Was Ist Wenn Die Hände Zittern
Verstärkter physiologischer Tremor – Der sogenannte verstärkte physiologische Tremor kann Menschen jeden Alters betreffen. Er tritt meistens als Haltetremor auf. Körpereigene oder äußere Einflüsse verursachen diese Tremorform. Nach Beseitigung der Auslöser hört das Zittern in den Händen meistens wieder auf und ist deshalb keine eigenständige Erkrankung.

Normale Körperreaktion auf Kälte Blutdruckabfall : Wenn Sie schnell aufstehen und einen eher niedrigen Blutdruck haben, kann es sein, dass Ihnen schwindelig wird und die Hände zittern. In diesem Fall ist das Zittern der Hände Anzeichen für eine Schwäche des Kreislaufs. Hier hilft viel trinken und den Kreislauf sanft in Schwung bringen. Psychisch : Aufregung, Nervosität oder starker Stress können zu zittrigen Händen führen. Hier helfen unter anderem eine gründliche Vorbereitung auf Termine, Meditation oder Entspannungsübungen. Stoffwechsel : Zitternde Hände können Hinweis auf einen Mangel unterschiedlicher Stoffe sein. Sehr häufig ist eine Unterzuckerung zum Beispiel beim Fasten Auslöser für den kurzzeitigen Tremor. Weiterhin können Störungen des Calcium- oder Magnesiumhaushaltes sowie Vitamin B12 Mangel Händezittern verursachen. Bei Verdacht auf einen solchen Nährstoffmangel sollten Sie diesen ärztlich abklären lassen, bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Medikamente/Drogen : Tremor kann durch Koffein, Nikotin, Entzug (z.B. von Alkohol) oder als Nebenwirkung von manchen Medikamenten (z.B. Lithium oder Antiepilepsie-Medikamente) und Drogen auftreten. Vorerkrankungen : Hierzu zählen vor allem Hormonstörungen, zum Beispiel die Schilddrüsenüberfunktion, Erkrankungen mit dem Tremor als wichtigstem Symptom sind eigenständige Tremorerkrankungen und gehören nicht zum verstärkten physiologischen Tremor.

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Welche Krankheit löst Zittern aus?

Wenn Muskeln zittern: Tremor-Ursachen erkennen Stand: 08.11.2021 16:29 Uhr Muskelzittern kann auf eine Erkrankung der Nerven hindeuten – einen sogenannten Tremor. Parkinson, eine Schilddrüsenüberfunktion, Störungen im Kleinhirn und Multiple Sklerose können die Ursache sein.

Was kann Hände Zittern bedeuten?

Die Ursachen für zitternde Hände im Überblick – Somit wollen wir hier zunächst einen Blick auf die möglichen Ursachen an sich werfen, welche dem unkontrollierbaren Tremor der Arme und Hände Hand in Hand zu Grunde liegen. Die folgenden Krankheitsbilder können zu zitternde Händen führen:

Stress, ein nervliche Überlastung oder auch Angstzustände Stoffwechselerkrankungen, wie eine Schilddrüsenüberfunktion Nährstoffmängel, zum Beispiel ein Vitamin B-12 oder Kalzium-Mangel Schlaganfälle Epilepsie Multiple Sklerose

Hier wird erkenntlich, dass die Auslöser, aber auch die Therapieansätze daher völlig unterschiedlicher Natur sein können.

Was kann man gegen Hände Zittern tun?

Krankhaftes Händezittern erfolgreich stoppen Menschen mit einem essenziellen Tremor sind im Alltag oft massiv behindert. Viele können wegen des Zitterns nicht mehr ordentlich schreiben, nicht mehr normal essen oder bei einem ausgeprägten Kopf-Zittern auch nicht mehr richtig lesen.

Bis zu 25% müssen schließlich den Beruf wechseln oder vorzeitig in Rente gehen. Zwar ist beim essenziellen Tremor bislang keine Heilung möglich, doch mit einer medikamentösen Dauertherapie lassen sich langfristig bei etwa 50% der Betroffenen zufriedenstellende Ergebnisse erzielen, betont Prof. Dr. med.

Günther Deuschl, der die neurologische Universitätsklinik in Kiel leitet und die Tremor-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie federführend ausgearbeitet hat. Bei weiteren 20% der Betroffenen sind nach Hinweisen des Nervenspezialisten Teilerfolge möglich, während bei den restlichen 30% keine Verbesserungen zu erzielen sind.

  1. Bewährt haben sich beim essenziellen Tremor mittlerweile drei Wege, die ihre Wirksamkeit auch in vielen Doppelblindstudien unter Beweis gestellt haben.
  2. Zum einen der Betablocker Propranolol und zum anderen das Antiepileptikum Primidon.
  3. Der dritte Weg ist die Kombination beider Wirkstoffe.
  4. Diese drei Möglichkeiten sollte man unbedingt ausprobieren, bevor man auf andere Therapien übergeht”, mahnt Deuschl.

Als Alternative verweist der Nervenspezialist auf das Antiepileptikum Gabapentin, dessen Nutzen beim essenziellen Tremor ebenfalls nachgewiesen ist. Möglicherweise ist auch das Antiepileptikum Topiramat sinnvoll, was allerdings erst noch in größeren Studien überprüft werden muss.

Wie äußert sich Parkinson am Anfang?

Verschiedene Arten der Parkinson-Erkrankung – Die Haupt-Symptome der Parkinson-Erkrankung entwickeln sich langsam und unterschiedlich stark. Deshalb unterscheidet man anhand ihrer jeweiligen individuellen Ausprägung auch verschiedene Arten der Parkinson-Erkrankung :

  • Akinetisch-rigider Typ : Diese Form der Parkinson-Erkrankung ist besonders durch die Bewegungsverlangsamung (Akinese) und die Muskelsteifigkeit (Rigor) geprägt
  • Tremordominanz: Die wohl bekannteste Form der Parkinson-Erkrankung, bei der vor allem das Zittern im Ruhezustand dominiert. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Parkinson-Erkrankung des Boxers Muhammad Ali im Spätstadium
  • Äquivalenz-Typ: in diesem Fall sind die vier motorischen Hauptsymptome des Rigors, der Akinese, des Tremors und der Störung der Halte- und Stellreflexe in etwa gleich stark ausgeprägt
  • Monosymptomatischer Ruhetremor: Bei dieser Form der Erkrankung tritt keine Form der Akinese auf, sondern es liegt ausschließlich das Zittern im Ruhezustand vor

Nicht-motorische Symptome treten meistens weit vor der eigentlichen Diagnose auf. Jedoch bedeutet das Auftreten der nachfolgend erläuterten Begleiterscheinungen nicht automatisch, dass die Betroffenen später auch an Parkinson erkranken.

Wie kann man Zittern verhindern?

Medikamentöse Therapie kann helfen – Der essentielle Tremor ist derzeit nicht heilbar. Durch eine medikamentöse Therapie kann die Bewegungsstörung in vielen Fällen aber gelindert werden. Betroffene, die sich in ihrem Alltag eingeschränkt fühlen oder unter ihren Beschwerden leiden, sollten daher einen Neurologen aufsuchen.

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Als Medikamente kommen beispielsweise, die Stress entgegenwirken, und entkrampfende Mittel in Frage. Sie können einzeln oder in Kombination vom Arzt verordnet werden. Sind der Kopf oder die Stimme betroffen kann auch Botolinumtoxin helfen. In schweren Fällen, in denen mit Medikamenten keine ausreichende Wirkung zu erzielen ist, kann die tiefe Hirnstimulation eingesetzt werden.

Es handelt sich dabei um einen neurochirurgischen Eingriff, der es erlaubt, ein bestimmtes Areal des Gehirns durch elektrische Impulse zu stimulieren.

Kann Zittern von Herzen kommen?

Wie entwickelt sich eine Herzneurose? – Alle diese Theorien haben einen gemeinsamen Kernpunkt: Menschen mit einer Herzneurose sind meist sehr sensibel, unsicher und haben wenig Selbstvertrauen. So interpretieren sie häufig eine ganz normale Reaktion des Herzens falsch und deuten sie als Zeichen einer schwerwiegenden Krankheit.

  • Das Herz reagiert sehr empfindlich auf alle seelischen Veränderungen: So fängt es beispielsweise bei Angst, Stress oder Problemen im Alltag an, stärker zu schlagen als gewöhnlich.
  • Oft schwitzt man vermehrt oder fängt an zu zittern.
  • Bei einer Herzneurose werden diese Symptome überbewertet.
  • Die Betroffenen beginnen in der Folge, stärker als jeder andere Mensch auf Veränderungen in ihrem Körper zu achten.

Daraus entwickelt sich ein nicht mehr alleine zu durchbrechender Teufelskreis aus falsch interpretierten Herzaktionen.

Wie kündigt sich ein Nervenzusammenbruch an?

Nervenzusammenbruch durch Stress – so wirkt sich psychischer Stress auf den Körper aus – Mit dem umgangssprachlichen Wort Nervenzusammenbruch meinen Menschen auch oft eine extreme Anspannung und das Gefühl „Ich kann nicht mehr!” Bei dieser Form von Belastungsreaktion spielt Stress eine große Rolle.

Stress ist ein Gefühl von Ungleichgewicht zwischen den eigenen Leistungsmöglichkeiten, Zielen, Bedürfnissen und den äußeren Ansprüchen. Dieses Ungleichgewicht kann uns entweder anspornen oder auch hemmen und ist ein normales Auf und Ab. Hält der Stress länger an, reagiert der Körper darauf mit Gegenwehr, denn er möchte den Alarmzustand möglichst schnell beenden.

Von dieser Gegenwehr ist vor allem das Immunsystem betroffen, wodurch es zunehmend schlechter funktioniert. So wächst in einer stressigen Lebensphase das Risiko für Infektionen, wie zum Beispiel Erkältungen. Langfristig führt dieser Zustand dann zur Erschöpfung verschiedener körperlicher Prozesse.

Konflikte, egal ob beruflicher oder privater NaturMehrfachbelastungen durch Familie und Beruf, wenig Freizeit, wenig Ausgleichständiger Termindruckkritische Ereignisse im Leben, etwa Trennung, Arbeitsplatzverlust, schwere Krankheiteigene (Leistungs-)Ansprüche, Sorgen und Ängste

Wird ein Nervenzusammenbruch also nicht durch ein traumatisches Erlebnis ausgelöst, sondern durch ein dauerhaft zu hohes Stresslevel, zeigen sich oft folgende Symptome:

Zittern, starkes Weinen oder WeinkrämpfeSchwitzen, Übelkeit, Herzklopfen, KopfschmerzenNervosität und UnruheNiedergeschlagenheit, Kraftlosigkeit, Hilflosigkeit und innere LeereSchlafprobleme, Schwindel, Muskelverspannungen, Atembeschwerden und Kloßgefühl im HalsGedächtnis- und Konzentrationsprobleme

Was Ist Wenn Die Hände Zittern Können Sie diese Symptome bei sich beobachten, sollten Sie unbedingt ärztliche Hilfe aufsuchen. Auf diese Weise kann herausgefunden werden, ob es sich bei Ihnen tatsächlich um akute Stresssymptome handelt oder unter Umständen eine organische Erkrankung der Grund ist.

  • Begleitend zu Ihrer Therapie können Sie bei einer Belastungsreaktion auch mit privaten Maßnahmen versuchen, Stress zu regulieren oder ihm ganz vorzubeugen.
  • Versuchen Sie zum Beispiel sowohl beruflich als auch privat kürzer zu treten, denn weniger ist mehr.
  • Bewegung, vor allem an der frischen Luft, macht den Kopf frei.

Und mit schönen Unternehmungen tun Sie sich bewusst ganz persönlich etwas Gutes.

    Was Ist Wenn Die Hände Zittern

    Wie man sich selbst beruhigen kann?

    Zusammenfassung: Alle Tipps zur Beruhigung im Übersichtsformat – Ständig beunruhigt? Hier finden Sie einen Überblick, was Sie zur Beruhigung unternehmen können:

    Tipp zu Beruhigung Was tun?
    Atmung Atmen Sie bewusst mithilfe der Bauchatmung tief ein und aus.
    Entspannung aktiv Spannen Sie unterschiedliche Muskelpartien Ihres Körpers aktiv an und lassen Sie dann wieder los.
    Singen Singen Sie, wann immer es möglich ist und Ihnen gut tut.
    Training Trainieren Sie nachhaltige Entspannung langfristig, etwa mit Meditation.
    Auf Schultern achten Achten Sie mehrmals täglich darauf, Ihre Schultern zu senken.
    Pflanzliche Hilfe Nehmen Sie die pflanzliche Unterstützung der Passionsblume wahr.
    Lachen und Lächeln Lachen hilft uns, besser mit Beunruhigung und Stress umzugehen. Lächeln Sie mehr.
    Ablenkung Lenken Sie Ihren Fokus von den beunruhigenden Gedanken ab und wenden Sie Ihre Gedanken hin zu etwas Anderem.
    Annahme Akzeptieren Sie, dass Unruhe manchmal auch einfach Teil des eigenen Erlebens sein darf und verzichten Sie darauf, sie krampfhaft verscheuchen zu wollen.
    Professionelle Hilfe Wenn Beunruhigung auf Dauer nicht oder nicht ausreichend gelingt, kann professionelle Psychotherapie dabei helfen, einen nachhaltigen Zustand der Gelassenheit wieder zu erlangen.

    Quellen: Gesundheit.gv.at, Progressive Muskelentspannung, (abgerufen am 09.03.2022) Radio Bayern, Macht glücklich! Und gesund! Warum wir mehr singen sollten, (abgerufen am 09.03.2022) Plos One, Does laughing have a stress-buffering effect in daily life? An intensive longitudinal study, (abgerufen am 09.03.2022)

    Welcher Arzt bei Zittern?

    Artikelübersicht –

      Ursachen für einen Tremor Symptome: Wie äußert sich ein Tremor? Tremorbehandlung

    Ein Tremor kann in vielen verschiedenen Varianten auftreten. Die Tremor-Arten werden nach unterschiedlichen Aspekten wie Intensität, Frequenz oder Ort eingeteilt. Zumeist wird das Zittern durch äußere Einflüsse (z.B. bei Kälte oder Anstrengung) oder innere Spannungssituationen (Emotionen wie Angst oder Anspannung) hervorgerufen.

    • Manchmal liegt dem Tremor jedoch auch ein Krankheitsbild zugrunde.
    • Im Normalfall lässt sich das Zittern auf eine akute Ursache zurückführen und ist nicht weiter bedenklich.
    • Sollte es jedoch über einen längeren Zeitraum anhalten oder in unüblichen Situationen immer wieder auftreten, ist ein Arztbesuch dringend zu empfehlen.

    Wenn der Tremor durch äußere Einflüsse herbeigeführt wird, ist er eine Reaktion des Körpers auf eine sich wandelnde Umwelt. Der Kältetremor hilft dabei, durch Bewegung zusätzliche Wärme für den Körper zu erzeugen. Bei Erschöpfung entsteht ein Tremor, weil die Muskulatur überanstrengt ist und die Spannung nicht durchgängig halten kann.

    Das Zittern ist jedoch häufig auch eine Begleiterscheinung psychischer Ausnahmezustände, Stress, Anspannung und Furcht sorgen dafür, dass sich die psychische Belastung in einem körperlichen Symptom niederschlägt. Wenn es eine psychische Ursache für das Zittern gibt, kann Ablenkung zu kurzzeitigen Besserungen führen.

    Langfristig ist es notwendig, dass der Betroffene seine seelischen Probleme aufarbeitet, um die Anspannung im Körper zu lösen. Einen Sonderfall bildet der sogenannte essenzielle Tremor. Die Ursache dieses medizinischen Phänomens ist nicht abschließend geklärt, ein genetischer Ursprung scheint jedoch naheliegend, da das Krankheitsbild in Familien gehäuft auftritt.

    Schilddrüsenüberfunktion Alzheimer Morbus Basedow Dystonie Multiple Sklerose Amyotrophe Lateralsklerose Schlaganfall Morbus Wilson Organversagen Vergiftung Rauschmittelmissbrauch

    Beim Symptomkomplex Zittern wird zunächst einmal zwischen einem Ruhetremor und einem Aktionstremor unterschieden. Der Ruhetremor tritt in einem Körperteil auf, das während des Zitterns nicht angespannt wird. Der Aktionstremor wird weiter in den Haltetremor (normales Zittern bei Widerstand), den Intentionstremor (Zittern bei der zielgerichteten Berührung eines Gegenstandes) und den Bewegungstremor (nicht zielgerichtete Bewegungen) unterteilt.

    Tremores, die durch bestimmte äußere Einflüsse oder Emotionen hervorgerufen werden, heißen physiologische Tremores. Sie lassen sich auf einen klar umrissenen Grund zurückführen. Wenn das Zittern von einer latenten oder manifesten Erkrankung stammt, liegt ein pathologischer Tremor vor. Wann sollte man bei einem Tremor zum Arzt gehen? Das ist die wichtigste Frage bei einem so diffusen Symptom.

    Zumeist hat das Zittern keine pathologische Ursache, die ärztlich behandelt werden muss. Das heißt aber nicht, dass man bei starken Beschwerden abwarten sollte, ob der Tremor von selbst weggeht. Ein Arztbesuch ist unumgänglich, wenn:

    das Zittern lange andauert und nicht mehr weggeht das Zittern sich nicht auf eine eindeutige Ursache zurückführen lässt das Zittern bei bestimmten Bewegungen immer wiederkehrt

    Das Zittern rührt meistens vom Gehirn her und zeigt eine Störung im neuromuskulären System an. Der Arzt, der sich auf neuromuskuläre und zerebrale Beschwerden spezialisiert hat, heißt Neurologe, Ein Besuch beim Hausarzt kann helfen. Zittern entsteht manchmal aus sehr trivialen Gründen wie Blutarmut oder Magnesiummangel.

    Wenn der Hausarzt nicht fündig wird, muss dieser den Patienten an den Neurologen weiterreichen, der über ein wesentlich größeres Arsenal an Testmöglichkeiten verfügt. Der Arzt behandelt den Tremor je nach Diagnose verschieden. Bei essenziellen Tremores kommen Betablocker und Antikonvulsiva zum Einsatz, die die Stärke des Zitterns verringern.

    Bei psychogenen Tremores können für den akuten Fall Antidepressiva, Anxiolytika oder Benzodiazepine verschrieben werden. Für eine dauerhafte Lösung wird der Arzt jedoch eine psychologische Betreuung durch einen Therapeuten vorsehen. Ist der Tremor eine Begleiterscheinung einer Primärerkrankung, muss diese behandelt werden.

    Was passiert wenn Parkinson nicht behandelt wird?

    Mit fortschreitender Erkrankung werden die Bewegungen immer langsamer. Manchmal gelingt es auch gar nicht, in Gang zu kommen. Hinzu kommen Probleme mit dem Gleichgewicht und der Koordination. Da man sich zunehmend schlechter bewegen kann, nimmt die Muskelkraft allmählich ab.

    Wo hat man Schmerzen bei Parkinson?

    Gut die Hälfte der Parkinsonbetroffenen berichtet über Schmerzen, die als ziehend, brennend, krampfartig, rheumatisch oder mit «Ameisenlaufen» beschrieben werden. – Schmerzen treten bei über der Hälfte der Parkinsonbetroffenen auf, vereinzelt bereits in der Frühphase der Erkrankung.

    • Es kann sich dabei um krampfartig ziehende Muskelschmerzen mit Fehlhaltung von Rumpf und Hals handeln, mit resultierenden Nacken- und Rückenschmerzen.
    • Oder um diffuse Missempfindungen wie Brennen oder «Ameisenlaufen», die den ganzen Körper in wechselnder Lokalisation betreffen können.
    • Sie gehören ebenso wie die depressive Verstimmung, welche die Schmerzempfindung verstärken kann, zu den nicht-motorischen Parkinsonsymptomen.

    Sie werden oft nicht mit der Krankheit in Verbindung gebracht, sondern als klassische Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen eingeordnet. Die durch die motorischen Kardinalsymptome (u.a. Rigor) des Morbus Parkinson bedingten Schmerzen treten vor allem in den Off-Phasen auf und sprechen in der Regel auf die zeitgerechte Anpassung der Behandlung an.

    In Einzelfällen können massive Fehlhaltungen von Rumpf (Kamptokormie, Pisa-Phänomen) und Hals (Torticollis) auftreten und mit starken lokalen und ausstrahlenden Schmerzen einhergehen. Auch Krämpfe aufgrund von Dystonien, vor allem in den unteren Extremitäten, die beim Absinken des Dopaminspiegels auftreten können, sprechen in der Regel auf die Erhöhung der dopaminergen Medikation an.

    Zudem wird vermutet, dass die zentrale Schmerzverarbeitung bei an Morbus Parkinson Erkrankten aufgrund der gestörten dopaminergen Regulation verändert ist. Denn die hemmende Wirkung der Basalganglien auf die Schmerzregelkreise fällt weg. Es handelt sich dabei um diffuse Schmerzen, die auch Muskeln und Gelenke betreffen können, allerdings meist mit wechselnder Lokalisation.

    Bei diesen teils als «rheumatische Schmerzen» bezeichneten Empfindungen ist oft die optimale Anpassung der dopaminergen Medikation nicht ausreichend. Es sollte an klassische analgetische Medikationen wie Paracetamol oder nicht-steroidale Antiphlogistika gedacht werden. Da diese Schmerzen statistisch häufiger mit einer Depression auftreten, kann der Einsatz von antidepressiv und anxiolytisch (angstlösend) wirkenden Medikamenten indiziert sein.

    Auch die Anwendung von Opioid-Rezeptor-Agonisten, z.B. Oxycodon, muss im Einzelfall kritisch hinterfragt werden und ist indikationsabhängig ähnlich wie Botulinustoxin und spasmolytisch (krampflösend) wirkende Medikamente einzusetzen. Ferner kann auch die Tiefe Hirnstimulation (THS) eine Schmerzsuppression bei Parkinsonpatienten bewirken.

    Der frühzeitige Einbezug des behandelnden Neurologen in die Schmerztherapie ist sehr wichtig, um unnötige und letztendlich auch erfolglose operative Eingriffe zu vermeiden. Immer zu denken ist an körperliche Übungen und individuelle physiotherapeutische Massnahmen, die dopaminerge sowie schmerzhemmende nicht-dopaminerge Regelkreise aktivieren und in der Schmerzbehandlung unterstützend wirken.

    Bei komplexen therapieresistenten Fällen kann eine individuelle, ganzheitliche, therapeutische und medikamentöse Schmerzbehandlung im neurorehabilitativen, stationären Setting indiziert sein. Dr. med. Klaus Meyer PDF Schmerzen bei Parkinson

    Welche Medikamente lösen Parkinson aus?

    Sekundäres Parkinson-Syndrom Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die zu ähnlichen Symptomen führen, jedoch kein „echtes” (idiopathisches) Parkinson-Syndrom darstellen. Man spricht dann von einem sekundären oder symptomatischen Parkinson-Syndrom, Zu diesen Erkrankungen gehören z.B.

    langjährige Gefäßerkrankungen, die mit einer Verstopfung der kleinen Blutgefäße im Gehirn unterhalb der Hirnrinde einhergehen. Des Weiteren können bestimmte Medikamente, z.B. Chlorpromazin oder Haloperidol (gegen Psychosen), (gegen bipolare Störungen), Metoclopramid (gegen Übelkeit), oder Flunarizin (zur Vorbeugung von Migräne-Anfällen) das Parkinson-Syndrom auslösen.

    Der Arzt wird gezielt nach der Einnahme von Medikamenten fragen, welche diese Wirkstoffe enthalten. Wenn sie die Ursache sind, besteht eine gute Chance, dass sich mit Absetzen der Medikamente die Beschwerden bessern. Ein Parkinson-Syndrom kann durch eine Reihe weiterer Faktoren und Erkrankungen ausgelöst werden wie z.B.

    Hirntumoren. Ebenso können Hirnverletzungen nach schweren Unfällen zu bleibenden Schädigungen und infolge zum Parkinson-Syndrom führen. Auch häufige kleine Schlaganfälle können die Ursache eines Parkinson-Syndroms sein. Dies gilt vor allem, wenn es nach dem Schlaganfall zu einer stufenweisen Verschlechterung gekommen ist.

    Gifte, die das Gehirn schädigen (Mangan-Staub, CO-Vergiftung), Entzündungen des Gehirns (z.B. infolge von AIDS), Hirnatrophie bei Normaldruck-Hydrozephalus sowie Stoffwechsel-Erkrankungen, die das Gehirn in Mitleidenschaft ziehen (Morbus Wilson, eine Kupfer-Ausscheidungsstörung; Hypoparathyreoidismus, eine Unterfunktion der Nebenschilddrüse), können zu dem Symptomenkomplex der Parkinson-Erkrankung führen.

    Die Chemikalie 1-Methyl-4-Phenyl-1,2,5,6-Tetrahydropyridin (MPTP) kann ebenso ein Parkinson-Syndrom auslösen. Diese Vergiftung trat in den 80er Jahren bei Drogenabhängigen in den USA auf, die verunreinigtes genommen hatten. Fragen über einen möglichen Kontakt zu giftigen Substanzen gehören daher zu den Standardfragen, die der Arzt einem Patienten mit Parkinson-Syndrom stellt.

    : Sekundäres Parkinson-Syndrom

    Kann Zittern von Herzen kommen?

    Wie entwickelt sich eine Herzneurose? – Alle diese Theorien haben einen gemeinsamen Kernpunkt: Menschen mit einer Herzneurose sind meist sehr sensibel, unsicher und haben wenig Selbstvertrauen. So interpretieren sie häufig eine ganz normale Reaktion des Herzens falsch und deuten sie als Zeichen einer schwerwiegenden Krankheit.

    • Das Herz reagiert sehr empfindlich auf alle seelischen Veränderungen: So fängt es beispielsweise bei Angst, Stress oder Problemen im Alltag an, stärker zu schlagen als gewöhnlich.
    • Oft schwitzt man vermehrt oder fängt an zu zittern.
    • Bei einer Herzneurose werden diese Symptome überbewertet.
    • Die Betroffenen beginnen in der Folge, stärker als jeder andere Mensch auf Veränderungen in ihrem Körper zu achten.

    Daraus entwickelt sich ein nicht mehr alleine zu durchbrechender Teufelskreis aus falsch interpretierten Herzaktionen.

    Woher kommt inneres Zittern?

    Häufige Ursachen, die innere Unruhe auslösen, sind: –

    Ein zu hoher Konsum von Kaffee, Nikotin oder Alkohol.Hypoglykämie (Unterzuckerung) kann neben Heißhunger, Schweißausbruch und Zittern auch innere Unruhe auslösen.Bei Hypotonie (niedrigem Blutdruck) kommt es manchmal auch zu Kreislaufstörungen und innerer Unruhe.Vegetative Dystonie (psychovegetative Allgemeinstörungen) bezeichnen unspezifische Beschwerden, denen keine organischen Ursachen zugrunde liegen. Dazu zählen Schlafstörungen, Nervosität, Erschöpfung, Herzschmerzen, Schwindel und innere Unruhe.Hyperthyreose ( Schilddrüsenüberfunktion ) löst neben zahlreichen anderen Beschwerden auch innere Unruhe aus.Eine Lungenembolie führt unter anderem zu akuter Atemnot, Schmerzen im Brustkorb, Husten, Angst sowie innerer Unruhe.Während der Hormonumstellungen in den Wechseljahren leiden viele Frauen unter Unruhe, Reizbarkeit und Nervosität.Eine Herzneurose (funktionelle Herzbeschwerden) bringt typische Symptome wie Herzjagen, Herzstolpern, Enge- und Beklemmungsgefühle im Brustkorb mit sich. Häufig tritt zusätzlich innere Unruhe auf.Depressionen werden oft von innerer Unruhe begleitet.Persönlichkeitsstörungen sind unter anderem von Unruhe, Depressionen, Sucht, Angst und Erschöpfung gekennzeichnet.Eine schizophrene Ersterkrankung kündigt sich häufig durch innere Unruhe, Anspannung, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Niedergeschlagenheit sowie Geräusch-, Licht- und Lärmempfindlichkeit an.Der Konsum verschiedener Drogen kann neben weiteren Beschwerden auch innere Unruhe auslösen.Bestimmte Medikamente wie beispielsweise einige Antidepressiva, Grippe- und Asthmamittel können als Nebenwirkung innere Unruhe verursachen. Auch der Entzug bei einer Medikamentenabhängigkeit (wie von Schlaf- oder bestimmten Beruhigungsmitteln) löst häufig Unruhe aus.

    Wie äußert sich Parkinson am Anfang?

    Verschiedene Arten der Parkinson-Erkrankung – Die Haupt-Symptome der Parkinson-Erkrankung entwickeln sich langsam und unterschiedlich stark. Deshalb unterscheidet man anhand ihrer jeweiligen individuellen Ausprägung auch verschiedene Arten der Parkinson-Erkrankung :

    • Akinetisch-rigider Typ : Diese Form der Parkinson-Erkrankung ist besonders durch die Bewegungsverlangsamung (Akinese) und die Muskelsteifigkeit (Rigor) geprägt
    • Tremordominanz: Die wohl bekannteste Form der Parkinson-Erkrankung, bei der vor allem das Zittern im Ruhezustand dominiert. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Parkinson-Erkrankung des Boxers Muhammad Ali im Spätstadium
    • Äquivalenz-Typ: in diesem Fall sind die vier motorischen Hauptsymptome des Rigors, der Akinese, des Tremors und der Störung der Halte- und Stellreflexe in etwa gleich stark ausgeprägt
    • Monosymptomatischer Ruhetremor: Bei dieser Form der Erkrankung tritt keine Form der Akinese auf, sondern es liegt ausschließlich das Zittern im Ruhezustand vor

    Nicht-motorische Symptome treten meistens weit vor der eigentlichen Diagnose auf. Jedoch bedeutet das Auftreten der nachfolgend erläuterten Begleiterscheinungen nicht automatisch, dass die Betroffenen später auch an Parkinson erkranken.