbeitet oder renoviert, können die Beschwerden verstärkt auftreten.

Viele Menschen haben über Jahre nur leichte Beschwerden, die stets wieder abklingen. Häufig hilft es ihnen bereits, die Hände auszuschütteln oder zu massieren. Bei anderen wiederum schreitet das Syndrom fort und führt dazu, dass die Finger dauerhaft kraftlos und taub sind. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu einem Muskelschwund am Daumen kommen.

Dann werden Alltagssituationen wie ein Hemd zuknöpfen oder nach einer Tasse greifen zur Herausforderung. Erste Hinweise auf das Karpaltunnelsyndrom liefert Ihre Krankengeschichte, die Ihr Arzt detailliert erfragt. Zusätzlich überprüft er mit speziellen Tests, wie empfindlich und beweglich Ihre Hände und Finger sind.

Erhärtet sich der Verdacht, sichert eine Elektroneurografie die Diagnose: Dafür schickt der Arzt über Elektroden kurze elektrische Reize durch Ihren Arm. Bei einem gesunden Nerv reagieren die Muskeln in der Hand. Ist die Leitfähigkeit gestört, weist dies auf das Karpaltunnelsyndrom hin. Die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms richtet sich nach dem Grad der Beschwerden und der Ursache der Erkrankung.

Häufig hilft bereits eine Armschiene, die nachts angelegt wird. Sie verhindert, dass das Handgelenk abknickt und sich der Druck im Karpaltunnel erhöht. Sind die Sehnen angeschwollen, kann versuchsweise einmalig Kortison in den Karpaltunnel gespritzt werden.

Es wirkt abschwellend und entzündungshemmend. Klingen die Beschwerden dadurch ab, sind in der Regel keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Ärzte empfehlen eine sogenannte Dekompressions-Operation in der Regel erst, wenn die Missempfindungen und Schmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten und Maßnahmen wie Armschiene und Kortison nicht helfen.

Die Operation erfolgt meist ambulant unter örtlicher Betäubung des betreffenden Arms oder in Vollnarkose. Der Chirurg beziehungsweise Handchirurg durchtrennt dabei das Karpalband (medizinisch: Retinaculum flexorum) über dem Karpaltunnel. So bekommt der Nerv wieder Platz und die Beschwerden verschwinden.

Diese Operation wird offen über einen kleinen Schnitt in der Hohlhand oder endoskopisch durchgeführt. Letzterer Ansatz ist haut- und gewebeschonend. Der Erfolg der Behandlung ist abhängig von dem möglicherweise bereits entstandenen Schaden am Nerv und der ursächlichen Erkrankung. Ist der Nerv nachhaltig geschädigt, lassen sich bestimmte Funktionen nicht wiederherstellen.

Bei unkomplizierten Fällen und früher Diagnose sind konservative Maßnahmen wie Armschiene und Kortison jedoch meist erfolgreich. Auch nach der Operation verbessern sich die Beschwerden in der Regel deutlich. Mit physiotherapeutischen Übungen im Anschluss normalisiert sich die Handfunktion für gewöhnlich rasch.

Die medizinischen Informationen der Techniker sind von renommierten Organisationen für Qualität, Neutralität und Transparenz zertifiziert.

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  • DGNC). URL: http://www.dgnc.de (Stand: 08.05.2018).Imhoff, A.B.; Linke, R.; Baumgartner, R.: Checkliste Orthopädie.3., komplett überarbeitete und erweiterte Auflage Stuttgart: Thieme 2014.
  • S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Karpaltunnelsyndroms, Deutsche Gesellschaften für Handchirurgie, Neurochirurgie, Neurologie und Orthopädie (Stand: Juni 2012).

: Wenn der Nerv unter Druck steht: das Karpaltunnelsyndrom | Die Techniker

Habe ich Karpaltunnelsyndrom Test?

Karpaltunnelsyndrom-Selbsttest – Wenn Du den Verdacht hast, dass Du ein Karpaltunnelsyndrom entwickelst, kannst Du Deinen Verdacht mit einem Selbsttest untermauern. Geläufig sind hier der Phalen-Test, der Flaschen-Test und der Hoffmann-Tinel-Test. Insbesondere, wenn die Testergebnisse auf ein Karpaltunnelsyndrom hindeuten, solltest Du dringend einen Arzt aufsuchen, um Spätfolgen zu verhindern.

  1. Phalen-Test: Beuge Dein Handgelenk, so weit Du kannst, nach innen.
  2. Sofern sich binnen 60-90 Sekunden die zuvor geschilderten Symptome (Missempfinden, Schmerzen etc.) zeigen, deutet das auf ein Karpaltunnelsyndrom hin.
  3. Flaschen-Test: Versuche eine Flasche zu umfassen.
  4. Insbesondere bei einem fortgeschrittenen Karpaltunnelsyndrom ist das nicht möglich, da Du den Daumen nicht mehr abspreizen kannst.

Gerade jetzt ist es höchste Zeit, einen Neurologen aufzusuchen. Hoffmann-Tinel-Test: Strecke die betroffene Hand aus und klopfe mit Zeige- und Mittelfinger der anderen Hand in Höhe des Karpaltunnels auf die Innenseite des betroffenen Handgelenks. Treten Beschwerden wie Kribbeln oder Schmerzen auf, deutet der Selbsttest darauf hin, dass der Mittelnerv eingeklemmt ist.