Was Ist Wenn Man Druck Im Kopf Hat
Synonym: Kopfschmerz vom Spannungstyp, Muskelkontraktions-Kopfschmerz, Stresskopfschmerz, psychogener Kopfschmerz, tension headache, tension-type headache, TTH Kopfschmerzen, die wie ein Hut auf den Kopf drücken, nennt man Spannungskopfschmerzen. Sie sind die häufigsten Kopfschmerzen überhaupt.

  • Als Spannungskopfschmerzen werden dumpfe, ziehende oder drückende Kopfschmerzen bezeichnet, die im Allgemeinen beidseitig am Kopf auftreten.
  • Die Schmerzen sind oft mit einem Druckgefühl – wie ein zu enger Hut – verbunden.
  • Sie sind schwach bis mittelstark ausgeprägt und können wenige Minuten, aber auch mehrere Tage anhalten.

Typisch für Spannungskopfschmerzen ist, dass körperliche Bewegung sie nicht verstärkt, sondern eventuell sogar vermindern kann. Schätzungen zufolge leiden etwa neun von zehn Schweizer und Schweizerinnen einmal im Leben an Spannungskopfschmerzen, die Hälfte sogar einmal im Jahr.

  • Bleiben die Schmerzen dauerhaft oder treten sie mehr als 15-mal innerhalb eines Vierteljahrs auf, sprechen Ärzte vom chronischen Spannungskopfschmerz.
  • Davon geplagt werden etwa 3% der Bevölkerung.
  • Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.
  • Haben Sie das Gefühl, Ihr Kopf steckt in einem zu engen Hut? Fühlen Sie beidseitig am Kopf einen dumpfen und drückenden Schmerz, der in den Nacken zieht? Diese Symptome gehören zu den typischen Spannungskopfschmerzen.

Wie die Beschwerden genau aussehen, ist von Person zu Person sehr verschieden. Auch die jeweiligen Schmerzattacken unterscheiden sich in ihrer Stärke, ihrer Dauer und den Symptomen. Doch meist sind die Beschwerden moderat, also leicht bis mittelschwer, und die Betroffenen fühlen sich in der Bewältigung ihres Alltags kaum eingeschränkt.

Kopfschmerzen vom Spannungstyp gehören, wie Migräne und Cluster-Kopfschmerz, zu den primären Kopfschmerzen: Sie sind nicht die Folge einer anderen Erkrankung, sondern die Kopfschmerzen sind die Erkrankung. Aus medizinischer Sicht sind Spannungskopfschmerzen nicht gefährlich, sie können aber chronisch werden.

Kommen die Symptome oft und dauerhaft, haben sie durchaus einen Einfluss auf das Lebensgefühl der Betroffenen. Die Kopfschmerzen sind genauer charakterisiert als:

Nicht genau lokalisierbar im Bereich des gesamten Kopfs, beidseitig in der Schläfengegend und im Stirnbereich, aber auch an den Kopfseiten und am Hinterkopf Gefühl wie ein Ring, ein zu enger Hut oder gar ein Schraubstock Dumpf drückend, ziehend, aber nicht pulsierend Oft verkrampfte Nacken- und Schultermuskulatur Stärke schwach bis mittelstark, wie eine Störquelle im Hintergrund – selten so stark, dass die Betroffenen in ihren sozialen Aktivitäten eingeschränkt oder gar arbeitsunfähig sind Beginnen oft vormittags und verstärken sich zum Nachmittag hin, können aber zu jeder Tageszeit auftreten Erhöhen sich nicht durch körperliche Tagesroutinen, sondern können sich durch Aktivitäten sogar verbessern Dauer zwischen 30 Minuten und sieben Tagen Sehr selten begleitet von Licht- oder Lärmempfindlichkeit Keine Übelkeit oder Erbrechen, Appetitlosigkeit kann vorkommen

Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft IHS (International Headache Society) unterscheidet anhand der Anzahl der Attacken zwei Arten von Spannungskopfschmerzen:

Episodischer Spannungskopfschmerz: Treten die Kopfschmerzen nur gelegentlich auf und verschwinden immer wieder, spricht man von episodischen Spannungskopfschmerzen. Kommt es bei den Betroffenen an weniger als zwölf Tagen im Jahr zu Kopfweh, gehört das zum Untertyp sporadisch auftretender episodischer Spannungskopfschmerz. Als häufigen episodischen Spannungskopfschmerz bezeichnen ihn die Mediziner, wenn er die Betroffenen monatlich mindestens 1-mal und höchstens 14-mal plagt. Chronischer Spannungskopfschmerz: Bei regelmässig mehr als 15 Kopfschmerztagen im Monat für mehr als vier Stunden über mindestens die letzten drei Monate handelt es sich um chronischen Spannungskopfschmerz.

Wie werde ich den Druck im Kopf los?

Spannungskopfschmerzen: Sanfte Tipps gegen starken Druck Fast jeder kennt sie, keiner will sie – Spannungskopfschmerzen. Doch was tun, wenn der Schädel mal wieder dröhnt und die Schläfen pochen? Neben Schmerztabletten gibt es auch noch andere, ganz natürliche Mittel und Methoden, um dem Schmerz die Stirn zu bieten.

  • Laut der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft leiden etwa 90 Prozent der Menschen mit Kopfschmerzen entweder an Migräne oder an Spannungskopfschmerzen.
  • Das mag für die Betroffenen im ersten Moment kein Trost sein, hat aber zur Konsequenz, dass sich viele Experten mit dem Thema beschäftigt haben.

Daraus resultiert die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen sind Spannungskopfschmerzen aus medizinischer Sicht nicht gefährlich. Schmerzgeplagte wünschen sich verständlicherweise dennoch schnelle Hilfe. Der Griff zur Schmerztablette ist verführerisch, meist aber nicht nötig.

  1. Ein erster Behandlungsansatz ist die Ursachenforschung.
  2. Um herauszufinden, was die Beschwerden verursacht, können Betroffene ein Kopfschmerztagebuch führen.
  3. Treten die Schmerzen beispielsweise immer unmittelbar nach dem Aufstehen auf, könnten nächtliches Zähneknirschen oder Schnarchen die Ursache sein.

Auch muskuläre Verspannungen, eine Sehschwäche oder eine Lebensmittelunverträglichkeit lösen häufig Spannungskopfschmerzen aus”, erklärt Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer GEK. In diesen Fällen können Hilfsmittel wie Zahnschiene oder Brille beziehungsweise Sport und eine Ernährungsumstellung helfen.

Ausreichend trinken: Klingt banal, ist aber wirksam, vorausgesetzt, es wird Wasser getrunken. Denn häufig ist auch Wassermangel ein Kopfschmerzauslöser, weil neben Muskeln und Organen vor allem das Gehirn nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Pfefferminzöl: Einfach einige Tropfen verdünntes Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen reiben und warten, bis der Schmerz nachlässt. Nachdem in Studien nachgewiesen werden konnte, dass 77 Prozent der Probanden nach der Anwendung auf eine Schmerztablette verzichten konnten, hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin diese Empfehlung in ihre Leitlinien aufgenommen. Bewegung an der frischen Luft: Ein Spaziergang an der frischen Luft fördert die Durchblutung und sorgt dafür, dass der Kopf mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Selbstmassage: Das Massieren der Schmerzpunkte reduziert den Druck. Diese Punkte sitzen an den Schläfen oder an der Stirn und lassen sich problemlos selbst massieren. Nach etwa 30 Sekunden eine kurze Pause machen und anschließend beliebig oft wiederholen. Wärme oder Kälte: Ein warmes Bad oder eine heiße Dusche können Verkrampfungen lösen und so den Schmerz lindern. Manchen Patienten hilft es auch, mit der warmen Luft eines Föhns über Hinterkopf, Nacken und Schultern zu kreisen. Genauso wirksam kann aber auch ein Kältereiz sein. Entweder nur einen kalten Waschlappen auf die Stirn legen oder einmal kalt abduschen. Ob Wärme oder Kälte besser hilft, muss jeder selbst ausprobieren.

Bei sehr starken Kopfschmerzen ist ein gelegentlicher Griff zu einer Kopfschmerz-Tablette okay. Welche die richtige ist, wissen Arzt oder Apotheker. Kehren die Schmerzen immer wieder, ist das ein Fall für einen Arzt. Info: Experten unterscheiden bei Spannungskopfschmerzen je nach Dauer und Häufigkeit des Auftretens zwischen episodischen und chronischen Formen.

Warum habe ich so ein Druck im Kopf?

Der besondere Fall – Akromegalie: unerträglicher Druck im Kopf Archiv Unerträgliche Kopfschmerzen, Schwellungen und schließlich ungewöhnliches Wachstum von Knochen und Organen: Die Ursache für diese Symptome kann ein gutartiger Tumor im Gehirn sein, der dazu führt, dass zu viele Wachstumshormone produziert werden. Was Ist Wenn Man Druck Im Kopf Hat Unerträglichen Kopfschmerzen: Die Ursache kann ein gutartiger Tumor an der Hirnanhangdrüse sein (dpa/picture alliance/Frank Rumpenhorst) “Wir alle kennen Richard Kiel, den Beißer aus James Bond, den kennen viele Menschen.” In dieser Geschichte geht es nicht um den Schauspieler Richard Kiel, den die Ärztin Prof.

Dagmar Führer erwähnt. Auch nicht um James Bond, aber um eine junge Frau, deren Fall auf bizarre Weise Berührungspunkte mit jener Filmfigur des “Beißers” aus zwei Bond-Streifen hat. Doch der Reihe nach. Irina Weber ist 32, als ihre Beschwerden anfangen: “Es fing mit normalen Kopfschmerzen an, was für mich total ungewöhnlich war, weil ich davor nie Kopfschmerzen hatte.” Die dreifache Mutter macht sich zunächst wenig Sorgen.

Doch es hört nicht auf: “Man macht sich dann schon Gedanken, ist das auch wirklich normal, dass man dann pro Woche ein-, zweimal die Kopfschmerzen hat, manchmal auch dreimal?” Auch ihr Mann Waldemar beobachtet, dass es seiner Frau langsam schlechter geht: “Die kamen ja auch so plötzlich, mehr oder weniger.

Aber dann wurde es immer häufiger und häufiger, dann fing es mit Schmerzmitteln an, das steigerte sich.” Unerträgliche Kopfschmerzen, taube Finger, Verspannungen Zu allem Überfluss bekommt sie auch noch Probleme mit der rechten Hand: “Meine rechte Hand wurde an den Fingern immer so kribbelig, die Finger wurden taub, dann war für mich der Punkt erreicht, wo ich sagte: Ok, jetzt müsstest du doch vielleicht mal zum Arzt gehen.” Ihr Hausarzt tippt auf das sogenannte Karpaltunnel-Syndrom.

Ein eingeklemmter Nerv im Handgelenk. Da helfe nur eine OP. Und der Kopfschmerz? Der sei bestimmt ein verspannter Nacken, sagt der Arzt. Und verschreibt Krankengymnastik. “Der Karpaltunnel wurde dann aber auch operiert, Kopfschmerzen blieben.” Die Hand ist wieder ok.

Der angeblich verspannte Nacken wird nun erstmals per MRT untersucht. “Ergebnis: Sie haben einen Bandscheibenvorfall.” Viele Therapieversuche – alle vergeblich Damit ist wenigstens klar, was es ist, denkt Irina Weber. Es folgen mehrere Therapieversuche, Akupunktur, wieder Medikamente. Doch alles vergeblich.

Spätestens jetzt wäre es an der Zeit gewesen, mal etwas genauer nachzuforschen, sagt Dagmar Führer von der Uniklinik Essen. Sie wird Irina Weber sechs Jahre später behandeln, zu einem Zeitpunkt, als die junge Frau der völligen Verzweiflung nahe ist. “Das Entscheidende ist, dass es bei den Kopfschmerzen ja nicht so ganz geblieben ist bei der Patientin.

  • Und dass man dem nachgehen muss, wenn das nicht besser wird.
  • Eine junge Frau, die Therapie hat nicht richtig angesprochen, da muss man sagen: Da passt was nicht ganz.” Doch das ärztliche Nachforschen bleibt aus.
  • Der Hausarzt greift bei Irinas nächstem Besuch wie gehabt zum Rezeptblock.
  • Jetzt nähert er sich allerdings den letzten Reserven der Schmerzmedizin: Er verschreibt ein Opioid.
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“Hat auch gewirkt, da war ich aber selber als Person fertig. Ich war wie benebelt. Wenn ich die Tablette genommen habe, ich war wie ausgeschaltet.” Irina will sich nicht mit ihrem Zustand zufrieden geben, sucht nacheinander eine Rückenklinik in Bochum, dann einen Neurologen auf.

Den Ärzten fällt nichts Neues ein. Der Druckschmerz im Kopf zieht mittlerweile über das Gesicht, über den Hals. Sie kann nachts kaum noch schlafen, der Schmerz hat sich wie ein dicker Schleier über ihr ganzes Leben gelegt. Und sie stellt merkwürdige Veränderungen an sich fest, vor allem an den Händen: “Meine Hände schwellen an, mein Ehering passt nicht mehr.” Es folgt eine Untersuchung auf Rheuma – ohne Ergebnis.

Es ist Januar 2014. Eine Freundin gibt ihr schließlich einen Tipp. Sie kenne eine gute Orthopädin. Die verfolge auch alternative Ansätze. “Und dann sagte sie zu mir: Frau Weber, ich schicke sie mal zum Neurologen, da soll endlich mal ihr Schädel untersucht werden. Was Ist Wenn Man Druck Im Kopf Hat Mit einer Tomographie des Schädels kann der gutartige Tumor entdeckt werden. (dpa-Zentralbild / Jan-Peter Kasper / FSU ) Entscheidende Diagnose viel zu spät Fast sieben Jahren nach dem Beginn ihrer Schmerzen folgen jetzt die entscheidenden Diagnoseschritte.

  1. Viel zu spät, sagt Dagmar Führer.
  2. Was ganz besonders traurig ist, dass so spät eine Bildgebung vom Kopf gemacht wurde bei jemand, der so lange Kopfschmerzen hat – wir sind in Deutschland ja sonst sehr forsch mit Diagnostik.
  3. Was aber noch trauriger ist: Dass zu dem Zeitpunkt immer noch niemand an die eigentliche Diagnose gedacht hat, die eine Blickdiagnose übrigens ist bei der Patientin.

Der Ehering, der geweitet werden muss, die Handschuhe, die nicht mehr passen, das Karpaltunnelsyndrom, die Kopfschmerzen – das ist das Krankheitsbild.” Statt einfach mal mit offenen Augen zu schauen macht der Radiologe, an den Irina Weber überwiesen wird, die angekündigte Schädel-Tomographie.

  • Der Arzt ruft sie zu sich.
  • Ja Frau Weber, sie haben ein Hypophysenmakroadenom.
  • Und ich fragte: Was ist das? Ja, das wird ihnen ihr Arzt schon erklären.
  • Ich weiß nicht, wie ich an dem Tag nach Hause gekommen bin, es hat sich alles gedreht.
  • Im Nachhinein denke ich mir: Ich kenne meinen Körper, ich wußte immer, dass mit mir was nicht stimmt.” Gutartiger Tumor mit drastischen Folgen Ein Adenom, ein gutartiger Tumor der Hirnanhangdrüse.

Er produziert Wachstumshormone im Überfluss. Eine seltene, aber dennoch in Fachkreisen recht berühmte Erkrankung namens Akromegalie. “Ein Beispiel, das wir auch den Studenten immer sagen, ist die Geschichte von David und Goliath, der Goliath, der Riese, hat mit großer Wahrscheinlichkeit eine Akromegalie gehabt.” Und jetzt kommt auch wieder James Bond ins Spiel: “Wir alle kennen Richard Kiel, den Beißer aus James Bond, den kennen viele Menschen, das ist die Akromegalie.

” Nach der OP: Der Druck ist fort, der Kopf wieder frei Der über zwei Meter große Mann aus “Der Spion, der mich liebte” und “Moonraker” hatte die gleiche Erkrankung wie Irina Weber. Und die hat drastische Folgen: Kopfschmerz, Karpaltunnelsyndrom, Wachstum von Knochen, Organen, von Weichteilgewebe an Händen, Füßen, Nase, Ohren.

Zum Glück folgt jetzt sofort die Therapie – in der Uniklinik Essen bei der Endokrinologin Dagmar Führer. Das Adenom, der hormonproduzierende Tumor, wird Irina dort in einer Operation entfernt. Das ist gerade mal zwei Wochen her. Aber klar ist jetzt schon: Die OP markiert das Ende der langen Leidensgeschichte.

  1. Nie wird Irina das Gefühl vergessen, als sie aus der Operation aufwacht.
  2. Dein Kopf ist so frei.
  3. Da stimmt was nicht, das Gefühl kennst du schon seit Jahren nicht mehr, dass da kein Druck ist.
  4. Du bist vom Kopf her schmerzfrei.” Der gutartige Tumor ist weitgehend entfernt, sie muss aber weiter Medikamente nehmen.

Dennoch kann Irina Weber zuversichtlich sein, dass sie von jetzt an ein ganz normales Leben führen kann, vor allem ohne diese unerträglichen Kopfschmerzen. “Irgendwo bin ich auch stolz, dass ich nicht aufgeben habe, dass ich trotzdem weiter zu den Ärzten gegangen bin und neue aufgesucht habe und immer wieder meine Geschichte erzählt habe, und dass ich nicht auf deutsch gesagt bekloppt bin.” : Der besondere Fall – Akromegalie: unerträglicher Druck im Kopf

Wie fühlt sich Druck im Kopf an?

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz: Man unterscheidet verschiedene Arten, wobei der Spannungskopfschmerz zu den häufigsten zählt. Wie man ihn am besten behandelt und welche Maßnahmen es zur Vorbeugung gibt, erklärt Dr. Markus Wimmer. Ziehend, drückend und ein Gefühl, als ob ein enger Helm am Kopf sitzen würde – so beschreiben viele Patienten Spannungskopfschmerzen.

Dabei tritt der Schmerz meist beidseitig auf und ist von leichter bis mittlerer Intensität. Auch können sich Begleitsymptome wie eine leichte Übelkeit bemerkbar machen. Erbrechen kommt allerdings nicht vor. Im Vergleich zur Migräne treten diese Beschwerden aber seltener auf. Darüber hinaus gilt: „Typischerweise verstärkt sich der Kopfschmerz bei körperlicher Betätigung nicht, sondern wird oft sogar leichter”, sagt Dr.

Markus Wimmer, oberärztlicher Leiter der Schmerzambulanz und der Station für neurologische Schmerzmedizin am AKH Linz. Die Symptome können wenige Stunden bis mehrere Tage andauern. Treten die Beschwerden mehr als 15mal pro Monat über mindestens drei Monate auf, handelt es sich um einen chronischen Spannungskopfschmerz.

Wie merkt man zu hohen Hirndruck?

Die idiopathische intrakranielle Hypertonie ist durch einen erhöhten Hirndruck (intrakranieller Druck) charakterisiert. Der Auslöser für diese Störung ist unbekannt.

Die Betroffenen haben tägliche oder fast tägliche Kopfschmerzen, manchmal begleitet von Übelkeit, Sehstörungen (verschwommenes oder doppeltes Sehen) und Geräuschen im Kopf (Tinnitus). Der Kopf wird durchleuchtet, um mögliche Ursachen für einen erhöhten Druck auszuschließen, und es wird eine Spinalpunktion durchgeführt. Ohne sofortige Behandlung kann das Sehvermögen verloren werden. Gewichtsreduzierung, Einsatz von Diuretika, um Flüssigkeiten im Gehirn zu reduzieren, und periodische Spinalpunktionen, um den Hirndruck zu senken, können helfen. Dennoch ist manchmal eine Operation notwendig.

Eine idiopathische intrakranielle Hypertonie tritt bei nur 1 von 100.000 Menschen auf, normalerweise bei Frauen im gebärfähigen Alter. Unter jungen übergewichtigen Frauen ist sie allerdings 20-mal üblicher. Dadurch, dass immer mehr Menschen an Übergewicht leiden, ist die Erkrankung immer häufiger.

  • Die Ursache für den erhöhten Druck innerhalb des Schädels ist nicht bekannt.
  • Manche Menschen sind jedoch anfälliger für eine idiopathische intrakranielle Hypertonie, da bei ihnen die großen Venen (Hirnsinus), die Blut vom Gehirn abtragen, kleiner sind als gewöhnlich.
  • Das Blut fließt dann langsamer aus dem Gehirn ab und staut sich folglich, was den Druck im Gehirn bzw.

im Schädel erhöht. Wie genau Übergewicht zur Erhöhung des Drucks innerhalb des Schädels beiträgt, ist nicht bekannt. Jedoch kann überschüssiges Fett im Bauch den Druck im Brustkorb erhöhen, wodurch das Blut möglicherweise nicht aus dem Kopf in den Brustkorb fließt, wie dies normalerweise der Fall ist.

  1. Dadurch kann sich der Druck innerhalb des Schädels erhöhen.
  2. Bei der idiopathischen intrakraniellen Hypertonie ist der erhöhte Druck nicht das Ergebnis einer anderen feststellbaren Störung, wie eines Tumors, einer Infektion, eines Blutgerinnsels oder einer Blockade, welche die Flüssigkeit, die das Gehirn umgibt (Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit), daran hindert, normal abzufließen.

Das erste Anzeichen einer Sehschwäche ist die Einschränkung des Gesichtsfeldes (Verlust der peripheren Sicht). Dies kann zunächst unbemerkt bleiben. Infolgedessen kann es sein, dass die Betroffenen ohne ersichtlichen Grund gegen Gegenstände stoßen. Die Sicht kann während kurzer Zeit verschwommen sein, was manchmal durch eine Veränderung der Position ausgelöst wird und mehrere Male abklingen und wieder auftreten kann.

Das spätere Stadium dieser Erkrankung ist durch eine verschwommene Sicht charakterisiert, und es kann rasch zur Erblindung kommen. Bis zu einem Drittel der Betroffenen verliert ihr Sehvermögen teilweise oder komplett an einem oder beiden Augen. Das verlorene Sehvermögen kehrt gewöhnlich nicht zurück, auch dann nicht, wenn der Hirndruck verringert wird.

Bei einigen wird die Störung chronisch und zunehmend schlimmer und das Erblindungsrisiko steigt. Eine intensive ärztliche Überwachung und Behandlung dieser Personen kann sie vor dem Verlust ihres Sehvermögens bewahren. Die idiopathische intrakranielle Hypertonie tritt bei ca.10 bis 20 Prozent der Betroffenen wiederholt auf.

Untersuchung durch den Arzt Bildgebende Verfahren Eine Spinalpunktion

Gewöhnlich vermutet der Arzt eine idiopathische intrakranielle Hypertonie auf Basis der Symptome und einer körperlichen Untersuchung. Manchmal wird sie aufgrund eines Papillenödems vermutet, welches im Ophthalmoskop während der Routineuntersuchung entdeckt wird.

Eine Magnetresonanzvenografie wird durchgeführt, um die großen Venen (Hirnsinus) zu untersuchen, die Blut vom Gehirn abführen. Mit diesem Test kann festgestellt werden, ob die Hirnsinus verengt oder blockiert sind. Verengte Hirnsinus können die einzige Anomalie sein, die bei Patienten mit idiopathischer intrakranieller Hypertonie durch bildgebende Tests nachzuweisen sind.

Eine Magnetresonanztomografie (MRT) des Gehirns wird ebenfalls durchgeführt, um andere Auffälligkeiten festzustellen, die den Druck im Schädel erhöhen könnten. Durch diese und weitere Tests lassen sich andere mögliche Ursachen des erhöhten Hirndrucks feststellen oder ausschließen (wie ein Gehirntumor, der den Hirnsinus blockiert).

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Acetazolamid oder Topiramat, um den Druck im Schädel zu senken Schmerzmittel oder Arzneimittel zur Behandlung von Migräne Bei Bedarfs Gewichtsabnahme Bisweilen ein operativer Eingriff, um den Druck im Schädel zu senken

Die idiopathische intrakranielle Hypertonie klingt zuweilen ohne Behandlung ab. Die Behandlung der idiopathischen intrakraniellen Hypertonie konzentriert sich auf Folgendes:

Linderung der Symptome Druckverringerung im Schädel Erhalt der Sehkraft

Medikamente wie Tetrazyklin, die als Auslöser dieser Störung bekannt sind, sollten abgesetzt werden. Übergewichtige Menschen mit idiopathischer intrakranieller Hypertonie sollten abnehmen, da dadurch der Schädeldruck gesenkt werden könnte. Bereits bei einer Gewichtsabnahme von 10 Prozent kann eine idiopathische intrakranielle Hypertonie geheilt werden.

Programme zur Gewichtsreduktion sind jedoch oft erfolglos. Zur Senkung des Drucks im Schädel wird oftmals Acetazolamid oder Topiramat zur oralen Einnahme verschrieben. Acetazolamid und Topiramat sind wirksam, weil sie die Menge an Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit reduzieren, die im Gehirn gebildet wird. Der Nutzen täglicher oder wöchentlicher Spinalpunktionen, um Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit zu entfernen, ist umstritten.

Diese Behandlung kann eingesetzt werden, wenn Menschen das Sehvermögen zu verlieren drohen, während sie auf eine wirksamere Behandlung warten (wie z.B. ein chirurgischer Eingriff zur Entlastung des Schädeldrucks). Bei regelmäßigen Spinalpunktionen werden die Betroffenen eng überwacht, um festzustellen, ob der Druck abfällt. kann erneut durchgeführt werden, um zu bestimmen, ob die Spinalpunktionen die Hirnsinus erweitert haben. Wenn diese Venen erweitert sind, kann mehr Blut aus dem Gehirn abfließen, und der Druck im Schädel sinkt. Falls die Sehkraft trotz dieser Maßnahmen nachlässt, kann eine Operation erforderlich sein, um den Druck innerhalb des Schädels zu senken, die das Sehvermögen möglicherweise rettet.

Fenestration der Sehnervenscheide Shunt Stent-Implantation

Bei der Fenestration der Sehnervenscheide werden Schlitze in den Mantel des Sehnervs hinter dem Augapfel geschnitten. Diese Schlitze ermöglichen der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit, in das umliegende Gewebe um das Auge herum auszutreten, wo sie absorbiert wird.

Ein Shunt ist ein Kunststoffschlauch, der für eine ständige Drainage sorgt. Er kann operativ so eingesetzt werden, dass überschüssige Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit ablaufen kann. Der Shunt wird in eine der Hirnkammern oder im Raum unterhalb des Rückenmarks im unteren Rückenbereich eingeführt. Der Schlauch wird unter der Haut, normalerweise im Bereich des Bauchs, angebracht, wo überschüssige Flüssigkeit ablaufen kann.

Bei der Stent-Implantation wird ein aus einem Drahtgeflecht bestehendes Röhrchen (der Stent) in einen verengten Hirnsinus eingesetzt. Der Stent wird dann geöffnet, um den Hirnsinus zu erweitern. HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN Copyright © 2022 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Welcher Arzt bei Druck im Kopf?

Schwerpunktthema Es sticht, hämmert oder drückt – Kopfweh! Allein in Deutschland leiden mehr als 70 Prozent der Menschen zeitweise unter Kopfschmerzen. Die Ursachen sind ebenso vielfältig wie die Kopfschmerzarten. Anlässlich des Weltkopfschmerztages erklärt Dr.

  1. Med. Irene Zerkaulen vom Helios Klinikum München West den Unterschied zwischen Kopfschmerzen und Migräne.
  2. Zudem verrät die leitende Oberärztin für Neurologie und Neurogeriatrie wann Betroffene am besten einen Arzt aufsuchen sollten Wie viele Arten von Kopfschmerzen gibt es? Die internationale Kopfschmerzgesellschaft hat ein Ordnungssystem festgelegt, das alle Arten von Kopfschmerzen in zwei große Gruppen einteilt.

Wenn der Kopfschmerz durch keine anderen organischen Ursachen hervorgerufen wird, spricht man von primären Beschwerden. Das gilt zum Beispiel für die beiden häufigsten Kopfschmerzarten: Spannungskopfschmerzen und Migräne. Wesentlich seltener sind die sogenannten sekundären Kopfschmerzen.

  • Bei diesen ist eine andere Erkrankung die Ursache, die gesondert behandelt werden muss, wie zum Beispiel eine Grippe oder einer Hirnblutung.
  • Wie erkenne ich als Patient den Unterschied zwischen „normalen” Kopfschmerzen und einer Migräne? Wer über dumpf-drückende Schmerzen klagt, die sich wie ein Schraubstock anfühlen und sich unter Bewegung bessern, leidet häufig unter Spannungskopfschmerzen.

Im Unterschied dazu äußert sich Migräne meist als pochend-pulsierender Schmerz. Zudem sind Begleiterscheinungen wie Lärm- und Lichtempfindlichkeit, ausgeprägtes Ruhebedürfnis sowie Sehstörungen oder Übelkeit bei Migräne sehr häufig. Wann sollte ein Betroffener zum Arzt gehen? Ein ganz neues heftiges Kopfweh sollte ärztlich untersucht werden, denn es kann auch etwas Ernstes dahinterstecken.

  • Ebenso sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn weitere Symptome hinzukommen wie Schwindel, Fieber, hoher Blutdruck oder neurologische Ausfallsymptome.
  • Zum Hausarzt oder gleich zum Spezialisten – zu welchem Arzt gehen Betroffene bei Kopfschmerzen? Der Hausarzt ist ein kompetenter erster Ansprechpartner.

Er kennt die typischen Symptome, weiß, wie diese häufigen Kopfschmerzerkrankungen behandelt werden und kann bei unkomplizierten Verläufen in aller Regel helfen. Bei Problemen sollte ein Neurologe hinzugezogen werden. Der Neurologe ist als Facharzt für Erkrankungen des Nervensystems auch Experte für Kopfschmerzerkrankungen.

  1. Und wie läuft der Arztbesuch ab? Der Arzt wird dem Betroffenen einige Fragen stellen.
  2. Besonders hilfreich ist es, die Kopfschmerzen dafür über eine längere Zeitspanne aktiv zu beobachten und zu dokumentieren („Kopfschmerztagebuch”).
  3. Ausschlaggebend ist für den Arzt, neben der Häufigkeit der Beschwerden, die Information, wann und wie sich die Schmerzen äußern.

Im Anschluss an das Gespräch folgt eine körperliche Untersuchung. Sie soll den allgemeinen gesundheitlichen Zustand abklären. Ist der körperliche Befund unauffällig, handelt es sich bei den Kopfschmerzen um eine primäre Form, das heißt, dass es keine erkennbare Ursache gibt.

Wasser trinken. Häufig steckt hinter leichten Kopfschmerzen ein Flüssigkeitsmangel. Ein großes Glas Wasser kann Abhilfe schaffen. Bewegung. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft kann Wunder wirken, denn dadurch wird die Durchblutung verbessert. Wärme. Wärme kann helfen, die Muskeln zu entspannen. Dafür eignet sich ein Kirschkernkissen im Nacken oder ein Wärmepflaster. Pfefferminzöl. Schläfen, Stirn und Nacken großzügig mit Minzöl einreiben. Kräutertee. Auch andere Pflanzen können Kopfschmerzen lindern. Dazu zählen Rosenblüten, Lavendel, Weidenrinde, Melisse oder Mädesüß. In der Regel werden die getrockneten Pflanzen als Tee aufgegossen. Kaffee. Das Koffein im Kaffee hemmt die sogenannten Prostaglandine. Das sind Botenstoffe, die unter anderem dafür sorgen, Schmerz freizusetzen.

Wie merkt man dass man ein Tumor im Kopf hat?

Warnzeichen für Hirntumoren – Ein Hirntumor bleibt dem Betroffenen manchmal längere Zeit verborgen, da er zunächst oft keinerlei Beschwerden verursacht. Typische Symptome, die auf einen Gehirntumor hinweisen können sind: Aktuell | Informativ | Kompetent – Wichtige Infos zum Thema Krebs nicht verpassen! Der Newsletter für Patienten und Interessierte: Bleiben Sie auf dem Laufenden mit dem monatlichen Newsletter des ONKO-Internetportals! Zur Newsletteranmeldung

neu auftretende Kopfschmerzen, insbesondere nachts und in den frühen Morgenstunden, die mit der Zeit heftiger werden und auch im Liegen zunehmen, sich am Tag aber spontan bessern, Übelkeit und Erbrechen, die nicht mit einer Magen-Darm-Erkrankung in Verbindung zu bringen sind und vorzugsweise in den frühen Morgenstunden und auf nüchternem Magen auftreten, Sehstörungen Krampfanfälle wie z.B. ein epileptischer Anfall, unwillkürliche Zuckungen einer Extremität oder Körperhälfte,

neurologische Anzeichen wie Lähmungserscheinungen, Sprach- und Koordinationsstörungen oder neu auftretende Ungeschicklichkeit, Einbußen der Auffassungsgabe, des Verständnisses und der Merkfähigkeit, Persönlichkeitsveränderung oder die Zuspitzung oder Verflachung schon bestehender Persönlichkeitsmerkmale hormonale Störungen

Sollten Sie unter solchen Beschwerden leiden, ist es dringend geboten, einen Neurologen aufzusuchen, der die erforderlichen diagnostischen Schritte einleitet. Kopfschmerzen, die auf einen Hirntumor zurückzuführen sind, werden im Verlauf von wenigen Tagen bis Wochen immer heftiger und lassen sich mit herkömmlichen Schmerzmitteln nur zeitweise oder gar nicht bekämpfen.

Was bedeutet Druck im Kopf und Schwindelgefühl?

Leidest du an einer Schwindelmigräne? Das sind die Anzeichen – Treten die Migräne-typischen Kopfschmerzen und Schwindel oder eine Gleichgewichtsstörung zusammen auf, deutet das oft auf eine vestibuläre Migräne hin. Allerdings können die Schwindelattacken auch ohne schmerzenden Kopf auftreten – das ist sogar bei circa 30 Prozent der Patienten der Fall.2 Weitere Anzeichen einer Schwindelmigräne: 3

meistens handelt es sich um einen Drehschwindel Unsicherheiten im Gehen oder Stehen sind möglich die Beschwerden dauern zwischen 5 Minuten und 72 Stunden an 4 der Schwindel nimmt eventuell bei Veränderung der Körperlage zu Es kommt zu zuckenden Augenbewegungen, die für den Betroffenen selbst spür- und für andere sichtbar sind.

Der Schwindel kann durch Licht oder sich bewegende Objekte ausgelöst werden (visuell-induzierter Schwindel) und zu Beginn der Kopfschmerzattacke, die ganze Zeit über oder erst danach auftreten. Oftmals kommen zu Schwindel und Kopfschmerzen noch Übelkeit und Brechreiz hinzu.

Wie gefährlich ist Druck im Kopf?

Synonym: Kopfschmerz vom Spannungstyp, Muskelkontraktions-Kopfschmerz, Stresskopfschmerz, psychogener Kopfschmerz, tension headache, tension-type headache, TTH Kopfschmerzen, die wie ein Hut auf den Kopf drücken, nennt man Spannungskopfschmerzen. Sie sind die häufigsten Kopfschmerzen überhaupt.

Als Spannungskopfschmerzen werden dumpfe, ziehende oder drückende Kopfschmerzen bezeichnet, die im Allgemeinen beidseitig am Kopf auftreten. Die Schmerzen sind oft mit einem Druckgefühl – wie ein zu enger Hut – verbunden. Sie sind schwach bis mittelstark ausgeprägt und können wenige Minuten, aber auch mehrere Tage anhalten.

Typisch für Spannungskopfschmerzen ist, dass körperliche Bewegung sie nicht verstärkt, sondern eventuell sogar vermindern kann. Schätzungen zufolge leiden etwa neun von zehn Schweizer und Schweizerinnen einmal im Leben an Spannungskopfschmerzen, die Hälfte sogar einmal im Jahr.

  • Bleiben die Schmerzen dauerhaft oder treten sie mehr als 15-mal innerhalb eines Vierteljahrs auf, sprechen Ärzte vom chronischen Spannungskopfschmerz.
  • Davon geplagt werden etwa 3% der Bevölkerung.
  • Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.
  • Haben Sie das Gefühl, Ihr Kopf steckt in einem zu engen Hut? Fühlen Sie beidseitig am Kopf einen dumpfen und drückenden Schmerz, der in den Nacken zieht? Diese Symptome gehören zu den typischen Spannungskopfschmerzen.
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Wie die Beschwerden genau aussehen, ist von Person zu Person sehr verschieden. Auch die jeweiligen Schmerzattacken unterscheiden sich in ihrer Stärke, ihrer Dauer und den Symptomen. Doch meist sind die Beschwerden moderat, also leicht bis mittelschwer, und die Betroffenen fühlen sich in der Bewältigung ihres Alltags kaum eingeschränkt.

  • Opfschmerzen vom Spannungstyp gehören, wie Migräne und Cluster-Kopfschmerz, zu den primären Kopfschmerzen: Sie sind nicht die Folge einer anderen Erkrankung, sondern die Kopfschmerzen sind die Erkrankung.
  • Aus medizinischer Sicht sind Spannungskopfschmerzen nicht gefährlich, sie können aber chronisch werden.

Kommen die Symptome oft und dauerhaft, haben sie durchaus einen Einfluss auf das Lebensgefühl der Betroffenen. Die Kopfschmerzen sind genauer charakterisiert als:

Nicht genau lokalisierbar im Bereich des gesamten Kopfs, beidseitig in der Schläfengegend und im Stirnbereich, aber auch an den Kopfseiten und am Hinterkopf Gefühl wie ein Ring, ein zu enger Hut oder gar ein Schraubstock Dumpf drückend, ziehend, aber nicht pulsierend Oft verkrampfte Nacken- und Schultermuskulatur Stärke schwach bis mittelstark, wie eine Störquelle im Hintergrund – selten so stark, dass die Betroffenen in ihren sozialen Aktivitäten eingeschränkt oder gar arbeitsunfähig sind Beginnen oft vormittags und verstärken sich zum Nachmittag hin, können aber zu jeder Tageszeit auftreten Erhöhen sich nicht durch körperliche Tagesroutinen, sondern können sich durch Aktivitäten sogar verbessern Dauer zwischen 30 Minuten und sieben Tagen Sehr selten begleitet von Licht- oder Lärmempfindlichkeit Keine Übelkeit oder Erbrechen, Appetitlosigkeit kann vorkommen

Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft IHS (International Headache Society) unterscheidet anhand der Anzahl der Attacken zwei Arten von Spannungskopfschmerzen:

Episodischer Spannungskopfschmerz: Treten die Kopfschmerzen nur gelegentlich auf und verschwinden immer wieder, spricht man von episodischen Spannungskopfschmerzen. Kommt es bei den Betroffenen an weniger als zwölf Tagen im Jahr zu Kopfweh, gehört das zum Untertyp sporadisch auftretender episodischer Spannungskopfschmerz. Als häufigen episodischen Spannungskopfschmerz bezeichnen ihn die Mediziner, wenn er die Betroffenen monatlich mindestens 1-mal und höchstens 14-mal plagt. Chronischer Spannungskopfschmerz: Bei regelmässig mehr als 15 Kopfschmerztagen im Monat für mehr als vier Stunden über mindestens die letzten drei Monate handelt es sich um chronischen Spannungskopfschmerz.

Kann man auf MRT Hirndruck sehen?

Vorbereitung auf die Untersuchung – Wie oben beschrieben erfolgt die Untersuchung der Patientin oder des Patienten nach vorheriger Vorstellung in der Klinik für Neurochirurgie. Eventuell vorliegende Voraufnahmen sollten uns zur Verfügung gestellt werden, da sie unter Umständen unnötige Untersuchungen ersparen und zudem bei der Beurteilung der Bilder zum Vergleich herangezogen werden können.

Auch radiologische Voruntersuchungen (z.B. MRT / CT des Gehirns) sind für die Beurteilung hilfreich. Ein erhöhter Hirndruck muss im Vorfeld mittels MRT (Magnetresonanztomographie) oder CT (Computertomographie) oder aber durch eine augenärztliche Untersuchung ausgeschlossen worden sein. Zudem sollte uns eine Röntgenaufnahme der Lendenwirbelsäule vorliegen, um sicherzustellen, dass eine Lumbalpunktion möglich ist.

Für die Liquorszintigraphie ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Auch Medikamente können in der Regel wie gewohnt eingenommen werden.

Wie fühlen sich Kopfschmerzen bei Hirndruck an?

Symptome: Die häufigsten Symptome von erhöhtem Hirndruck sind Kopfschmerzen und Sehstörungen. Die Kopfschmerzen können überall am Kopf auftreten, häufig sind sie im Hinterkopf und Nackenbereich. Sie sind üblicherweise stetig, können manchmal aber auch hämmernd sein.

Welche Art von Kopfschmerzen sind gefährlich?

Wann ist ein Kopfschmerz gefährlich? – Zum Glück ist ein Kopfschmerz nur selten gefährlich aber bestimmte Begleitsymptome sollten Patienten zum Arzt führen. Treten Kopfschmerzen plötzlich, in ungekannter Stärke und möglicherweise kombiniert mit einer Nackensteife auf, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Kann man sich Druck im Kopf einbilden?

Psychosomatische Kopfschmerzen? Sie sind kein Simulant! – Viele Betroffene von psychosomatischen Erkrankungen sind von der Diagnose irritiert, da die gesellschaftliche Meinung in Bezug auf psychische Erkrankungen noch immer von vielen Vorurteilen geprägt ist.

Körperlich unerklärliche Beschwerden oder Schmerzen werden häufig als reine Einbildung, oder gar als das Vortäuschen von Krankheitssymptomen, also Simulation betrachtet. Tatsächlich ist eine psychosomatische Erkrankung jedoch keine Einbildung, sondern ein ernstzunehmendes Krankheitsbild. Der Patient empfindet die körperlichen Beschwerden oder Schmerzen wirklich und leidet häufig unter starken Einschränkungen seiner Lebensqualität.

Für psychosomatische Erkrankungen wie Nacken- oder Kopfschmerzen gibt es nicht nur eine Ursache. Neben traumatischen Erfahrungen, insbesondere in Kindheit oder Jugend, kommen ungelöste Konflikte und längerfristige seelische Belastungen, wie z.B. Probleme in der Partnerschaft oder im Beruf in Frage.

  1. Der Körper kann somit „eigenständig auf den Hilfebedarf aufmerksam machen”.
  2. Warum psychische Konflikte und Belastungen sich bei manchen Menschen in körperlichen Beschwerden manifestieren und bei anderen nicht, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beantworten.
  3. Bekannt ist z.B.
  4. Dass neben erblichen Faktoren auch chronischer Stress eine Rolle zu spielen scheint.

Wegen der immer noch vorhandenen Stigmatisierung psychosomatischer Erkrankungen als bloße Einbildung oder gar Simulantion, birgt die Diagnosestellung einer psychosomatischen Erkrankung eine höchst diffizil Herausforderung im vertrauensvollen Arzt-Patienten-Verhältnis. Bedenken Sie dabei, dass eine psychosomatische Erkrankung in der Regel erst dann diagnostiziert wird, wenn bereits alle körperlichen Aspekte als Ursache der Beschwerden ausgeschlossen werden konnten. Hören Sie sich die Aussage Ihres Arztes daher in Ruhe an, fragen Sie bei Zweifeln nach und bleiben Sie offen für seinen Rat und seine Behandlungsvorschläge.

Wie fängt ein Hirntumor an?

Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Gefühlsstörungen oder Krampfanfälle sind häufig die ersten Anzeichen. Betroffene leiden anfangs meist unter sehr unspezifischen Symptomen. Wächst der Hirntumor sehr schnell, verstärken sich die bestehenden Symptome oft, und je nach Lage des Tumors kommen neue Beschwerden hinzu.

In welchem Alter treten Hirntumore auf?

Häufigkeit – Im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen, wie z.B. Lungen-, Brust-, Darm- oder Vorsteherdrüsenkrebs, sind primäre Tumoren des Gehirns und Rückenmarks deutlich seltener. Sie machen insgesamt nur ungefähr 2% aller Krebserkrankungen aus. Für die Bundesrepublik Deutschland wird geschätzt, dass jedes Jahr etwa 7.040 Menschen neu an einem Tumor des Gehirns oder Rückenmarks erkranken.

Primäre Tumoren des Gehirns sind dabei wesentlich häufiger als primäre Tumoren des Rückenmarks. Männer sind insgesamt etwas häufiger betroffen als Frauen. Im Jahr 2014 erkrankten etwa 3.160 Frauen und 3.900 Männer an einem Gehirntumor. Es gibt jedoch bestimmte Tumoren, wie z.B. die von den Hirnhäuten ausgehenden Meningeome, die bei Frauen deutlich öfter vorkommen.

Prinzipiell können Gehirn- und Rückenmarkstumoren in jedem Lebensalter auftreten. Am häufigsten sind Menschen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr betroffen. Ein zweiter, wesentlich kleinerer Häufigkeitsgipfel findet sich im Kindesalter. Bemerkenswert ist dabei, dass unter den verschiedenen Krebserkrankungen im Kindesalter die Tumoren des Gehirns nach dem Blutkrebs ( Leukämie ) an zweiter Stelle der Häufigkeitsstatistik stehen.

Habe ich einen Tumor im Kopf Teste dich?

Anzeichen machten Patienten erst nicht stutzig – Ein Patient berichtete, wieso ihn zunächst keines der Warnsignale stutzig machte: „Man bemerkt all die Symptome, die mit einem Hirntumor zusammenhängen könnten, die aber auch auf alles mögliche andere hindeuten könnten.” Die Ehefrau eines Befragten sagte: „Wir fanden immer irgendeine Erklärung dafür, wieso er sich so verhielt, wie er es tat, also haben wir nie etwas hinterfragt”.

Einen Vergleich verschiedener Behandlungsmöglichkeiten bei Hirntumoren finden Sie hier.

Wann ist Druck im Kopf gefährlich?

Die Erkrankung – Der Schutz des Gehirns durch die Schädelknochen hat seinen Preis: Jede nennenswerte Volumenzunahme, sei es durch eine Blutung, eine entzündungsbedingte Schwellung oder einen Tumor, führt zu einer Drucksteigerung, da eine Volumenausdehnung (wie z.B.

Bei einer Beule) nicht möglich ist. Der normale Druck im Schädel liegt im Bereich von 5–15 mmHg. Er ist definiert als der Druck, der vom Schädelinhalt auf die Hirnhaut ausgeübt wird. Bei ansteigendem Hirndruck wird zunächst das geringe Reservevolumen ausgeschöpft, indem die liquorgefüllten Hohlräume zusammengepresst werden.

Dann wird das Gehirn zunehmend komprimiert. Dadurch sinkt die Durchblutung, was die Nervenzellen schädigt. In dieser Phase machen sich die oben genannten allgemeinen Hirndruckzeichen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, vermehrte Schläfrigkeit bis hin zum Koma bemerkbar.

Kann man sich Druck im Kopf einbilden?

Psychosomatische Kopfschmerzen? Sie sind kein Simulant! – Viele Betroffene von psychosomatischen Erkrankungen sind von der Diagnose irritiert, da die gesellschaftliche Meinung in Bezug auf psychische Erkrankungen noch immer von vielen Vorurteilen geprägt ist.

Körperlich unerklärliche Beschwerden oder Schmerzen werden häufig als reine Einbildung, oder gar als das Vortäuschen von Krankheitssymptomen, also Simulation betrachtet. Tatsächlich ist eine psychosomatische Erkrankung jedoch keine Einbildung, sondern ein ernstzunehmendes Krankheitsbild. Der Patient empfindet die körperlichen Beschwerden oder Schmerzen wirklich und leidet häufig unter starken Einschränkungen seiner Lebensqualität.

Für psychosomatische Erkrankungen wie Nacken- oder Kopfschmerzen gibt es nicht nur eine Ursache. Neben traumatischen Erfahrungen, insbesondere in Kindheit oder Jugend, kommen ungelöste Konflikte und längerfristige seelische Belastungen, wie z.B. Probleme in der Partnerschaft oder im Beruf in Frage.

Der Körper kann somit „eigenständig auf den Hilfebedarf aufmerksam machen”. Warum psychische Konflikte und Belastungen sich bei manchen Menschen in körperlichen Beschwerden manifestieren und bei anderen nicht, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beantworten. Bekannt ist z.B. dass neben erblichen Faktoren auch chronischer Stress eine Rolle zu spielen scheint.

Wegen der immer noch vorhandenen Stigmatisierung psychosomatischer Erkrankungen als bloße Einbildung oder gar Simulantion, birgt die Diagnosestellung einer psychosomatischen Erkrankung eine höchst diffizil Herausforderung im vertrauensvollen Arzt-Patienten-Verhältnis. Bedenken Sie dabei, dass eine psychosomatische Erkrankung in der Regel erst dann diagnostiziert wird, wenn bereits alle körperlichen Aspekte als Ursache der Beschwerden ausgeschlossen werden konnten. Hören Sie sich die Aussage Ihres Arztes daher in Ruhe an, fragen Sie bei Zweifeln nach und bleiben Sie offen für seinen Rat und seine Behandlungsvorschläge.