Was Tun Wenn Man Zu Viel Alkohol Getrunken Hat
Kater mit Hausmitteln bekämpfen – Was Tun Wenn Man Zu Viel Alkohol Getrunken Hat Frische Luft hilft bei einem Kater (Foto: CC0 / Pixabay / PhotoGranary)

  1. Auch am Morgen danach solltest du weiter trinken – allerdings alkoholfrei. Der Körper ist dehydriert und braucht Flüssigkeit. Saftschorlen füllen den Mineralstoffgehalt wieder auf.
  2. Gegen Übelkeit hilft Kräutertee, er beruhigt den Magen. Dem Magen zuliebe solltest du nur stilles Wasser trinken. Denn Kohlensäure reizt die ohnehin schon angeschlagene Magenschleimhaut nur weiter.
  3. Ein Spaziergang an der frischen Luft kann helfen, den Kater zu bekämpfen: Der Kreislauf gerät wieder in Schwung und die frische Luft lindert die Kopfschmerzen. Allzu viel solltest du dir aber noch nicht zumuten.
  4. Durch den Alkoholkonsum hat unser Körper Elektrolyte verloren. Indem du Salzstangen, saure Gurken oder Tomatensaft mit Salz und Pfeffer zu dir nimmst, bekämpfst du den Kater.
  5. Auch eine Gemüsebrühe kann den Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten wieder ausgleichen.

Diese weit verbreiteten Anti-Kater-Maßnahmen helfen nicht :

  • Ein „Konterbier” am Tag danach zögert das die Symptome nur weiter hinaus, anstatt gegen den Kater zu helfen.
  • Schmerzmittel können Symptome wie Kopfschmerzen lindern, ihre Inhaltsstoffe reizen aber auch gleichzeitig die bereits angegriffene Magenschleimhaut. Bei Übelkeit ist das kontraproduktiv.

Was Tun Wenn Man Zu Viel Alkohol Getrunken Hat Foto: CC0 / Pixabay / Pexels Schmerzmittel sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Die Arte-Doku „Angst vor Schmerzen” beleuchtet die Gefahren des oft leichtfertigen Tablettenkonsums. Weiterlesen

Warum muss man den Alkohol nicht erbrechen?

Der Betroffene muss den Alkohol nicht erbrechen, obwohl er bereits ein Stadium einer schweren Alkoholvergiftung erreicht hat. Warum Alkohol teilweise im erheblich gesundheitsschädlichen Maß konsumiert wird, hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen steigt häufig die Lust nach „mehr’, wenn bereits Alkohol getrunken wurde.

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Wie kann man einen betrunkenen beruhigen?

Alkoholvergiftung: Was tun? – Hausmittel oder überhaupt ein Gegenmittel gegen Alkohol beziehungsweise gegen einen Alkoholrausch gibt es nicht. Frische Luft, eine kalte Dusche oder ein Schmerzreiz (z.B. saftige Ohrfeige) kann zwar den Betroffenen kurzzeitig wieder wacher erscheinen lassen.

Solche Maßnahmen haben aber keinen Einfluss auf die Wirkung des Alkohols. Vermuten Sie bei jemandem eine Alkoholvergiftung beziehungsweise sehen Anzeichen einer solchen, leiten Sie stattdessen Erste-Hilfe-Maßnahmen ein: Prüfen Sie das Bewusstsein des Betroffenen: Sprechen Sie ihn an oder rütteln Sie ihn sanft.

Schauen Sie auch nach, ob der Betroffene vielleicht eine (Kopf-)Verletzung hat, die die Symptome verursacht haben könnte. Die weiteren Erste-Hilfe-Schritte bei Alkoholvergiftung hängen davon ab, ob der Betreffende bei Bewusstsein ist oder nicht: Betrunkener bei Bewusstsein:

Alkoholkonsum stoppen : Sorgen Sie dafür sorgen, dass der Betrunkene keinen weiteren Alkohol trinkt. Erbrechen: Manch betrunkene Person muss sich übergeben. Das befördert restliche Mengen Alkohol aus dem Magen, Stehen Sie dem oder der Betroffenen dabei zur Seite. Das Erbrechen gezielt herbeizuführen, ist nicht ratsam: Zum Beispiel kann die Schleimhaut in Magen bzw. Speiseröhre einreißen oder der Mageninhalt eingeatmet werden (Aspiration, Gefahr insb. bei getrübtem Bewusstsein). Viel Wasser: Wenn der Betroffene Flüssigkeit bei sich behalten kann, sollten Sie ihm viel Wasser zu trinken geben. Ruhe und Schlaf: Den Rausch auszuschlafen, bringt Betrunkene meist (langsam) wieder auf die Beine. Decken Sie ihn dabei zu, um ein Auskühlen zu vermeiden.

Bei einer leichten Alkoholvergiftung ist die „Behandlung” zuhause möglich. Der Rausch lässt sich in den meisten Fällen ohne ärztliches Zutun „ausschlafen”. Dennoch sollten Sie den Betroffenen über die Dauer der Vergiftungssymptome nicht allein lassen. Bewusstloser Betrunkener:

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Stabile Seitenlage : Wenn jemand mit einer schweren Alkoholvergiftung bewusstlos ist, sollten Sie ihn umgehend in die Seitenlage mit überstrecktem Kopf bringen. Öffnen Sie seinen Mund, so kann Erbrochenes abfließen und gelangt nicht in die Luftröhre. Wärmen : Alkohol setzt den Kontrollmechanismus für die Aufrechterhaltung der Körperkerntemperatur praktisch außer Kraft. Halten Sie den Bewusstlosen daher warm (z.B. mit einer Decke). Notruf : Alarmieren Sie den Rettungsdienst und bleiben Sie beim Betrunkenen, bis dieser eintrifft. Ggf. Wiederbelebung : Kontrollieren Sie bis zum Eintreffen der Rettung regelmäßig, ob der Bewusstlose noch atmet. Setzt die Atmung aus, müssen Sie sofort mit der Reanimation beginnen!

Wenn betrunkene Personen sich aggressiv oder selbstgefährdend verhalten, sollten Sie ohne zu zögern die Polizei rufen!

Wie wirkt sich Alkohol auf die Leber aus?

Was im Körper passiert – Die Leber baut den Alkohol im Blut ab. Allerdings sind ihre Abbaukapazitäten begrenzt. Werden sie überschritten, reichern sich Ethanol, Fuselstoffe, aber auch toxische Abbauprodukte im Blut an. Ethanol verändert die Struktur von Nervenzellen, sodass sie nicht mehr richtig funktionieren oder sich selbst zerstören.

Was ist der Unterschied zwischen einem Alkoholkonsum und einer Alkoholvergiftung?

Alkoholvergiftung: Ursachen und Risikofaktoren – Das Ausmaß einer Alkoholvergiftung korreliert nicht immer mit der konsumierten Alkoholmenge. Denn die Schwere der Symptome einer Alkoholvergiftung sowie deren Dauer hängen zum einen von der körperlichen Verfassung des Betroffenen zum Zeitpunkt der Alkoholeinnahme ab (Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme in den Stunden zuvor, Ausgeruhtheit, Grunderkrankungen etc.).

Zum anderen spielt es eine Rolle, welchen Körperbau der Betroffene hat (z.B. sehr groß, athletisch, dünn), wie alt er ist und wie gewohnt er an Alkoholkonsum ist. So zeigen Menschen, die häufig Alkohol konsumieren, meist weniger Symptome als diejenigen, die kaum oder selten Alkohol trinken. Menschen mit einem geringen Körpergewicht (wie Kinder und Jugendliche) sind anfälliger für eine Alkoholvergiftung.

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Auch Menschen mit Hirnschäden (etwa aufgrund einer Erkrankung) haben ein erhöhtes Risiko, schon nach sehr geringen Mengen Alkohol eine Alkoholvergiftung zu erleiden.