Was Passiert Wenn Der Blutzucker Zu Niedrig Ist
Bei einer Unterzuckerung enthält das Blut ungewöhnlich wenig Zucker (Glukose).

Unterzuckerung (Hypoglykämie) wird häufig durch die Medikamente ausgelöst, die den Diabetes kontrollieren sollen. Viel seltenere Ursachen einer Hypoglykämie sind andere Medikamente, eine schwere Erkrankung oder Organversagen, eine Reaktion auf Kohlenhydrate (bei anfälligen Menschen), ein Insulin-produzierender Tumor in der Bauchspeicheldrüse und einige Arten der bariatrischen Operation (chirurgischer Eingriff zur Gewichtsabnahme). Ein Abfall der Blutglukose verursacht Symptome wie Hunger, Schwitzen, Zittern, Müdigkeit, Schwäche und fehlendes klares Denkvermögen, während eine schwere Unterzuckerung Symptome wie Verwirrtheit, Krampfanfälle und Koma verursacht. Die Diagnose basiert auf dem Vorfinden von niedrigen Blutzuckerspiegeln, während Symptome auftreten. Die Symptome einer Unterzuckerung werden durch Aufnahme von Zucker in jeglicher Form behandelt. Die Dosierungen von Medikamenten, die eine Unterzuckerung verursachen, müssen eventuell reduziert werden.

Sehr niedrige Blutzuckerspiegel können die Funktion vieler Organsysteme beeinträchtigen. Vor allem das Gehirn reagiert auf empfindlich auf niedrige Blutzuckerspiegel, denn Zucker ist seine wichtigste Energiequelle. Um den Blutzuckerspiegel daran zu hindern, dass er zu weit unter den Normbereich abfällt, stimuliert das Gehirn

Nebennieren zur Ausschüttung von Epinephrin (Adrenalin) Nebennieren zur Ausschüttung von Kortisol Bauchspeicheldrüse zur Ausschüttung von Glukagon Hirnanhangdrüse (Hypophyse) zur Ausschüttung von Wachstumshormon

All diese Hormone führen dazu, dass die Leber Zucker in das Blut entlässt, aber manchmal erhöhen diese Hormone trotzdem den Blutzuckerspiegel nicht ausreichend, um eine Hypoglykämie zu verhindern. Wenn der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist, erhält das Gehirn nicht ausreichend Nährstoffe, was zu Verwirrung, Krampfanfällen oder Bewusstseinsverlust führt.

Die meisten Fälle von Unterzuckerung treten bei Diabetikern auf und werden durch Insulin oder andere Medikamente verursacht (besonders Sulfonylharnstoffe, siehe Medikamentöse Behandlung von Diabetes: orale Antidiabetika Orale verabreichte Antidiabetika Viele Menschen mit Diabetes benötigen Medikamente, die ihren Blutzuckerspiegel senken, die Symptome beseitigen und den Komplikationen bei Diabetes mellitus vorbeugen.

Es gibt zwei Arten von. Erfahren Sie mehr ), die eingenommen werden, um die Blutzuckerspiegel zu senken. Hypoglykämie tritt häufiger auf, wenn man besonders darum bemüht ist, die Blutzuckerspiegel auf einem so normalen Niveau wie möglich zu halten, oder wenn Betroffene, die Insulin nehmen, ihre Blutzuckerspiegel nicht oft genug kontrollieren.

Bei Diabetikern, die die Nahrungsmittelaufnahme reduzieren, um Gewicht zu verlieren, oder die eine chronische Nierenkrankheit Chronische Nierenerkrankung Bei einer chronischen Nierenerkrankung schreitet die Abnahme der Nierenfunktion über Monate bis Jahre langsam fort, und die Fähigkeit der Niere, Stoffwechselabbauprodukte aus dem Blut zu filtern.

Erfahren Sie mehr entwickeln, kommt es eher zu einer Hypoglykämie. Ältere Menschen sind anfälliger als jüngere für Unterzuckerungen als Reaktion auf Sulfonylharnstoffe. Wenn ein Diabetiker nach der Einnahme eines Diabetesmedikaments weniger als gewöhnlich isst oder sich körperlich mehr anstrengt, kann das Medikament den Blutzuckerspiegel zu stark absenken.

Menschen, die schon lange unter schwerem Diabetes leiden, sind für eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) in diesen Situationen besonders anfällig, da sie eventuell nicht genug Glukagon oder Adrenalin bilden können. Bestimmte Medikamente für andere Erkrankungen, vor allem Pentamidin, mit dem eine bei AIDS häufig auftretende Lungenentzündung (Pneumonie) behandelt wird, und Chinin, das bei Muskelkrämpfen angewendet wird, verursachen gelegentlich eine Hypoglykämie.

Bei ansonsten gesunden Menschen ist es unwahrscheinlich, dass längeres Fasten (auch über mehrere Tage) und verlängerte anstrengende körperliche Betätigung (auch nach einer Phase des Fastens) zu Unterzuckerung führt. Es gibt jedoch mehrere Erkrankungen oder Zustände, bei denen der Körper nach einer Zeit ohne Nahrung die erforderlichen Blutzuckerspiegel nicht aufrechterhalten kann (Nüchternhypoglykämie).

Bei schweren Trinkern, die kaum essen, kann der Alkohol die Bildung von Glukose aus der Leber blockieren. Bei Personen mit Leberkrankheiten wie viraler Hepatitis Übersicht über akute Virushepatitis Bei einer akuten Virushepatitis wird eine Entzündung der Leber durch eine Infektion mit einem der fünf Hepatitisviren ausgelöst.

Bei den meisten Menschen beginnt die Entzündung plötzlich und. Erfahren Sie mehr, Zirrhose Leberzirrhose Die Zirrhose ist eine weit verbreitete Störung der inneren Struktur der Leber. Sie entsteht, wenn große Mengen des normalen Lebergewebes dauerhaft durch nicht funktionierendes Narbengewebe ersetzt. oder Krebs kann die Leber eventuell nicht ausreichend Glukose bilden und speichern. Kleinkinder und Kinder mit einem Defekt der Enzymsysteme, die die Glukoseverwertung kontrollieren (wie z.B. eine Glykogen-Speicherkrankheit Glykogenspeicherkrankheiten Glykogenspeicherkrankheiten sind Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels, die entstehen, wenn die am Stoffwechsel von Glykogen beteiligten Enzyme gestört sind, was häufig zu Wachstumsstörungen.

Erfahren Sie mehr ), können ebenfalls eine Nüchternhypoglykämie entwickeln. Eine seltene Ursache für eine Nüchternhypoglykämie ist ein Insulinom Insulinom Ein Insulinom ist ein seltener Tumor der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), der das Hormon Insulin bildet, das die Konzentrationen des Blutzuckers (Glukose) senkt.

Diese Tumore entstehen aus Zellen. Erfahren Sie mehr, ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse, der Insulin produziert. Krankheiten, die die Hormonbildung in der Hypophyse und den Nebennieren verringern (vor allem die Addison-Krankheit Nebenniereninsuffizienz Bei einer Nebenniereninsuffizienz produzieren die Nebennieren nicht genügend Nebennierenhormone. ), können zur Hypoglykämie führen. Andere Krankheiten wie die chronische Nierenkrankheit Chronische Nierenerkrankung Bei einer chronischen Nierenerkrankung schreitet die Abnahme der Nierenfunktion über Monate bis Jahre langsam fort, und die Fähigkeit der Niere, Stoffwechselabbauprodukte aus dem Blut zu filtern., Krebs und Sepsis Sepsis oder septischer Schock Sepsis ist eine heftige Reaktion des ganzen Körpers auf eine Bakteriämie oder eine andere Infektion zusammen mit der Funktionsstörung oder dem Versagen eines lebenswichtigen Systems im Körper. Erfahren Sie mehr können ebenfalls Hypoglykämie verursachen, vor allem bei schwerkranken Menschen.

Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) kann auftreten, nachdem eine Person eine sehr kohlenhydratreiche Mahlzeit zu sich genommen hat (reaktive Hypoglykämie), wenn der Körper aus irgendeinem Grund mehr Insulin als erforderlich produziert. Diese Reaktion tritt jedoch selten auf. In manchen Fällen treten bei Personen mit normalen Blutzuckerspiegeln Symptome auf, die mit Unterzuckerung verwechselt werden können.

Auch Probleme bei der Verwertung mancher Zucker (Fruktose und Galaktose) und Aminosäuren (Leucin) können eine Unterzuckerung hervorrufen, wenn die betroffene Person Nahrungsmittel zu sich nimmt, die diese Substanzen enthalten.

Leichte Hypoglykämie Schwitzen, Nervosität, Zittern, Ohnmacht, Herzklopfen und Hunger. Schwere Hypoglykämie: Schwindel, Ermüdung, Schwäche, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Verwirrung, undeutliche Sprache, verschwommenes Sehen, Krampfanfälle und Koma

Symptome von Unterzuckerung (Hypoglykämie) entwickeln sich zumeist erst, wenn der Blutzuckerspiegel unter 60 mg/dl (3,3 mmol/l) im Blut abgesunken ist. Manche Menschen entwickeln Symptome bei etwas höheren Spiegeln, vor allem, wenn der Blutzuckerspiegel rapide abfällt, andere wiederum haben keine Symptome, bis ihre Blutzuckerspiegel noch viel weiter abgefallen sind.

Zuerst reagiert der Körper auf einen Abfall der Blutzuckerspiegel, indem er über die Nebennieren Adrenalin ausschüttet. Adrenalin ist ein Hormon, das die Ausschüttung von Glukose aus den Körperspeichern anregt, aber auch Symptome verursacht, die einer Angstattacke ähneln: Schwitzen, Nervosität, Zittern, Ohnmachtsanfälle, Palpitationen und Hunger.

Bei schweren Unterzuckerungen wird die Glukoseversorgung des Gehirns verringert, was zu Schwindel, Müdigkeit, Schwäche, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Verwirrung und einem Benehmen führen kann, das möglicherweise mit einer Trunkenheit verwechselt wird, sowie eine undeutliche Aussprache, verschwommenes Sehen, Krampfanfälle und Koma verursachen kann.

Tests zur Messung des Glukosespiegels

Bei bekannten Diabetikern kann ein Arzt eine Unterzuckerung vermuten, wenn die Symptome beschrieben werden. Die Diagnose kann bestätigt werden, wenn niedrige Blutzuckerspiegel gemessen werden, während Symptome auftreten. Bei ansonsten gesunden Personen, die nicht an Diabetes leiden, können Ärzte eine Unterzuckerung normalerweise basierend auf den Symptomen, der Krankengeschichte, einer körperlichen Untersuchung und einfachen Tests erkennen.

Die Ärzte messen zuerst den Blutzuckerspiegel. Ein niedriger Blutzuckerspiegel bei einer Person, die typische Symptome einer Unterzuckerung aufweist, bestätigt die Diagnose bei einem Nichtdiabetiker, insbesondere wenn der Zusammenhang zwischen einem niedrigen Blutzuckerspiegel und den Symptomen mehr als einmal demonstriert wird.

Lassen die Symptome innerhalb von Minuten nach Zuckerzufuhr nach, wenn die Blutzuckerspiegel ansteigen, stützt dies die Diagnose. Wenn der Zusammenhang zwischen den Symptomen einer Person und dem Blutzuckerspiegel bei einem Nichtdiabetiker unklar bleibt, können weitere Tests erforderlich sein.

Häufig besteht der nächste Schritt darin, die Blutzuckerspiegel nach nächtlichem Fasten in einem Krankenhaus oder in einer anderen streng überwachten Umgebung zu messen. Es können auch umfassendere Tests erforderlich sein. Bei dem Verdacht, dass Arzneimittel wie Pentamidin oder Chinin die Unterzuckerung auslösen, wird das Medikament abgesetzt und die Blutzuckerspiegel werden gemessen, um festzustellen, ob sie ansteigen.

Bleibt die Ursache unklar, können weitere Labortests erforderlich sein. Wird ein Insulinom vermutet, können Messungen der Insulin spiegel im Blut während des Fastens (manchmal bis zu 72 Stunden lang) nötig werden. Wenn die Insulin messungen auf einen Tumor hindeuten, versucht der Arzt, ihn vor der Behandlung zu lokalisieren.

Verzehr von Zucker, um den Zuckergehalt im Blut anzuheben Änderung der Medikamentendosis Verzehr von mehreren kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt Manchmal chirurgischer Eingriff zur Entfernung eines Tumors

Personen mit Neigung zu Unterzuckerung sollten einen medizinischen Ausweis mit sich führen, um Mediziner über ihre Erkrankung zu informieren. Die Symptome einer Unterzuckerung lassen innerhalb von Minuten nach der Aufnahme von Zucker in jeglicher Form nach, z.B.

Süßigkeiten, Glukosetabletten oder einem süßen Getränk wie ein Glas Fruchtsaft. Menschen mit wiederkehrenden Unterzuckerungen, insbesondere Diabetiker, tragen gerne Glukosetabletten mit sich, da die Tabletten schnell wirken und eine konstante Zuckermenge liefern. Diesen Personen kann durch den Verzehr von Zucker gefolgt von Nahrungsmitteln geholfen werden, die länger anhaltende Kohlenhydrate enthalten (etwa Brot oder Salzkekse).

Wenn bei schwerer oder langanhaltender Unterzuckerung die orale Zuckeraufnahme nicht möglich ist, verabreichen Ärzte rasch Glukose intravenös, um Hirnschäden zu vermeiden. Menschen mit bekanntem Risiko für Episoden einer schweren Unterzuckerung können für Notfälle Glukagon mit sich führen.

Die Verabreichung von Glukagon regt die Leber an, große Glukosemengen freizusetzen. Es wird als Injektion oder durch einen neuen Naseninhalator verabreicht und normalisiert die Blutglukose innerhalb von 5 bis 15 Minuten wieder auf ein ausreichendes Niveau. Glukagon -Kits sind einfach anzuwenden, und Familienmitglieder können in der Verabreichung von Glukagon geschult werden.

Wenn ein Medikament zu Unterzuckerung führt, wird die Dosis angepasst, oder das Medikament wird gewechselt. Nichtdiabetiker, die zu Unterzuckerungen neigen, können Episoden oft vermeiden, indem sie häufige kleine Mahlzeiten anstatt drei große Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen.

Wie gefährlich ist Unterzucker?

Eine Unterzuckerung kann auch nachts auftreten. Dann fühlt man sich morgens unausgeschlafen und schlapp. Eine leichte Unterzuckerung hat in der Regel keine schädlichen Folgen. Allerdings kann eine schwere Unterzuckerung zu Bewusstlosigkeit führen und lebensgefährlich werden.

Was tun wenn Blutzuckerspiegel zu niedrig ist?

Unterzuckerung: Wie schlimm ist es? – Bei Unterzuckerungen werden leichte, mittelschwere und schwere Formen unterschieden:

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Leichte Unterzuckerung: Ist der Blutzuckerspiegel leicht gesunken, zeigen sich erste körperliche Anzeichen wie Schwitzen, Zittern oder Herzklopfen. Jetzt können Betroffene sich noch gut selbst helfen, indem sie rasch etwa 20 Gramm Traubenzucker zu sich nehmen oder Apfelsaft trinken.

Mittelschwere Unterzuckerung: Das Gehirn leidet unter Zuckermangel. Zu den körperlichen Anzeichen kommen weitere Symptome: Seh- und Bewegungsstörungen, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Angst. Die Patienten sind zwar bei Bewusstsein, aber nicht mehr in der Lage, sich selbst zu helfen. In diesem Fall werden 30 Gramm Glukose benötigt.

Schwere Unterzuckerung: Eine schwere Unterzuckerung ist ein Notfall. Es kommt zu starken Verhaltensänderungen, Krämpfen und Bewusstlosigkeit. Hier hilft der Einsatz von Glukagon, das es als (verschreibungspflichtiges) Notfallset bei uns in Ihrer Apotheke gibt. Wichtig: Rufen Sie bei schwerer Unterzuckerung immer den Notarzt unter der Nummer 112.

Wie kommt es zu Unterzuckerung?

Unterzuckerung: Symptome im Schlaf – Viele Diabetiker haben, beim Schlafen in einen Unterzucker zu rutschen. Tatsächlich funktioniert nachts die hormonelle Gegenregulierung nicht so gut wie im wachen Zustand. Die Unterzuckerung-Symptome nachts sind die gleichen wie am Tage.

  1. Allerdings merkt der Schlafende meist nichts davon, sondern schlummert nur schlecht.
  2. Wer sich also tagsüber unerklärlich erschöpft fühlt, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen.
  3. Möglicherweise steckt ein nächtlicher Blutzuckerabfall dahinter.
  4. Dann kann es helfen, die Dosierung der Diabetes-Medikamente (insbesondere des ) anzupassen, vor dem Schlafengehen noch eine Kleinigkeit zu essen sowie auf spät abendlichen Sport und Alkohol zu verzichten.

Eine Unterzuckerung entsteht immer dann, wenn der Körper mehr Glukose verbraucht, als ihm zur Verfügung steht. Normalerweise führt ein Absinken des Blutzuckerspiegels dazu, dass Hormone die Freisetzung von Glukose aus den Speichern (also den Abbau von Glykogen) veranlassen, sodass der Blutzuckerspiegel wieder ansteigt.

  • Jedoch kann dieser Mechanismus gestört sein – entweder, weil die hormonelle Regulierung nicht funktioniert oder weil die Glykogenspeicher leer sind.
  • Auch wenn der Blutzucker sehr schnell verbraucht wird, z.B.
  • Durch körperliche Belastung, ist das Ergebnis manchmal eine Unterzuckerung.
  • Sport bei Diabetes ist aber ungefährlich, wenn Sie ausreichend essen.

Für eine Hypoglykämie kommen viele Ursachen in Frage. Am häufigsten sind allerdings Diabetiker davon betroffen. Oft sind aber auch andere Stoffwechselstörungen, Hormonstörungen sowie Lebererkrankungen die Auslöser einer Unterzuckerung.

Was hilft bei unterzucker am schnellsten?

Wie kennzeichnet sich eine Unterzuckerung und was ist zu tun? – Die häufigste Ursache einer Unterzuckerung ist eine Überdosierung von Insulin oder Sulfonylharnstoffen. Das kommt zum Beispiel vor, wenn Diabetiker ihre Medikamente unverändert weiternehmen, obwohl sie wegen einer Erkrankung nicht mehr ausreichend essen oder sich erbrechen.

HeißhungerUnruheSchwitzenSchneller PulsZitternReizbarkeitKonzentrationsschwäche

Mit weiter sinkenden Blutzuckerwerten kommt es dann auch immer mehr zu neurologischen Auffälligkeiten wie Verwirrtheit, Doppelbildersehen, primitiven Automatismen wie Grimassieren oder Schmatzen, auch Halbseitenlähmungen, zunehmender Bewusstseinstrübung bis hin zum Koma.

  • Diabetiker sollten unbedingt die Symptome einer Unterzuckerung kennen und immer Traubenzuckerplättchen bei sich tragen.
  • Da es sich hier um reine Glukose handelt, steigt der Blutzucker in der Regel relativ schnell wieder an.
  • Angehörigen von Diabetikern sollten die Symptome einer Unterzuckerung ebenfalls bekannt sein.

Sie sollten zudem lernen, wie sie im Notfall helfen können. Besondere Vorsicht ist beim, beziehungsweise nach dem Genuss von Alkohol geboten. Die Leber ist während des Alkoholabbaus nicht mehr in der Lage, Reserveglukose zu mobilisieren und ins Blut auszuschütten.

  • Deshalb sollten Diabetiker Alkohol nur in Verbindung mit einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit zu sich nehmen.
  • Ommt es nach Alkoholgenuss zu einer Hypoglykämie und der Betroffene kann selbst nichts mehr essen oder trinken, ist eine Glukoseinfusion erforderlich.
  • Es muss unbedingt der Notarzt gerufen werden.

Auch eine Glukagonspritze hilft hier nicht mehr! Notfall-Regeln bei Unterzuckerung

In jedem Fall den Notarzt verständigen! Bei den ersten Anzeichen einer Unterzuckerung sollten die Betroffenen sofort etwas Süßes essen oder trinken wie zum Beispiel Zucker, Traubenzucker, Cola, Limonade oder süßen Saft.Ist der Betroffene nicht mehr ansprechbar oder schon bewusstlos, darf ihm keinesfalls Flüssigkeit eingeflößt werden! Die einzige Möglichkeit, ihm jetzt noch Kohlenhydrate zuzuführen, ist, ihm schnell wirkenden Traubenzucker zum Beispiel in Form einer Tablette oder als Zuckerlösung aus der Tube (gibt es in der Apotheke) in die Backentasche zu geben. Im Notfall geht auch Honig. Dabei muss der Kopf seitlich liegen.Als Retter in der Not empfiehlt sich auch eine Glukagonspritze. Glukagon veranlasst die Leber, alle Zuckerreserven auszuschütten. Ist eine Glukagonspritze vorhanden, kann sie in den Muskel oder in das Unterhautfettgewebe (zum Beispiel Oberarm, Po, Oberschenkel) injiziert werden.

Kann Kaffee zu Unterzuckerung führen?

Hypoglykämie (Unterzuckerung) – Kaffee nimmt aufgrund seines Koffeingehaltes auch Einfluss auf den Glucose-Serumspiegel, indem er dessen Senkung begünstigt (Hypoglykämie), Unter diesen Umständen kommt es in unserem Körper ebenfalls zu einer vermehrten Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin.

Was ist schlimmer unter oder Überzucker?

Überzuckerung und Unterzuckerung: Ursachen und Symptome – Wird der körpereigene Stoff Insulin gar nicht oder in zu geringer Menge produziert, kann der Zucker, der im Blut zirkuliert, nicht mehr abgebaut werden und steigt über das gesunde Maß an. Ist dies der Fall, so spricht man von einer Überzuckerung ( Hyperglykämie ).

  • Am häufigsten kommt eine Überzuckerung bei Diabetikern des Typs 1, einer Erkrankung, bei der kein Insulin mehr von der Bauchspeicheldrüse produziert wird und bei Diabetikern des Typs 2, bei dem das Insulin in nicht ausreichender Menge zur Verfügung steht, vor.
  • Bei beiden Diabetes-Typen muss mit entsprechenden Maßnahmen dauerhaft auf den gestörten Stoffwechsel eingewirkt werden, um den Blutzucker gezielt zu senken.

Machen Sie jetzt den Diabetes-Risiko-Test ! Kommt es dennoch zu einer Überzuckerung, so können die Folgen von leichteren Beschwerden bis hin zum Koma reichen. Symptome einer Überzuckerung sind beispielsweise:

starkes Durstgefühl, vermehrter Harndrang, Schwächegefühl, Müdigkeit, Schlappheit, beschleunigter Herzschlag, vertiefte Atmung, abfallender Blutdruck sowie Übelkeit und Erbrechen.

Wird die Überzuckerung nicht behandelt, verschlimmert sich der Zustand des Betroffenen dramatisch. Es besteht Lebensgefahr! Sinkt der Blutzuckerspiegel zu stark ab, so spricht man von einer Unterzuckerung ( Hypoglykämie ). Zur Unterzuckerung kann es bei ungenügender Kontrolle eines Diabetes kommen.

  • Auch erhöhter Alkoholgenuss ohne zusätzliche Nahrungszufuhr kann zur Unterzuckerung führen.
  • Bei der Unterzuckerung ist die Glukoseversorgung der Organe nicht mehr in ausreichendem Maße gegeben.
  • Da die körpereigenen Zellen, vor allem die des Gehirns, jedoch auf eine ausreichende Zuckerversorgung angewiesen sind, kommt es zu einem Mangel, der sich durch Heißhunger äußert.

Auch Symptome wie feuchte und blasse Haut, Schweißausbrüche, Angst, Herzrasen, Zittern und Verwirrtheit können die Unterzuckerung begleiten. Wird die Unterzuckerung nicht ausgeglichen, können sich die Beschwerden verschlimmern und bis zu Bewusstseinstörungen, Bewusstlosigkeit, Krämpfen und Lähmung führen.

Welcher Blutzuckerwert ist gefährlich?

Insulinproduktion des Körpers – Die Hauptaufgabe des Insulins ist es, Glukose aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. Erst dort kann der Zucker für die Energiegewinnung genutzt werden. Gebildet wird das Insulin in den Beta‑Zellen unserer Bauchspeicheldrüse.

Ist der Blutzuckerspiegel erhöht, weil wir etwas gegessen haben, wird Insulin ausgeschüttet, um die Blutzuckerwerte wieder zu senken. Das Insulin befördert die Glucose in die Zielzellen, zu denen unteranderem die Skelettmuskulatur zählt. ( Franz 1997 ). Nimmt die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse ab und ist deshalb nicht ausreichend Insulin zur Regulation des Blutzuckers vorhanden, sprechen Ärzte von der Erkrankung der Diabetes mellitus Typ 1.

Bei einer sich entwickelnden Resistenz der Zellen gegenüber dem Insulin diagnostiziert der Arzt einen Diabetes mellitus Typ 2 ( Bundesministerium für Gesundheit 2021 ). Die Manifestation zu einem Menschen mit Diabetes äußert sich durch das vermehrte Auftreten einer Überzuckerung auch Hyperglykämie genannt. Von einer Hyperglykämie spricht man, wenn die Blutzuckerwert nüchtern > 125 mg/dl (7,0 mmol/l) beträgt oder bei einem zufällig gemessenen Wert > 200 mg/dl (11,1 mmol/l) (Umpierrez et al.2002). Bei Diabetikern werden verschiedene Medikamente angewendet, um einer Überzuckerung entgegenzuwirken. Zu den Symptomen einer Hyperglykämie gehören:

Starker DurstHäufiges WasserlassenTrockene Haut und SchleimhäuteÜbelkeit und ErbrechenMüdigkeit und SchwächeMuskelkrämpfe

Kann man unterzuckert sein ohne Diabetes zu haben?

Unterzucker ohne Diabetes – Auch bei Menschen ohne Diabetes kann der Blutzucker mal in den Keller gehen und unter 40 mg/dl (2,2 mmol/l) fallen. Möglich ist das zum Beispiel, wenn man vor dem Sport oder starker körperlicher Anstrengung mehrere Stunden nichts gegessen hat.

Wie fühlt man sich wenn man Unterzuckert?

Bei einer Unterzuckerung enthält das Blut ungewöhnlich wenig Zucker (Glukose).

Unterzuckerung (Hypoglykämie) wird häufig durch die Medikamente ausgelöst, die den Diabetes kontrollieren sollen. Viel seltenere Ursachen einer Hypoglykämie sind andere Medikamente, eine schwere Erkrankung oder Organversagen, eine Reaktion auf Kohlenhydrate (bei anfälligen Menschen), ein Insulin-produzierender Tumor in der Bauchspeicheldrüse und einige Arten der bariatrischen Operation (chirurgischer Eingriff zur Gewichtsabnahme). Ein Abfall der Blutglukose verursacht Symptome wie Hunger, Schwitzen, Zittern, Müdigkeit, Schwäche und fehlendes klares Denkvermögen, während eine schwere Unterzuckerung Symptome wie Verwirrtheit, Krampfanfälle und Koma verursacht. Die Diagnose basiert auf dem Vorfinden von niedrigen Blutzuckerspiegeln, während Symptome auftreten. Die Symptome einer Unterzuckerung werden durch Aufnahme von Zucker in jeglicher Form behandelt. Die Dosierungen von Medikamenten, die eine Unterzuckerung verursachen, müssen eventuell reduziert werden.

Sehr niedrige Blutzuckerspiegel können die Funktion vieler Organsysteme beeinträchtigen. Vor allem das Gehirn reagiert auf empfindlich auf niedrige Blutzuckerspiegel, denn Zucker ist seine wichtigste Energiequelle. Um den Blutzuckerspiegel daran zu hindern, dass er zu weit unter den Normbereich abfällt, stimuliert das Gehirn

Nebennieren zur Ausschüttung von Epinephrin (Adrenalin) Nebennieren zur Ausschüttung von Kortisol Bauchspeicheldrüse zur Ausschüttung von Glukagon Hirnanhangdrüse (Hypophyse) zur Ausschüttung von Wachstumshormon

All diese Hormone führen dazu, dass die Leber Zucker in das Blut entlässt, aber manchmal erhöhen diese Hormone trotzdem den Blutzuckerspiegel nicht ausreichend, um eine Hypoglykämie zu verhindern. Wenn der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist, erhält das Gehirn nicht ausreichend Nährstoffe, was zu Verwirrung, Krampfanfällen oder Bewusstseinsverlust führt.

Die meisten Fälle von Unterzuckerung treten bei Diabetikern auf und werden durch Insulin oder andere Medikamente verursacht (besonders Sulfonylharnstoffe, siehe Medikamentöse Behandlung von Diabetes: orale Antidiabetika Orale verabreichte Antidiabetika Viele Menschen mit Diabetes benötigen Medikamente, die ihren Blutzuckerspiegel senken, die Symptome beseitigen und den Komplikationen bei Diabetes mellitus vorbeugen.

Es gibt zwei Arten von. Erfahren Sie mehr ), die eingenommen werden, um die Blutzuckerspiegel zu senken. Hypoglykämie tritt häufiger auf, wenn man besonders darum bemüht ist, die Blutzuckerspiegel auf einem so normalen Niveau wie möglich zu halten, oder wenn Betroffene, die Insulin nehmen, ihre Blutzuckerspiegel nicht oft genug kontrollieren.

Bei Diabetikern, die die Nahrungsmittelaufnahme reduzieren, um Gewicht zu verlieren, oder die eine chronische Nierenkrankheit Chronische Nierenerkrankung Bei einer chronischen Nierenerkrankung schreitet die Abnahme der Nierenfunktion über Monate bis Jahre langsam fort, und die Fähigkeit der Niere, Stoffwechselabbauprodukte aus dem Blut zu filtern.

Erfahren Sie mehr entwickeln, kommt es eher zu einer Hypoglykämie. Ältere Menschen sind anfälliger als jüngere für Unterzuckerungen als Reaktion auf Sulfonylharnstoffe. Wenn ein Diabetiker nach der Einnahme eines Diabetesmedikaments weniger als gewöhnlich isst oder sich körperlich mehr anstrengt, kann das Medikament den Blutzuckerspiegel zu stark absenken.

Menschen, die schon lange unter schwerem Diabetes leiden, sind für eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) in diesen Situationen besonders anfällig, da sie eventuell nicht genug Glukagon oder Adrenalin bilden können. Bestimmte Medikamente für andere Erkrankungen, vor allem Pentamidin, mit dem eine bei AIDS häufig auftretende Lungenentzündung (Pneumonie) behandelt wird, und Chinin, das bei Muskelkrämpfen angewendet wird, verursachen gelegentlich eine Hypoglykämie.

Bei ansonsten gesunden Menschen ist es unwahrscheinlich, dass längeres Fasten (auch über mehrere Tage) und verlängerte anstrengende körperliche Betätigung (auch nach einer Phase des Fastens) zu Unterzuckerung führt. Es gibt jedoch mehrere Erkrankungen oder Zustände, bei denen der Körper nach einer Zeit ohne Nahrung die erforderlichen Blutzuckerspiegel nicht aufrechterhalten kann (Nüchternhypoglykämie).

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Bei schweren Trinkern, die kaum essen, kann der Alkohol die Bildung von Glukose aus der Leber blockieren. Bei Personen mit Leberkrankheiten wie viraler Hepatitis Übersicht über akute Virushepatitis Bei einer akuten Virushepatitis wird eine Entzündung der Leber durch eine Infektion mit einem der fünf Hepatitisviren ausgelöst.

Bei den meisten Menschen beginnt die Entzündung plötzlich und. Erfahren Sie mehr, Zirrhose Leberzirrhose Die Zirrhose ist eine weit verbreitete Störung der inneren Struktur der Leber. Sie entsteht, wenn große Mengen des normalen Lebergewebes dauerhaft durch nicht funktionierendes Narbengewebe ersetzt. oder Krebs kann die Leber eventuell nicht ausreichend Glukose bilden und speichern. Kleinkinder und Kinder mit einem Defekt der Enzymsysteme, die die Glukoseverwertung kontrollieren (wie z.B. eine Glykogen-Speicherkrankheit Glykogenspeicherkrankheiten Glykogenspeicherkrankheiten sind Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels, die entstehen, wenn die am Stoffwechsel von Glykogen beteiligten Enzyme gestört sind, was häufig zu Wachstumsstörungen.

Erfahren Sie mehr ), können ebenfalls eine Nüchternhypoglykämie entwickeln. Eine seltene Ursache für eine Nüchternhypoglykämie ist ein Insulinom Insulinom Ein Insulinom ist ein seltener Tumor der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), der das Hormon Insulin bildet, das die Konzentrationen des Blutzuckers (Glukose) senkt.

Diese Tumore entstehen aus Zellen. Erfahren Sie mehr, ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse, der Insulin produziert. Krankheiten, die die Hormonbildung in der Hypophyse und den Nebennieren verringern (vor allem die Addison-Krankheit Nebenniereninsuffizienz Bei einer Nebenniereninsuffizienz produzieren die Nebennieren nicht genügend Nebennierenhormone. ), können zur Hypoglykämie führen. Andere Krankheiten wie die chronische Nierenkrankheit Chronische Nierenerkrankung Bei einer chronischen Nierenerkrankung schreitet die Abnahme der Nierenfunktion über Monate bis Jahre langsam fort, und die Fähigkeit der Niere, Stoffwechselabbauprodukte aus dem Blut zu filtern., Krebs und Sepsis Sepsis oder septischer Schock Sepsis ist eine heftige Reaktion des ganzen Körpers auf eine Bakteriämie oder eine andere Infektion zusammen mit der Funktionsstörung oder dem Versagen eines lebenswichtigen Systems im Körper. Erfahren Sie mehr können ebenfalls Hypoglykämie verursachen, vor allem bei schwerkranken Menschen.

Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) kann auftreten, nachdem eine Person eine sehr kohlenhydratreiche Mahlzeit zu sich genommen hat (reaktive Hypoglykämie), wenn der Körper aus irgendeinem Grund mehr Insulin als erforderlich produziert. Diese Reaktion tritt jedoch selten auf. In manchen Fällen treten bei Personen mit normalen Blutzuckerspiegeln Symptome auf, die mit Unterzuckerung verwechselt werden können.

Auch Probleme bei der Verwertung mancher Zucker (Fruktose und Galaktose) und Aminosäuren (Leucin) können eine Unterzuckerung hervorrufen, wenn die betroffene Person Nahrungsmittel zu sich nimmt, die diese Substanzen enthalten.

Leichte Hypoglykämie Schwitzen, Nervosität, Zittern, Ohnmacht, Herzklopfen und Hunger. Schwere Hypoglykämie: Schwindel, Ermüdung, Schwäche, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Verwirrung, undeutliche Sprache, verschwommenes Sehen, Krampfanfälle und Koma

Symptome von Unterzuckerung (Hypoglykämie) entwickeln sich zumeist erst, wenn der Blutzuckerspiegel unter 60 mg/dl (3,3 mmol/l) im Blut abgesunken ist. Manche Menschen entwickeln Symptome bei etwas höheren Spiegeln, vor allem, wenn der Blutzuckerspiegel rapide abfällt, andere wiederum haben keine Symptome, bis ihre Blutzuckerspiegel noch viel weiter abgefallen sind.

Zuerst reagiert der Körper auf einen Abfall der Blutzuckerspiegel, indem er über die Nebennieren Adrenalin ausschüttet. Adrenalin ist ein Hormon, das die Ausschüttung von Glukose aus den Körperspeichern anregt, aber auch Symptome verursacht, die einer Angstattacke ähneln: Schwitzen, Nervosität, Zittern, Ohnmachtsanfälle, Palpitationen und Hunger.

Bei schweren Unterzuckerungen wird die Glukoseversorgung des Gehirns verringert, was zu Schwindel, Müdigkeit, Schwäche, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Verwirrung und einem Benehmen führen kann, das möglicherweise mit einer Trunkenheit verwechselt wird, sowie eine undeutliche Aussprache, verschwommenes Sehen, Krampfanfälle und Koma verursachen kann.

Tests zur Messung des Glukosespiegels

Bei bekannten Diabetikern kann ein Arzt eine Unterzuckerung vermuten, wenn die Symptome beschrieben werden. Die Diagnose kann bestätigt werden, wenn niedrige Blutzuckerspiegel gemessen werden, während Symptome auftreten. Bei ansonsten gesunden Personen, die nicht an Diabetes leiden, können Ärzte eine Unterzuckerung normalerweise basierend auf den Symptomen, der Krankengeschichte, einer körperlichen Untersuchung und einfachen Tests erkennen.

Die Ärzte messen zuerst den Blutzuckerspiegel. Ein niedriger Blutzuckerspiegel bei einer Person, die typische Symptome einer Unterzuckerung aufweist, bestätigt die Diagnose bei einem Nichtdiabetiker, insbesondere wenn der Zusammenhang zwischen einem niedrigen Blutzuckerspiegel und den Symptomen mehr als einmal demonstriert wird.

Lassen die Symptome innerhalb von Minuten nach Zuckerzufuhr nach, wenn die Blutzuckerspiegel ansteigen, stützt dies die Diagnose. Wenn der Zusammenhang zwischen den Symptomen einer Person und dem Blutzuckerspiegel bei einem Nichtdiabetiker unklar bleibt, können weitere Tests erforderlich sein.

  • Häufig besteht der nächste Schritt darin, die Blutzuckerspiegel nach nächtlichem Fasten in einem Krankenhaus oder in einer anderen streng überwachten Umgebung zu messen.
  • Es können auch umfassendere Tests erforderlich sein.
  • Bei dem Verdacht, dass Arzneimittel wie Pentamidin oder Chinin die Unterzuckerung auslösen, wird das Medikament abgesetzt und die Blutzuckerspiegel werden gemessen, um festzustellen, ob sie ansteigen.

Bleibt die Ursache unklar, können weitere Labortests erforderlich sein. Wird ein Insulinom vermutet, können Messungen der Insulin spiegel im Blut während des Fastens (manchmal bis zu 72 Stunden lang) nötig werden. Wenn die Insulin messungen auf einen Tumor hindeuten, versucht der Arzt, ihn vor der Behandlung zu lokalisieren.

Verzehr von Zucker, um den Zuckergehalt im Blut anzuheben Änderung der Medikamentendosis Verzehr von mehreren kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt Manchmal chirurgischer Eingriff zur Entfernung eines Tumors

Personen mit Neigung zu Unterzuckerung sollten einen medizinischen Ausweis mit sich führen, um Mediziner über ihre Erkrankung zu informieren. Die Symptome einer Unterzuckerung lassen innerhalb von Minuten nach der Aufnahme von Zucker in jeglicher Form nach, z.B.

Süßigkeiten, Glukosetabletten oder einem süßen Getränk wie ein Glas Fruchtsaft. Menschen mit wiederkehrenden Unterzuckerungen, insbesondere Diabetiker, tragen gerne Glukosetabletten mit sich, da die Tabletten schnell wirken und eine konstante Zuckermenge liefern. Diesen Personen kann durch den Verzehr von Zucker gefolgt von Nahrungsmitteln geholfen werden, die länger anhaltende Kohlenhydrate enthalten (etwa Brot oder Salzkekse).

Wenn bei schwerer oder langanhaltender Unterzuckerung die orale Zuckeraufnahme nicht möglich ist, verabreichen Ärzte rasch Glukose intravenös, um Hirnschäden zu vermeiden. Menschen mit bekanntem Risiko für Episoden einer schweren Unterzuckerung können für Notfälle Glukagon mit sich führen.

Die Verabreichung von Glukagon regt die Leber an, große Glukosemengen freizusetzen. Es wird als Injektion oder durch einen neuen Naseninhalator verabreicht und normalisiert die Blutglukose innerhalb von 5 bis 15 Minuten wieder auf ein ausreichendes Niveau. Glukagon -Kits sind einfach anzuwenden, und Familienmitglieder können in der Verabreichung von Glukagon geschult werden.

Wenn ein Medikament zu Unterzuckerung führt, wird die Dosis angepasst, oder das Medikament wird gewechselt. Nichtdiabetiker, die zu Unterzuckerungen neigen, können Episoden oft vermeiden, indem sie häufige kleine Mahlzeiten anstatt drei große Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen.

Wie fühlt es sich an Unterzuckert zu sein?

Zuckertief: Traubenzucker und Apfelsaft helfen – Stellen sich die Anzeichen einer Unterzuckerung ein, können Traubenzuckerbonbons oder zuckerhaltige Getränke wie Apfelsaft und Limonaden helfen. Oft verschwinden die Beschwerden allerdings nach kurzer Zeit auch von selbst – vorausgesetzt, es liegt kein Diabetes oder eine andere Krankheit vor.

  1. Wichtig: Eine echte Hypoglykämie (siehe oben) muss auf jeden Fall sofort behandelt werden, da sie lebensgefährlich werden kann.
  2. Im Zweifelsfall den Arzt hinzuziehen.
  3. Der Unterzucker kann sich mit Zittern, Heißhunger und Sehstörungen äußern.
  4. Bei den ersten Symptomen am besten Traubenzucker pur essen, etwa fünf bis 20 Gramm Dextrose.

Sinkt der Zucker weiter ab, verliert der Betroffene das Bewusstsein. Hier muss sofort der Notarzt gerufen werden. Auch wenn die Unterzuckerung einmal glimpflich verlaufen ist oder sich gar wiederholt, empfiehlt sich eine ärztliche Untersuchung. Denn erstens können andere Krankheiten vermeintlich die Symptome eines Unterzuckers auslösen, obwohl gar keiner vorliegt.

  • Zweitens kann beispielsweise ein Ernährungsmediziner Essfehler aufdecken und Tipps geben, wie sich niedrige Glukosespiegel vermeiden lassen.
  • Drittens weisen häufig erniedrigte Zuckerwerte manchmal auf einen unerkannten Diabetes hin”, bemerkt Riedl.
  • Insbesondere, wenn bereits ein Familienangehöriger Diabetes mellitus hat, ist das Risiko, dass Verwandte ebenfalls daran erkranken, größer.

Experte Riedl rät, einen Diabetologen aufzusuchen, da dieser Facharzt die Blutzuckerwerte genau beurteilen kann. Was Passiert Wenn Der Blutzucker Zu Niedrig Ist Ratgeber Unterzucker (Hypoglykämie) Nicht nur ein hoher Blutzuckerspiegel ist problematisch. Zu niedrige Werte können sogar lebensgefährlich sein. Hier erfahren Sie, wie sich eine Hypoglykämie äußert und was bei Unterzucker zu tun ist

Kann die Psyche Unterzuckerung auslösen?

Angststörungen – Angststörungen sind bei Diabetikern nur unwesentlich häufiger anzutreffen, als bei Nichtdiabetikern. Treten sie jedoch auf, dann stehen sie oft in direktem Zusammenhang mit der Erkrankung. Diabetesspezifisch sind beispielsweise Ängste vor Hypoglykämien, vor Folgeerkrankungen oder vor Injektionen.

Doch was ist Angst überhaupt? Angst gehört zu unseren Grundgefühlen und ist die natürliche Antwort unseres Körpers auf bedrohliche Situationen. Sie wird erst dann zum Problem, wenn sie den Menschen in seinem Alltag einschränkt. Auf körperlicher Ebene zeigt sich die Angst durch schnellere Atmung, einen erhöhten Puls, der Blutdruck steigt und die Muskeln spannen sich an.

In der Urzeit des Menschen waren diese Reaktionen wichtig und sinnvoll, um schnell aus Gefahrensituationen fliehen oder kämpfen zu können. Der Körper schüttet in Stresssituationen u.a. Adrenalin aus, um körpereigene Energiereserven zu mobilisieren. Adrenalin ist allerdings auch ein Gegenspieler des Insulins. Was Passiert Wenn Der Blutzucker Zu Niedrig Ist Angst vor Hypoglykämien Um nicht in eine gefürchtete Unterzuckerung zu kommen, werden deutlich erhöhte Blutzuckerwerte in Kauf genommen. Oder die Angst vor dem Kontrollverlust in einer Unterzuckerung ist so groß, dass es zum Problem wird, das Haus überhaupt zu verlassen.

  1. Angst vor diabetischen Folgeerkrankungen Die übermäßige gedankliche Beschäftigung mit Folgeerkrankungen kann zu krankhaftem Grübeln und somit zu einer Angststörung führen.
  2. Angst vor Injektionen Aus Angst vor der Nadel, wird auf eine regelmäßige Insulinabgabe verzichtet, hohe Blutzuckerwerte sind die Folge.

Besonders PatientInnen mit Typ-1- Diabetes leiden häufig an einer Essstörung. Dabei treten ähnlich wie bei Nichtdiabetiker hauptsächlich Bulimie (Ess-Brech-Sucht) und die Anorexia nervosa (Magersucht) auf. Binge Eating ist eine relativ neu benannte Essstörung und tritt auch bei Typ-2-Diabetes auf.

Wie bei Bulimie essen die Betroffenen dabei unkontrolliert große Mengen an Lebensmitteln, ohne jedoch anschließend zu erbrechen. Dies bedeutet natürlich eine weitere Gewichtszunahme, eine verstärkte Insulinresistenz und somit wieder erhöhte Blutzuckerwerte. Allerdings existiert auch eine diabetesspezifische Essstörung: Insulin–Purging Besonders gefährdet sind junge Typ- 1-DiabetikerInnen.

Um abzunehmen wird möglichst wenig, teilweise gar kein Insulin gespritzt. Dadurch ist der Blutzuckerspiegel stets erhöht und ein großer Teil der durch die Nahrung zugeführten Kohlenhydrate steht dem Körper nicht als Energielieferant zur Verfügung, sondern wird über den Urin ausgeschieden.

Ist Banane gut bei Unterzucker?

Ist der Patient bei Bewusstsein: –

  1. Rasch verwertbare Kohlenhydrate einnehmen bzw. sollte der Angehörige sie geben, zum Beispiel vier Täfelchen Traubenzucker, Gummibärchen, 200 Milliliter Apfelsaft oder Limonade (keine Light-Produkte). Flüssige Zuckerlösung für unterwegs gibt es fertig aus der Apotheke. Je nach Hypoglykämie sollten es 20 bis 30 Gramm Glukose pro Gabe sein.
  2. Danach: Blutzucker messen. Nach circa 15 Minuten sollte er über 100 mg/dl (5,6 mmol/l) liegen. Bei weiterhin niedrigen Werten erneut Glukose geben.
  3. Anschließend muss ein Snack, eine Banane, ein belegtes Brot oder ein Müsliriegel, gegessen werden, um eine weitere Hypoglykämie zu verhindern.
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Warum keine Schokolade bei Unterzucker?

Freunde und Familie mit den Symptomen und Notfallmaßnahmen bei Hypoglykämien vertraut machen – Schnelle Kohlenhydrate wenden einen drohenden Unterzucker ab. Cola, gesüßte Säfte oder Traubenzucker eignen sich dazu. Von Schokolade oder anderen fetthaltigen Süßigkeiten sollte man hingegen die Finger lassen, rät die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1.

  1. Januar 2010.
  2. Denn das enthaltene Fett bremst die Aufnahme des bei Unterzucker dringend benötigten Zuckers ins Blut.
  3. Allerdings schießt der Blutzucker nach einer Unterzuckerung oft über das Ziel hinaus.
  4. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass möglicherweise mehr Kohlenhydrate aufgenommen wurden, als notwendig gewesen wären.

Stresshormone, die der Körper während einer Unterzuckerung ausschüttet, sorgen ebenfalls für einen erheblichen Blutzuckeranstieg, den man kaum vermeiden kann. Denn für den Körper ist nur wichtig, dass der Blutzucker steigt, eine Obergrenze sieht er nicht vor.

  • Nach überstandenem Unterzucker ist deshalb eine häufige Kontrolle des Blutzuckers das A und O.
  • Das kann Diabetikern das Leben retten: Freunde und Familie einweihen! Manchmal bemerken Menschen in der Umgebung viel eher, dass bei einem Diabetiker ein Unterzucker droht, als dieser selbst.
  • Deshalb ist es wichtig, dass sie mit den Symptomen und den Notfallmaßnahmen vertraut gemacht werden.

zuletzt bearbeitet: 29.12.2009 : Warum ist Traubenzucker für Menschen mit Diabetes bei einer Unterzuckerung besser als Schokolade?

Was essen bei unterzucker nachts?

Unterzuckerung im Schlaf | Die Techniker Eine Unterzuckerung äußert sich zum Beispiel durch Schweißausbrüche, Heißhunger, Herzklopfen, Kribbeln an den Lippen, Zittern, Verwirrtheit oder Aggressivität. Viele Betroffene bemerken jedoch erst nach dem Aufwachen Hinweise auf eine Unterzuckerung, zum Beispiel:

hohe morgendliche Glukosewertedurchgeschwitzte SchlafbekleidungAbgeschlagenheitKopfschmerzenErinnerungen an nächtliche Albträume

Wenn Sie nachts aufwachen und Anzeichen einer Unterzuckerung feststellen, sollten Sie sofort Ihren Blutzucker messen. Ist er tatsächlich zu niedrig, können Sie ihn durch Traubenzucker, Würfelzucker, Fruchtsäfte oder Cola-Getränke schnell wieder anheben.

Ausführliche

Wenn Sie eine Unterzuckerung im Schlaf befürchten, sollten Sie Ihren Blutzucker kontrollieren, bevor Sie schlafen gehen. Beachten Sie, dass sich Änderungen in Ihrem Alltag auf Ihren Blutzucker auswirken können, zum Beispiel wenn Sie weniger essen als üblich oder am Abend Sport getrieben haben.

  1. Grundsätzlich ist es sinnvoll, regelmäßige Schlafzeiten einzuhalten und abends auf Alkohol und Koffein zu verzichten.
  2. Da Alkohol viele Kohlenhydrate enthält, steigt der Blutzucker zunächst an.
  3. Gleichzeitig hemmt er die normale Zuckerneubildung in der Leber, so dass der Blutzucker wieder absinkt.
  4. Auch noch mehrere Stunden nach Alkoholkonsum besteht ein Risiko für eine schwere Unterzuckerung mit Bewusstlosigkeit.

Besonders gefährlich dabei: Ist die Leber durch den Alkohol blockiert, hilft auch die Glukagon-Injektion nicht mehr. In diesem Fall muss Glukose (Traubenzucker) direkt in die Vene gegeben werden. Wenn Sie eine nächtliche Unterzuckerung bemerken oder einen Verdacht haben, kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt.

  1. Gemeinsam besprechen Sie, welche Ursachen dafür vorliegen könnten.
  2. Bei Bedarf empfiehlt Ihnen der Arzt, Ihren Blutzucker über einen bestimmten Zeitraum in der Nacht und am Morgen zu messen.
  3. Unter Umständen ist auch eine kontinuierliche Glukosemessung hilfreich.
  4. In einzelnen Fällen kann es sinnvoll sein, das Basalinsulin zur Nacht niedriger zu dosieren oder eine spätabendliche Mahlzeit einzunehmen.

Auch eine Umstellung auf andere Insulin-Medikamente oder eine Insulinpumpe kann mitunter die Zahl der nächtlichen Unterzuckerungen verringern. Besonders Diabetiker mit Übergewicht und/oder Bluthochdruck leiden häufig unter schlafbezogenen Atemstörungen, auch bekannt als Schlaf-Apnoe.

  • Dabei schnarchen Betroffene in der Nacht laut und unregelmäßig.
  • Am nächsten Morgen fühlen sie sich unausgeschlafen und abgespannt.
  • Oft deutet das Schlaf-Apnoe-Syndrom auch auf ein erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen mit Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall hin.
  • Auch Depressionen, von denen Diabetiker häufiger betroffen sind als Nicht-Diabetiker, können zu Schlafstörungen führen und so die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken.

Meist lassen sich Schlafstörungen jedoch gut behandeln. Wenden Sie sich bei Problemen an Ihren Arzt.

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Auflage, Stand: 28.03.2018. URL: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/057-013l_S3-Therapie-Typ-1-Diabetes_2018-08.pdf (abgerufen am: 29.11.2018).Kern, Prof. Dr.W.: Unterzuckert in der Nacht – was tun? Diabetes-Journal, 2015/64 (12), S.30–32. URL: https://www.diabetes-online.de/infobox/a/unterzuckert-in-der-nacht-was-tun-1741294 (abgerufen am: 29.11.2018).

Schmeisl, G.W.: Schulungsbuch Diabetes.8. Auflage München: Elsevier 2015. : Unterzuckerung im Schlaf | Die Techniker

Warum plötzlich Unterzuckert?

Blutzuckerspiegel: Komfortzone von Mensch zu Mensch verschieden – Bei einer Unterzuckerung fehlt dem Köper meist Energie. Ursache kann eine fehlende Mahlzeit in Verbindung mit körperlicher Anstrengung sein. Dann treten die typischen Symptome für Unterzuckerung wie Schwitzen, Zittern oder Schwindel auf.

Manche Menschen spüren schon, wenn ein Deziliter Blut weniger als 70 mg Zucker enthält. Bei anderen hört die Komfortzone bereits bei 80 mg oder auch erst bei 60 mg auf. Zittern und Herzklopfen sind bei solchen Werten allerdings nur Symptome für eine einfache Unterzuckerung. Eine schwere Unterzuckerung wird auch als Hypoglykämie bezeichnet und beginnt, wenn dein Blut weniger als 40 mg Zucker pro Deziliter enthält.

Wie es um deinen Blutzuckerspiegel bestellt ist, kannst du zum Beispiel in Apotheken bestimmen lassen. Um die ermittelten Werte richtig interpretieren zu können, ist es wichtig zu wissen, wann deine letzte Mahlzeit war. Sonst wunderst du dich eventuell über extreme Werte.

Warum soll man morgens keinen Kaffee trinken?

Ist der Cortisolspiegel hoch, braucht man kein Koffein – Grund hierfür sei laut dem Neurowissenschaftler das Stresshormon Cortisol, das als natürlicher Wachmacher im Körper wirkt und den Stoffwechsel ankurbelt. Nach einem ausgiebigen Nachtschlaf ist die Konzentration morgens nach dem Aufstehen besonders hoch – ein natürlicher Vorgang, der uns in Schwung bringt.

Trinkt man dann auch noch Kaffee, wird der Cortisolspiegel zusätzlich erhöht und im Körper entsteht eine hohe Anspannung. Die Folge: Durch den morgendlichen Kaffeekick steigen Puls und Blutdruck, wir werden ängstlicher und anfälliger für Stress. Das Kaffeetrinken direkt nach dem Aufstehen hat also gar keinen Nutzen.

Vielmehr könne sich der Körper auf lange Sicht sogar an den zusätzlichen Koffeinschub gewöhnen und man bräuchte morgens immer mehr Kaffee, um überhaupt gut in den Tag starten zu können, so der Wissenschaftler.

Wann ist der Blutzucker zu niedrig Tabelle?

Wenn der Blutzuckerwert zu niedrig ist – Der Zuckerwert wird als zu niedrig eingestuft, wenn er bei unter 70 mg/dl oder 3,9 mmol/l liegt. Sinkt der Blutzuckerspiegel ab, können Symptome wie Hunger, Müdigkeit, Schwindel und Schweißausbrüche auftreten. Ein sehr niedriger Blutzuckerspiegel kann folgende Ursachen haben:

Insulinüberdosierung während einer DiabetestherapieÜberproduktion von Insulin ausgelöst durch Tumore in der BauchspeicheldrüseStörungen des Hormonhaushaltsübermäßige körperliche Arbeit und geringe NahrungszufuhrMangelernährung durch Alkohol, Fasten oder Nahrungsverweigerungschwerer Leberschaden, beispielsweise LeberzirrhoseAlkoholkonsum auf nüchternen Magen

Wenn Sie die Symptome eines Unterzuckers bemerken, sollten Sie das Defizit schnellstmöglich durch die Aufnahme von Nahrung ausgleichen. Unter Umständen kann ein länger andauernder niedriger Blutzucker einen Kreislaufkollaps, Krampfanfälle oder sogar einen Schockzustand auslösen.

  • Sollte es Ihnen oder einer Person in Ihrer Umgebung einmal so gehen, wählen Sie auf jeden Fall den Notruf und holen Sie Hilfe,
  • Der Blutzuckerwert hat einen starken Einfluss auf Ihr Körpergefühl.
  • Schwankungen des Zuckerspiegels können durch verschiedene Erkrankungen ausgelöst werden oder ein Anzeichen für Diabetes sein.

Sie sollten Ihre Werte regelmäßig von Ihrer hausärztlichen Fachperson überprüfen lassen, um eventuelle Beschwerden frühzeitig zu erkennen.

    Was Passiert Wenn Der Blutzucker Zu Niedrig Ist

    Welcher Blutzucker ist normal in welchem Alter?

    Welche Blutzuckerwerte sind ab 60 Jahren normal? – Die Blutzucker-Normwerte bei Diabetes im Alter unterscheiden sich von denen jüngerer Menschen. Für Personen mit niedrigerem Alter gelten diese Blutzucker-Richtwerte: 4

    nüchtern 3,3 bis 5,6 mmol/l (60 bis 100 mg/dl)
    nach dem Essen bis 7,8 mmol/l (140 mg/dl)

    Bei Betroffenen ab 60 Jahren empfehlen Geriater:innen (Spezialistinnen und Spezialisten der Altersmedizin) folgende Blutzuckerwerte : 5

      not below six (nicht unter sechs): im nüchternen Zustand immer über 6 mmol/l (108 mg/dl) never below five (nie unter fünf): im weiteren Tagesverlauf nie unter 5 mmol/l (90 mg/dl)

    Außerdem gilt die Faustregel not before seven (nicht vor sieben): Sie besagt, dass erst dann Medikamente eingesetzt werden sollten, wenn der Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand mehrfach über 7 mmol/l (126 mg/dl) liegt.5

    Was ist schlimmer über oder unterzucker?

    Überzuckerung und Unterzuckerung: Ursachen und Symptome – Wird der körpereigene Stoff Insulin gar nicht oder in zu geringer Menge produziert, kann der Zucker, der im Blut zirkuliert, nicht mehr abgebaut werden und steigt über das gesunde Maß an. Ist dies der Fall, so spricht man von einer Überzuckerung ( Hyperglykämie ).

    1. Am häufigsten kommt eine Überzuckerung bei Diabetikern des Typs 1, einer Erkrankung, bei der kein Insulin mehr von der Bauchspeicheldrüse produziert wird und bei Diabetikern des Typs 2, bei dem das Insulin in nicht ausreichender Menge zur Verfügung steht, vor.
    2. Bei beiden Diabetes-Typen muss mit entsprechenden Maßnahmen dauerhaft auf den gestörten Stoffwechsel eingewirkt werden, um den Blutzucker gezielt zu senken.

    Machen Sie jetzt den Diabetes-Risiko-Test ! Kommt es dennoch zu einer Überzuckerung, so können die Folgen von leichteren Beschwerden bis hin zum Koma reichen. Symptome einer Überzuckerung sind beispielsweise:

    starkes Durstgefühl, vermehrter Harndrang, Schwächegefühl, Müdigkeit, Schlappheit, beschleunigter Herzschlag, vertiefte Atmung, abfallender Blutdruck sowie Übelkeit und Erbrechen.

    Wird die Überzuckerung nicht behandelt, verschlimmert sich der Zustand des Betroffenen dramatisch. Es besteht Lebensgefahr! Sinkt der Blutzuckerspiegel zu stark ab, so spricht man von einer Unterzuckerung ( Hypoglykämie ). Zur Unterzuckerung kann es bei ungenügender Kontrolle eines Diabetes kommen.

    Auch erhöhter Alkoholgenuss ohne zusätzliche Nahrungszufuhr kann zur Unterzuckerung führen. Bei der Unterzuckerung ist die Glukoseversorgung der Organe nicht mehr in ausreichendem Maße gegeben. Da die körpereigenen Zellen, vor allem die des Gehirns, jedoch auf eine ausreichende Zuckerversorgung angewiesen sind, kommt es zu einem Mangel, der sich durch Heißhunger äußert.

    Auch Symptome wie feuchte und blasse Haut, Schweißausbrüche, Angst, Herzrasen, Zittern und Verwirrtheit können die Unterzuckerung begleiten. Wird die Unterzuckerung nicht ausgeglichen, können sich die Beschwerden verschlimmern und bis zu Bewusstseinstörungen, Bewusstlosigkeit, Krämpfen und Lähmung führen.

    Warum plötzlich Unterzuckert?

    Blutzuckerspiegel: Komfortzone von Mensch zu Mensch verschieden – Bei einer Unterzuckerung fehlt dem Köper meist Energie. Ursache kann eine fehlende Mahlzeit in Verbindung mit körperlicher Anstrengung sein. Dann treten die typischen Symptome für Unterzuckerung wie Schwitzen, Zittern oder Schwindel auf.

    Manche Menschen spüren schon, wenn ein Deziliter Blut weniger als 70 mg Zucker enthält. Bei anderen hört die Komfortzone bereits bei 80 mg oder auch erst bei 60 mg auf. Zittern und Herzklopfen sind bei solchen Werten allerdings nur Symptome für eine einfache Unterzuckerung. Eine schwere Unterzuckerung wird auch als Hypoglykämie bezeichnet und beginnt, wenn dein Blut weniger als 40 mg Zucker pro Deziliter enthält.

    Wie es um deinen Blutzuckerspiegel bestellt ist, kannst du zum Beispiel in Apotheken bestimmen lassen. Um die ermittelten Werte richtig interpretieren zu können, ist es wichtig zu wissen, wann deine letzte Mahlzeit war. Sonst wunderst du dich eventuell über extreme Werte.