Was Ist Wenn Der Tsh Wert Zu Niedrig Ist
Wie messen Ärztinnen und Ärzte den TSH-Wert? – TSH-Werte werden mit einem Bluttest gemessen. Der Normalbereich variiert und liegt zwischen 0,4 und 4 mu/l (Milli-Units pro Liter Blut) Menschen mit einem hohen TSH-Wert können an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden.

In seltenen Fällen kann dies ein Anzeichen für einen Hypophysentumor sein. Ein niedriger TSH-Wert ist häufig ein Anzeichen für eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Eine zweite Möglichkeit ist ein toxisches Adenom, ein seltener, nicht krebsartiger Tumor. Wenn die TSH-Werte zu hoch oder zu niedrig sind, werden in der Regel weitere Tests durchgeführt, z.B.

die Überprüfung der T3- und T4-Werte, bevor die Ärztin oder der Arzt eine Diagnose stellt. Möglicherweise wird auch auf andere Schilddrüsen-Antikörper untersucht, darunter: Schilddrüsenperoxidase-Antikörper (TPO), die ein Anzeichen für die Hashimoto-Krankheit oder Morbus Basedow sein können Thyreoglobulin-Antikörper (Tg), die ein Anzeichen für die Hashimoto-Krankheit sein können TSH-Rezeptor, der ein Anzeichen für Morbus Basedow sein kann

Was bedeutet zu niedriger TSH-wert?

Welcher TSH-Wert ist normal? – Bei Erwachsenen liegt der normale TSH-Wert im Serum etwa zwischen 0,40 und 4,0 mU/l. Dieser Referenzbereich kann je nach Alter und Geschlecht des Patienten sowie dem untersuchenden Labor schwanken. Bei Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren kann der TSH-Wert höher sein.

Was tun wenn Schilddrüsenwerte zu niedrig?

Bei den meisten Menschen wird eine Schilddrüsenunterfunktion durch eine chronische Entzündung der Schilddrüse verursacht. Die Unterfunktion lässt sich durch Tabletten mit Schilddrüsenhormonen ausgleichen, die täglich eingenommen werden. Dadurch verschwinden die Beschwerden in der Regel.

Welcher TSH-Wert ist kritisch?

Fachleute sind sich allerdings nicht einig, ab wann der TSH – Wert als erhöht gelten sollte. Für manche ist bereits ein TSH – Wert von über 2,5 Millieinheiten pro Liter (mU/L) auffällig, für andere erst ein Wert von über 4 bis 5 mU/L.

Welche Symptome bei niedrigem TSH-wert?

Symptome: Vielfältig und unspezifisch – Charakteristisch für eine Schilddrüsenunterfunktion ist ihr schleichender, lang anhaltender Verlauf. Sie verursacht vor allem zu Beginn nur geringe Beschwerden und wird daher nicht selten erst spät erkannt. Bei älteren Menschen machen sich meist nur einzelne Symptome, wie eine erhöhte Kälteempfindlichkeit sowie eine verminderte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit bemerkbar – was oft mit normalen, altersbedingten Veränderungen verwechselt wird.

Kälteempfindlichkeit Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, Antriebslosigkeit, TeilnahmslosigkeitVerlangsamte ReflexeGedächtnisschwäche, depressive VerstimmungenGewichtszunahme und erhöhte Blutfettwerte (vor allem Cholesterin, insbesondere das LDL-Cholesterin kann erhöht sein)Muskelschwäche, Muskelsteifigkeit und SchmerzenKühle und blasse trockene HautMyxödeme: Teigige Schwellung des Unterhautbindegewebes, vor allem an den Armen und Beinen und im Gesicht. Betroffene wirken “aufgeschwemmt”.Spröde, brüchige Haare, vermehrter Haarausfall Brüchige NägelHeisere, tiefe Stimme, langsame, verwaschene SpracheChronische Verstopfung Eventuell ein Kropf (Struma)Flüssigkeitsansammlung in den Augenlidern (Lid-Ödeme)Unregelmäßige Monatsblutung bei Frauen, unerfüllter Kinderwunsch oder reduzierte EmpfängnisfähigkeitVerminderung des sexuellen Lustempfindens und der Potenz bei MännernBei schwerer, lang bestehender und unbehandelter Schilddrüsenunterfunktion können verlangsamter Herzschlag, erniedigter und speziell ein erhöhter diastolischer Blutdruck (zweiter Blutdruckwert) auftreten. Die Herzkranzgefäße können verkalken und es kann zu einer Herzmuskelschwäche oder einem Herzbeutelerguss kommen

Diese interaktive Grafik zeigt, welche Körperfunktionen die Schilddrüse beeinflusst und welche Auswirkungen eine Über- und Unterfunktion haben:

Wie ist der TSH-Wert bei Überfunktion?

Blutuntersuchungen – Zunächst wird der Wert des Hormons TSH bestimmt. TSH wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet und steuert die Produktion der Schilddrüsenhormone und ihre Abgabe ins Blut. Daneben oder anschließend wird gegebenenfalls die Konzentration der Schilddrüsenhormone ermittelt.

Bei einer Überfunktion der Schilddrüse liegt der TSH-Wert meist unterhalb des Normbereichs, während die Schilddrüsenhormonwerte im Blut erhöht (manifeste Hyperthyreose) oder noch normal sind (latente oder kompensierte Hyperthyreose). Ist der TSH-Wert normal, ist eine Überfunktion der Schilddrüse fast ausgeschlossen.

Bei Erwachsenen liegt der normale TSH-Wert im Serum etwa zwischen 0,40 und 4,0 mU/l. Bei der Basedowschen Erkrankung lassen sich in mehr als 90 Prozent der Fälle Schilddrüsenantikörper im Blut nachweisen. TSH: Stimulanz der Schilddrüse TSH ist ein in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) produziertes Hormon. Der Wert verrät, ob die Schilddrüse in ausreichendem Maß Hormone produziert und ob eine Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion vorliegt

Wie niedrig darf der TSH-Wert bei Hashimoto sein?

Bis auf wenige Ausnahmen, geht es Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis unter einer Therapie mit Schilddrüsenhormonen besser. – In der Regel beginnen wir zunächst mit einer Monotherapie mit dem Speicherhormon L-Thyroxin (T4), Das stoffwechselaktive Trijodhyronin (T3) geben wir erst dazu, wenn mit L-Thyroxin alleine keine ausreichende Verminderung der Symptome gelingt.

  1. Manche Patienten kommen mit aus Schweineschilddrüsengewebe hergestellten Hormonen besser zurecht als mit den synthetisch hergestellten Thyroxinpräparaten.
  2. Diese natürlichen Schilddrüsenhormone werden auch NDT (Natural Desiccated Thyroid) genannt.
  3. Es handelt sich dabei meist um gefriergetrocknetes Schilddrüsenextrakt vom Schwein, welches die Hormone T4 und T3 im Verhältnis von 4:1 enthält.

Man erklärt sich die bei manchen Patienten bessere Verträglichkeit gegenüber synthetisch hergestellten Thyroxin durch eine leichtere Resorption des an Eiweiß gebundenen natürlichen Schilddrüsenhormons im Magen-Darm-Trakt. Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis leiden oft an Störungen im Magen-Darm-Bereich.

Zudem vermutet man, dass weitere Hormonvorstufen wie T1 und T2 sowie das im Schilddrüsenextrakt vorhandene Calcitonin der Grund für die bessere Wirksamkeit sind. Allerdings ist die Thyroxindosis bei den natürlich hergestellten Präparaten möglicherweise Schwankungen unterworfen, was die Dosisfindung erschweren kann.

Zudem bekommen viele Patienten Überfunktionssymtome. Dies liegt daran, dass natürliches Schilddrüsenextrakt eine relativ hohe Konzentration des stoffwechselaktiven Trijodthyronin (T3) enthält. Deshalb versuchen einige Patienten durch eine Kombinationstherapie mit synthetischen L-Thyroxin die Dosis der NDT reduzieren zu können.

  • Wegen des kurz wirksamen T3 sollten natürliche Schilddrüsenhormone am besten in zwei oder drei Dosen pro Tag genommen werden.
  • Meist reicht eine Einnahme morgens und mittags.
  • Es gibt erbitterte Gegner und glühende Verfechter der Therapie mit natürlichen Schilddrüsenhormonen.
  • In der Regel gelingt es bei unseren Patienten durch eine unkomplizierte Monotherapie mit einer ausreichenden Dosis von L-Thyroxin (T4) die Symptome ausreichend in den Griff zu bekommen.

Einige Patienten brauchen noch zusätzlich Trijodthyronin (T3), Nur bei einem sehr geringen Anteil unserer Patienten erreichen wir die besten Resultate mit einer Umstellung auf Schilddrüsenextrakt vom Schwein. Gegner und Befürworter der unterschiedlichen Therapieansätze stehen sich zum Teil in nahezu ideologischen Dogmatismus gegenüber.

Dem Patienten hilft das in seiner individuellen Situation wenig. Wir halten uns an Hippokrates: “Wer heilt hat recht !”, Geht es den Patienten unter der Therapie gut, ist es die richtige Therapie. In der Regel gelingt es durch eine ausreichende Therapie, dass weder die Lebensqualität noch die Lebenserwartung der Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis eingeschränkt ist.

Voraussetzung hierfür ist eine individuell angepasste Therapie sowie regelmäßige ärztliche Kontrollen. In der Einstellungsphase sollte je nach Krankheitsverlauf und Symptomen alle 4-12 Wochen eine Kontrolluntersuchung erfolgen. Lässt die Krankheitsintensität nach, kann das Kontrollintervall unter Umständen ausgedehnt werden.

  • Treten neue Symptome auf, sollte auch wegen der Neigung zu weiteren Autoimmunerkrankungen nicht zu lange mit einer Kontrolluntersuchung gewartet werden.
  • Die Behandlung zielt vorrangig auf die Bekämpfung der Symptome.
  • Zieht in der Anfangsphase die Entzündung eine Überfunktion der Schilddrüse ( Hyperthyreose ) nach sich, ist natürlich zunächst keine Hormontherapie sinnvoll.

Allerdings müssen regelmäßig Kontrolluntersuchungen stattfinden. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse ( Hypothyreose ) sollten Hormone eingenommen werden. In seltenen Fällen kann eine frühzeitige Behandlung der Unterfunktion zu einer Heilung führen. Meist ist die Hormoneinnahme jedoch lebenslang notwendig. Die meisten Erkrankten haben nach der Hormoneinnahme deutlich weniger Beschwerden als vor der Therapie.

  1. Die Hormondosierung wird durch die Bestimmung von TSH, fT3 und fT4 kontrolliert und sollte immer in kleinen Schritten erhöht werden,
  2. Wir beginnen meist mit einer niedrigen Dosis von 12,5 oder 25 L-Thyroxin.
  3. Zunächst wird der TSH-Wert alle 4-12 Wochen kontrolliert und die Dosis wenn notwendig um 25 ug erhöht.

Bei manchen Patienten sind auch kleinere Dosisschritte bei der Feineinstellung wie 12,5 ug oder sogar 6,25 ug notwendig. Die meisten Patienten fühlen sich dann bei einem TSH-Wert unter 1,0 am wohlsten. Deshalb streben wir in der Regel einen niedrig normalen TSH-Wert zwischen 0,3 und 1,0 an.

Nicht selten sind die Symptome aber erst mit noch niedrigeren TSH-Werten in den Griff zu bekommen. Die Werte von fT4 und fT3 sollten dabei im (oberen) Normbereich sein. Bei einer derartigen Einstellung mit niedrigen TSH ist es aber zwingend notwendig, neben der Schilddrüse auch immer andere Organe wie z.B.

das Herz-Kreislauf-System oder die Knochendichte im Auge zu behalten, um negative Auswirkungen der Hormontherapie frühzeitig erfassen zu können. Zur Dosisfindung finden Sie hier einen fT4/fT3-Rechner

Welche Augenprobleme bei Schilddrüsenüberfunktion?

Symptome – Bei Zellschäden wie sie im Rahmen von Autoimmunprozessen auftreten entsteht eine Entzündung die sich in Form einer Gewebeschwellung bemerkbar macht. Die dadurch entstehende Grössenzunahme in der Augenhöhle führt zu einer Verschiebung der Augen nach aussen (nach innen ist die Augenhöhle durch knöcherne Anteile des Schädels begrenzt). Die Folge sind diverse Beschwerden:

Hervorstehende Augen (Exophthalmus) Unzureichender Schluss der Augenlider Trockene Augen durch mangelnde Befeuchtung der Hornhaut mit Rötung der Augen, Fremdkörpergefühl, Lichtempfindlichkeit und vermehrtem Augentränen Sehminderung Augenschmerzen Augenmuskelstörungen mit Doppelbildern und Schielen

Gefürchtet sind insbesondere druckbedingte Schäden am Sehnerven. Diese können Gesichtsfeldausfälle bis hin zum kompletten Sehverlust zur Folge haben.

Was ist schlimmer unter oder Überfunktion der Schilddrüse?

Die Schilddrüse – kleines Organ, große Wirkung Die Schilddrüse ist vielleicht das unterschätzteste Organ im menschlichen Körper. Funktioniert sie einwandfrei, findet sie kaum Beachtung. Kommt es jedoch zu Störungen, kann dies ernsthafte Auswirkungen auf zahlreiche wichtige Körperfunktionen haben. Klein, aber oho: Die Schilddrüse ist ein echter Alleskönner. Im vorderen Halsbereich unterhalb des Kehlkopfes gelegen, bildet das schmetterlingsförmige Organ Stoffe, die sich auf fast alle wichtigen Funktionen unseres Körpers auswirken. Die jodhaltigen Triiodthyronin und Thyroxin beeinflussen etwa den, das Herz-Kreislauf-System, verschiedene Vorgänge im Magen-Darmtrakt, Sexualfunktionen oder auch die seelische Verfassung. Sofern sie reibungslos arbeitet, misst der Schilddrüse trotz ihres großen Einflusses auf den gesamten Körper kaum jemand Bedeutung bei. Wie wichtig das bei erwachsenen Menschen normalerweise nur 25 bis 30 Gramm schwere Organ tatsächlich ist, zeigt sich erst, wenn seine Funktion gestört ist.

  • Produziert die Schilddrüse nämlich zu viel oder zu wenig Hormone, treten vielfältige Beschwerden auf.
  • Bei Jodmangel können auch Knoten oder eine krankhafte Vergrößerung des Organs (Kropf oder auch genannt) entstehen.
  • In Deutschland leidet etwa jeder Dritte an einer Schilddrüsenerkrankung, wobei Frauen etwa vier Mal häufiger betroffen sind als Männer.
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Operationen zur Entfernung überschüssigen Schilddrüsengewebes zählen zu den häufigsten operativen Eingriffen überhaupt. Wenn die Schilddrüse nicht ausreichend Hormone bildet, kommt es im gesamten Körper zu einer Unterversorgung (). Der Organismus quittiert das mit einer Verlangsamung verschiedener wichtiger Stoffwechselprozesse, was sich etwa in Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, und erhöhter Infektanfälligkeit äußern kann.

  • Häufig sind auch Wassereinlagerungen, die sich beispielsweise durch Schwellungen der Augenlider und ein aufgedunsenes Gesicht bemerkbar machen.
  • Oft haben Betroffene trotz unveränderter Essgewohnheiten mit Gewichtszunahme zu kämpfen.
  • Bei Frauen kann eine Schilddrüsenunterfunktion ferner zu Symptomen wie einer unregelmäßigen Monatsblutung oder eingeschränkter Empfängnisfähigkeit führen.

Bei Kindern kann es zunächst zu einer geistigen Störung mit Schwerhörigkeit (Kretinismus), später dann zu Symptomen wie Sprach- und Koordinationsstörungen, Stimmungsschwankungen oder Antriebsarmut kommen. Da in Deutschland die Untersuchung auf eine Schilddrüsenunterfunktion bei Neugeborenen Standard ist, ist eine frühzeitige Behandlung jedoch in der Regel kein Problem.

Als Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion kommen etwa (z.B. die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, bei der das das Schilddrüsengewebe ins Visier nimmt), eine Operation des Organs, die Überdosierung bestimmter Medikamente oder auch Jodmangel in Frage. Darüber hinaus existieren angeborene Unterfunktionen, etwa durch eine zu kleine oder sogar vollständig fehlende Schilddrüse.

Auch Störungen im Gehirn bzw. in der Hirnanhangdrüse können dazu führen, dass eine sonst intakte Schilddrüse zu sparsam arbeitet. Übertreibt es die Schilddrüse hingegen mit der Hormonproduktion (Hyperthyreose), reagiert unser Körper mit den gegenteiligen, Das heißt, dass es zu einer Beschleunigung der Stoffwechselprozesse kommt, die sich z.B. durch gesteigerten Appetit, Nervosität,, Herzrhythmusstörungen, Reizbarkeit und bemerkbar machen.

Bei Kindern äußert sich die Schilddrüsenüberfunktion oft in Wachstumsstörungen, Wutanfällen sowie Bauschmerzen und, Auch bei Hyperaktivität kommt die Erkrankung als Auslöser infrage. Die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenüberfunktion ist die Basedowsche Erkrankung (Morbus Basedow). Bei dieser Autoimmunerkrankung wird die Schilddrüse Ziel der körpereigenen Abwehr: Das Immunsystem bildet, die zu einer gesteigerten Hormonproduktion in der Schilddrüse führen.

Typische Anzeichen für die Basedowsche Erkrankung sind eine Vergrößerung des Schilddrüsengewebes, Herzrasen und ein Hervortreten der Augäpfel. Die zweithäufigste Ursache für eine Schilddrüsenüberfunktion ist die sogenannte Autonomie, deren häufigster Auslöser ein Jodmangel ist.

Schilddrüsenunterfunktion Schilddrüsenüberfunktion
Antriebsarmut (lustlos, depressiv verstimmt) Bewegungsunruhe, Reizbarkeit
Appetitlosigkeit Gesteigerter Appetit
Erhöhtes Schlafbedürfnis, Schlafstörungen, Müdigkeit Schlafstörungen bis hin zur Schlaflosigkeit trotz erhöhtemMüdigkeitsempfinden
verlangsamter Puls, schwache/eingeschränkte Muskelreflexe Bluthochdruck, erhöhte Pulsfrequenz, Herzklopfen bis hinzu Herzrasen, Herzrhythmusstörungen
Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen Unruhe, Nervosität, zitternde Hände
Gewichtszunahme Gewichtsabnahme
Kälteempfindlichkeit Wärmeempfindlichkeit, übermäßiges Schwitzen, Hitzewallungen
erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infekten Vergrößerung der Schilddrüse (so genannter Kropf, Struma)
Haarausfall, Haut und Nägel können sich verändern Haarausfall
Heisere Stimme, häufiges Räuspern Muskelschmerzen und –schwäche
Unregelmäßiger Monatszyklus bei Frauen Zyklusstörungen
Geringe Lust auf Geschlechtsverkehr Labile Gefühlslage, Reizbarkeit

Wer aufgrund der oben genannten Symptome eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion bei sich vermutet, sollte auf jeden Fall einen Arzt zu Rate ziehen, da nur dieser eine zuverlässige Diagnose stellen kann. Die gute Nachricht: Patienten mit Schilddrüsenfehlfunktionen können meist ein weitgehend normales Leben führen.

Voraussetzung ist, dass der jeweilige Zustand erkannt und konsequent behandelt wird. Dazu kann der Arzt beispielsweise die Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut messen oder per Ultraschall die Größe und Beschaffenheit des Organs untersuchen. Am zuverlässigsten kann ein Endokrinologe, ein Facharzt für Stoffwechselerkrankungen, eine Schilddrüsenfehlfunktion feststellen.

Liegt eine Unterfunktion vor, ist eine lebenslange Behandlung mit Medikamenten unumgänglich. Wer synthetisch hergestellte Schilddrüsenhormone einnimmt, ist zwar meist in absehbarer Zeit ohne Symptome, doch diese kehren zurück, wenn die Stoffe abgebaut sind.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion hingegen verordnet der Arzt Medikamente, die die Hormonproduktion hemmen. Dadurch normalisiert sich der Stoffwechsel in der Regel nach zwei bis drei Monaten. Oft ist die Therapie jedoch längerfristig angelegt, um Rückfälle zu verhindern. Bei Patienten mit Schilddrüsenautonomie besteht neben Medikamenteneinnahme zudem die Möglichkeit, die Fehlfunktion durch eine Operation bzw.

eine Radiojodtherapie – die Einnahme radioaktiven Jods zur Beseitigung fehlerhafter Zellen – zu behandeln. Die Schilddrüse benötigt Jod, um reibungslos arbeiten zu können. Sowohl Patienten mit einer Schilddrüsenunter- als auch solche mit einer -überfunktion sollten daher auf eine ausreichende Versorgung mit dem Spurenelement achten. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei Erwachsenen bei 200 µg. Bei oder stillenden Frauen mit einer Schilddrüsenunterfunktion sollte der Arzt klären, ob eine zusätzliche Jodzufuhr sinnvoll ist. Da Schilddrüsenerkrankungen zum Teil erblich bedingt sind, können Vorsorgeuntersuchungen durchaus sinnvoll sein. Lassen Sie daher regelmäßig die Konzentration des Schilddrüsenhormons im Blut untersuchen – ganz besonders dann, wenn es in Ihrer Familie bereits entsprechende Krankheitsfälle gegeben hat. Verschiedene externe Faktoren können Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse begünstigen. Dazu gehören beispielsweise Rauchen, übermäßiger, verschiedene Umweltgifte oder auch Röntgenstrahlen.

Leichtgewicht: Die Schilddrüse eines erwachsenen Menschen wiegt nur zwischen 25 und 30 Gramm. Die Schilddrüse besteht aus etwa drei Millionen kleinen, blasenartigen Hohlraumstrukturen, den sogenannten Schilddrüsenfollikeln. Etwa jeder 3. Bundesbürger leidet an einer Schilddrüsenerkrankung. Operationen zur Entfernung überschüssigen Schilddrüsengewebes zählen zu den häufigsten operativen Eingriffen überhaupt. Frauen sind von Krankheiten der Schilddrüse etwa 4 Mal so häufig betroffen wie Männer. Der TSH-Wert (Thyroidea-stimulierendes Hormon), der eine Störung der Schilddrüse anzeigt, sollte bei Erwachsenen zwischen 0,40 und 2,5 mU/l liegen. Werte darüber deuten auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin, solche darunter auf eine Überfunktion. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts erkranken in Deutschland pro Jahr etwa rund 7.000 Menschen an Schilddrüsenkrebs.

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Was kann den TSH Wert beeinflussen?

Schilddrüsenuntersuchungen verstehen Die ist eine lebenswichtige, die vor allem für den Energiestoffwechsel wichtig ist. Sie befindet sich im vorderen Halsbereich unterhalb des und hat die Form eines Schmetterlings. Die Schilddrüse bildet unter anderem die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4).

Die Schilddrüsenhormone haben vielfältige Aufgaben: Sie sind für den Stoffwechsel sowie für das und die Reifung des Körpers verantwortlich. Die Bildung der Schilddrüsenhormone wird von der (Hypophyse) kontrolliert. Die Hirnanhangsdrüse produziert das Hormon (Thyroidea-stimulierendes Hormon, Thyroidea = Schilddrüse).

regt nicht nur die Bildung der Schilddrüsenhormone an, sie beeinflusst auch die Größe der Schilddrüse. Die Bildung von wird wiederum durch Schilddrüsenhormone gehemmt. Das System ähnelt also einem Thermostat, der die Raumtemperatur auf einem bestimmten Wert hält.

Daher ist die Konzentration von Schilddrüsenhormonen im normalerweise relativ gleichbleibend. Es gibt verschiedene Tests und Untersuchungen, mit denen die Funktion und Beschaffenheit der Schilddrüse überprüft werden kann. Bei dieser Untersuchung der Schilddrüse tastet die Ärztin oder der Arzt meist von hinten den Hals im Bereich der Schilddrüse sorgfältig ab.

Sie oder er achtet dabei unter anderem darauf, ob sich die Schilddrüse auffällig anfühlt oder zum Beispiel vergrößert hat. Eine vergrößerte Schilddrüse – auch Kropf oder Struma genannt – kann auf einen Jodmangel mit noch normaler Schilddrüsenfunktion hinweisen.

Sie kann aber auch Zeichen einer – oder der Schilddrüse sein, bei der zu viel oder zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet werden. Tastbare Knoten können ebenfalls ein für eine Störung der Schilddrüsenfunktion sein. Allerdings können sowohl eine Vergrößerung als auch Knoten vorkommen, ohne dass die Arbeit der Schilddrüse beeinträchtigt ist.

Die Tastuntersuchung kann daher nur erste Hinweise geben, für eine sichere sind weitere Untersuchungen notwendig. Die Schilddrüse gibt stetig eine bestimmte Menge an Hormonen ins Blut ab. Daher lässt sich mithilfe einer Blutuntersuchung ermitteln, welche Hormonmengen die Schilddrüse produziert.

Mit Bluttests können die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) sowie das Hirnanhangsdrüsen-Hormon bestimmt werden. Störungen der Schilddrüsenfunktion sind besonders früh an einer Veränderung des TSH-Wertes erkennbar. Daher wird oft zunächst nur gemessen. Weicht der TSH-Wert von der normalen Menge im Blut ab, werden auch die Schilddrüsenhormone T3 und T4 bestimmt.

Der größte Teil der Schilddrüsenhormone ist an bestimmte Bluteiweiße gebunden; wirksam sind aber nur die nicht gebundenen, sogenannten freien Schilddrüsenhormone. Deshalb werden nur die freien Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 gemessen („f” steht hier für „frei”).

  1. Schilddrüsen-Antikörper werden bestimmt, wenn man nach der Ursache einer Schilddrüsenfunktionsstörung sucht.
  2. Die entstehen, wenn das irrtümlich das eigene Schilddrüsengewebe angreift.
  3. Sie können auch die Wirkung von Schilddrüsenhormonen blockieren.
  4. Ein weiteres Schilddrüsenhormon ist das Kalzitonin.
  5. Es wird im Blut vor allem dann gemessen, wenn der Verdacht auf eine bestimmte Form von Schilddrüsenkrebs besteht.

Wenn das Blut zu viel oder zu wenig T3 und T4 enthält, besteht ein Ungleichgewicht zwischen der vom Körper benötigten und der tatsächlich vorhandenen Menge an Schilddrüsenhormonen. Folgende Werte geben Hinweise auf die Ursachen des Ungleichgewichts:

Thyroidea stimulierendes Hormon ( ): Erhöhte TSH-Werte weisen auf eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) hin. Sie zeigen, dass die Hirnanhangsdrüse mehr produziert, um die Schilddrüse zur Hormonbildung anzuregen. Sehr wenig im Blut kann dagegen auf eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) hinweisen. Die Hirnanhangsdrüse bildet dann weniger, um die Schilddrüse nicht noch mehr anzuregen. Freies Trijodthyronin (fT3) und freies Thyroxin (fT4): Erhöhte Werte der freien Schilddrüsenhormone im Blut können auf eine Überfunktion hindeuten. Sind sie zu niedrig, kann dies ein Zeichen für eine Unterfunktion sein. Schilddrüsen-Antikörper : Ihre Konzentration im Blut ist bei bestimmten Erkrankungen erhöht, bei denen das die Schilddrüse angreift. Dazu gehören beispielsweise die sogenannte oder die, Kalzitonin : Dieser Wert ist in der Regel bei einem bestimmten Schilddrüsenkrebs erhöht. Er kann aber auch bei anderen Erkrankungen – zum Beispiel bei – erhöht sein. Wie viel Kalzitonin das Blut enthält, spielt auch eine wichtige Rolle im Kalzium- und,

Die Konzentration von und Schilddrüsenhormonen im Blut kann auch durch die dauerhafte Einnahme vieler Medikamente beeinflusst werden. Zu den Substanzen, die die Schilddrüsenwerte beeinflussen, gehören beispielsweise: Deshalb ist es wichtig, die Ärztin oder den Arzt vor einem Bluttest darüber zu informieren, welche Medikamente man einnimmt.

  • Bei einer ( ) werden Schallwellen in den Bereich der Schilddrüse gesandt, die von dort je nach Gewebeart unterschiedlich stark oder gar nicht zurückgesendet werden.
  • Dazu wird der mit etwas Gel benetzte Schallkopf des Ultraschallgeräts über den Hals bewegt.
  • Die empfangenen Schallwellen werden auf dem Leuchtschirm des Ultraschallgeräts räumlich dargestellt.

Per kann man ausmessen, wie groß die Schilddrüse ist und so auch eine Schilddrüsenvergrößerung feststellen. Eine vergrößerte Schilddrüse kann auf eine Unter- oder Überfunktion hinweisen. Um sicher sagen zu können, ob die Schilddrüse tatsächlich zu viel oder zu wenig produziert, ist zusätzlich eine Blutuntersuchung nötig.

  1. Außerdem sind Gewebeveränderungen wie Knoten oder Zysten im Ultraschallbild erkennbar.
  2. Werden Knoten entdeckt, können andere Untersuchungen wie eine oder in einigen Fällen auch eine ( ) sinnvoll sein.
  3. Mithilfe der lässt sich als Bild darstellen, wie aktiv die Schilddrüse ist.
  4. Vor der Untersuchung wird ein schwach radioaktiver Stoff in die Armvene gespritzt.

Dieser verteilt sich über den im Körper und wird vor allem von der Schilddrüse aufgenommen. Je nachdem, wie einzelne Bereiche der Schilddrüse arbeiten, sammelt sich unterschiedlich viel von diesem Stoff im Schilddrüsengewebe an. Die Szintigrafie-Aufnahme der Schilddrüse macht die Verteilung und die Menge des angesammelten Stoffes sichtbar.

  1. Dieses Bild wird Szintigramm genannt.
  2. Vor einer kann es erforderlich sein, bestimmte Medikamente abzusetzen – beispielsweise Schilddrüsenmedikamente.
  3. Vor der Untersuchung ist es deshalb wichtig, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren, welche Medikamente eingenommen werden.
  4. Im Rahmen einer können unerwünschte Wirkungen auftreten: Selten kann die Spritze Blutgefäße oder Nerven verletzen oder die Einstichstelle kann sich entzünden.

Außerdem sind möglich, vor allem auf das eingespritzte Mittel. Die Untersuchung geht mit einer geringen Strahlenbelastung einher. Es werden allerdings nur sehr kleine Mengen strahlender Substanzen eingesetzt, die innerhalb weniger Tage im Körper zerfallen.

  • Mithilfe einer ist es möglich, die Aktivität der Schilddrüse zu untersuchen: Je intensiver die Schilddrüse arbeitet, desto stärker wird sie durchblutet und desto mehr von dem gespritzten Stoff reichert sich im Gewebe an.
  • Die aktiven Bereiche heben sich auf dem Bild deutlich von den weniger aktiven ab.

Auf diese Weise lassen sich auch „kalte” von „heißen” Knoten unterscheiden: In einem kalten Knoten sammelt sich weniger markierter Stoff, weil der Stoffwechsel im Gewebe hier langsamer ist. Ein kalter Knoten weist in den meisten Fällen auf eine harmlose Gewebeveränderung hin; nur selten auf einen Tumor der Schilddrüse.

An heißen Knoten reichert sich dagegen mehr markierte Substanz an – hier ist der Stoffwechsel erhöht und das Gewebe produziert viele, Heiße Knoten können ab einer bestimmten Größe zu einer Überfunktion der Schilddrüse führen. Bei einer Feinnadelpunktion wird eine sehr dünne Hohlnadel in das Schilddrüsengewebe vorgeschoben, um Gewebe oder Flüssigkeit zu entnehmen.

Eine Betäubung ist in der Regel nicht nötig, die Untersuchung ist nicht unangenehmer als eine normale Blutabnahme am Arm. Um eine bessere Orientierung zu haben, setzt die Ärztin oder der Arzt häufig zusätzlich ein Ultraschallgerät ein. Selten kann sich nach einer Feinnadelpunktion ein Bluterguss bilden oder die Einstichstelle,

  1. Wer Medikamente nimmt, die die hemmen, sollte mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen, ob es nötig ist, sie vor der Untersuchung abzusetzen.
  2. Durch die Feinnadelpunktion der Schilddrüse kann man genauer feststellen, ob es sich bei einer per Ultraschall oder festgestellten Veränderung des Drüsengewebes um eine oder einen gut- oder bösartigen Tumor handelt.

Es werden Gewebeproben entnommen, die dann an ein Labor geschickt und unter dem Mikroskop untersucht werden. Mithilfe einer Feinnadelpunktion können außerdem flüssigkeitsgefüllte Zysten entleert werden. IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung. Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien.

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Kann Stress den TSH Wert beeinflussen?

Störung der HPA-Achse führt zu Störung der HPT-Achse –

Die Bildung der Hormone der Nebennieren wird über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse, besser bekannt als HPA-Achse, gesteuert. Diese HPA-Achse ist an vielen Körperfunktionen beteiligt, so zum Beispiel an der Regulierung unserer Körpertemperatur, der Verteilung der verfügbaren Energie und natürlich auch der Steuerung von Stressreaktionen.

Wenn die Nebennieren in Schwierigkeiten geraten, weil sie zu viele Stresshormone bilden müssen, so führt dies unter anderem auch dazu, dass der Hypothalamus und die Hypophyse bei ihrer übrigen Arbeit wie zum Beispiel der Steuerung der Schilddrüsenhormone über die Hypothalamus-Hypophysen-Schilddrüsen (HPT)-Achse behindert werden.

Das bedeutet, dass eine Störung der HPA-Achse auch die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen kann. Außerdem führt eine Stressreaktion immer auch zur Freisetzung von entzündungsfördernden Cytokinen aus dem Immunsystem. Untersuchungen zeigen, dass diese entzündungsfördernden Cytokine nicht nur die HPA-Achse unterdrücken, sondern auch die Bildung von TSH (Tyroid-stimulierendem Hormon) in der Hypophyse verringern.

    Welcher Schilddrüsenwert ist der wichtigste?

    “Über- oder Unterfunktion” der Schilddrüse – Der wichtigste Schilddrüsenwert ist der TSH-Wert. Das Ergebnis kann für Laien zunächst etwas verwirrend sein, denn bei einer Unterfunktion ist der gemessene Wert zu hoch und bei der Überfunktion zu niedrig.

    Der TSH-Wert ist zu hoch – es besteht einer Unterfunktion der Schilddrüse Bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) der Schilddrüse sind zu wenig Schilddrüsenhormone (T3/ T4) im Blut vorhanden. Deshalb hat als Gegenregulation durch die Hirnanhangdrüse die Produktion der Hormone eingesetzt, weil die Schilddrüse zu wenige Hormone (T3/T4) ausschüttet. Der TSH-Wert ist zu hoch – es besteht einer Überfunktion der Schilddrüse Bei der Überfunktion (Hyperthyreose) der Schilddrüse sind zu viele Schilddrüsenhormone (T3/ T4) im Blut vorhanden. Deshalb hat als Gegenregulation die Hirnanhangdrüse die Produktion der Hormone gedrosselt, weil ja die Schilddrüse selbst zu viele Hormone (T3/T4) ausschüttet.

    Eine genauere Diagnose sollte durch zusätzliche Untersuchungen wie z.B. ein Ultraschall der Schilddrüse und die Bestimmung der Schilddrüsenantikörper weiter abgeklärt werden.

    Was hat Vitamin D mit Schilddrüse zu tun?

    Mikronährstoffe: Jod, Selen und Co. Die Schilddrüsenhormone (T3, T4) werden in der Schilddrüse gebildet und ermöglichen Zellteilung und Zellwachstum in allen Organsystemen. Sie steuern den Grundumsatz des Körpers und erhalten die Körpertemperatur aufrecht.

      ist lebensnotwendig für die Bildung der Schilddrüsenhormone. Es wird aus dem Blut in die Schilddrüse aufgenommen, dort gespeichert und bei Bedarf zur Bildung von Schilddrüsenhormonen verwendet. Selen ist Bestandteil von zahlreichen Enzymen und trägt zur Bildung von Schilddrüsenhormonen bei. Bei Selenmangel wird weniger Schilddrüsenhormon gebildet, eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) wird gefördert. Außerdem trägt es als Antioxidans zu einer gesunden Zellentwicklung bei. Calcium ist wie Vitamin D für den Aufbau von Knochenmasse und Zähnen verantwortlich. Parathormon aus der Nebenschilddrüse kann bei Bedarf den Calciumspiegel im Blut erhöhen. Ist die Nebenschilddrüse in ihrer Funktion beeinträchtigt, kann eine vermehrte Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr wichtig sein. Eisen ist für die optimale Verwertung und für den Einbau von Jod bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen wichtig. Außerdem ist es unerlässlich für Sauerstofftransport und Sauerstoffspeicherung im Körper. Vitamin A spielt eine Rolle bei der Ausschüttung von TSH, einem Hormon, das sämtliche Funktionen der Schilddrüse steuert (Aufnahme von Jod, Bildung von Schilddrüsenhormonen, Durchblutung und Wachstum der Schilddrüse). Vitamin D ist nicht nur wichtig für Knochenbildung, Immunsystem und Zellentwicklung im Körper, sondern beeinflusst auch die Ausschüttung von Thyroxin (Schilddrüsenhormon). Außerdem fördert es die Aufnahme von Calcium. Der Großteil des Vitamin-D-Bedarfs kann im Normalfall über die körpereigene Produktion gedeckt werden. Eine Abdeckung des kompletten Vitamin-D-Bedarfs allein über die Ernährung ist nicht möglich.

    : Mikronährstoffe: Jod, Selen und Co.

    Sind Haferflocken gut bei Schilddrüsenüberfunktion?

    Essen für die Schilddrüse Sie ist klein, schmetterlingsförmig, sitzt unterhalb des Kehlkopfes und sofern gesund, spüren wir sie nicht. Die Schilddrüse mag unscheinbar sein, aber sie ist für uns unentbehrlich. Eine Störung der Hormondrüse kann uns ganz schön aus der Balance werfen.

    1. Ob Unterfunktion, Überfunktion, Hashimoto, Morbus Basedow, heiße oder kalte Knoten oder Jodmangelstruma – die Diagnostik ist schon nicht einfach, eine Störung der Schilddrüse lässt sich außerdem nicht leicht behandeln.
    2. Die Symptome sind vielfältig und unspezifisch und sie haben eines gemeinsam – sie entwickeln sich meist schleichend.

    Müdigkeit, Leistungsschwäche, Gewichtsprobleme, Verdauungsbeschwerden, Herzrasen, Kloßgefühl im Hals oder Halsschmerzen, Schlafstörungen, Stimmungstiefs – alle diese Beschwerden weisen auf eine Schilddrüsenproblematik hin, können aber genauso gut andere Hintergründe haben.

    • Erkrankung der Schilddrüse Bei fehlender Vorsorgeuntersuchung oder mangelnder Gründlichkeit wird eine Erkrankung der Schilddrüse nicht selten spät erkannt.
    • Als Basisdiagnostik wird TSH untersucht, das in der Hypophyse (in einem Teil des Gehirns) gebildet wird.
    • Es stimuliert die Schilddrüse und man kann Rückschlüsse über deren Funktion bekommen.

    Bei Auffälligkeiten empfiehlt sich die Untersuchung der Hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) in freier Form sowie eine Ultrashalluntersuchung der Schilddrüse. Doch wenn etwas auffällig war und es zur Behandlung mit Hormonen kommt, entspricht der Erfolg nicht immer den Erwartungen.

    1. Vor allem das Körpergewicht will häufig nicht wieder runter gehen.
    2. Da die Schilddrüsenhormone großen Einfluss auf unseren Grundumsatz haben, kommt es bei einer Schilddrüsenunterfunktion leicht zu einer Gewichtszunahme, die dann aber leider trotz Behandlung mit L-Thyroxin oft nur schwer rückgängig gemacht werden kann.

    Betroffene suchen deshalb nach zusätzlichen Behandlungswegen. Hier kann ein ganzheitlicher Ansatz sinnvoll sein, besonders die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoditis Bei einer Hashimoto-Thyreoditis zum Beispiel sind auch andere Organe und Systeme im Körper betroffen.

    • Leber und Darm brauchen Unterstützung und Immunsystem und Nebennieren sollten gestärkt werden.
    • Auch andere Hormonsysteme sind häufig in Mitleidenschaft gezogen, denn alles hängt im Organismus miteinander zusammen.
    • Zu Beginn eines Hashimoto, wenn die Schilddrüse auf Hochtouren läuft, um einen Hormonmangel auszugleichen, kann es hilfreich sein, auf Gluten zu verzichten, um den Darm zu beruhigen und das Immunsystem nicht weiter anzufeuern.

    Hat sich aber ein Hashimoto bereits manifestiert und aufgrund des zerstörten Gewebes eine Unterfunktion eingestellt, ist ein Glutenverzicht meist nicht mehr nötig. Dies zeigt, dass es wichtig ist, zu ermitteln in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet, um dann gezielt und effektiv unterstützen zu können.

    1. Darmgesunde und entzündungsarme Ernährung sowie der Ausgleich von Nährstoffmängeln sind bei Hashimoto unabdingbar.
    2. Auch die Mahlzeitenhäufigkeit und die Zusammenstellung auf dem Teller sind bei der Behandlung wichtig.
    3. Intervallfasten oder eine Low-Carb-Ernährung, beides derzeit populäre Ernährungsformen, sind bei Hashimoto, aber auch bei einer Unterfunktion ungünstig und verschlechtern die Stoffwechselsituation sogar.

    Manche Lebensmittel hemmen die Aufnahme von Thyroxin Werden Schilddrüsentabletten eingenommen gibt es zusätzlich einiges zu beachten. Viele Lebensmittel hemmen die Aufnahme von L-Thyroxin im Darm. Aus diesem Grund wird empfohlen, 30 Minuten, besser wären sogar 60 Minuten, zu warten bis die nächste Mahlzeit eingenommen wird.

    • Besonders Haferflocken und die darin enthaltenen Beta-Glucane binden Thyroxin wodurch es nicht mehr von der Darmschleimhaut aufgenommen werden kann.
    • Das spielt auch bei Gesunden eine Rolle, denn Thyroxin, egal ob zugeführt oder natürlich gebildet, durchläuft einen enterohepatischen Kreislauf, wird also im Darm rückresorbiert und über die Leber wieder zur Schilddrüse zurückgeführt.

    Manche Lebensmittel verhindern die Aufnahme aus dem Darm. Beispielsweise der Genuss von grünem Tee kann bei übermäßigem Verzehr zu Hypothyreose (Unterfunktion) führen. Auch Eisensulfat und Calciumsupplemente vermindern die Thyroxinresorption. Deutschland ist Jodmangelgebiet Es gibt einige Ursachen, die unsere Schilddrüse schädigen und beeinträchtigen können.

    1. Umweltfaktoren, Rauchen, Stress, vor allem leben wir in einem Jodmangelgebiet, weshalb eine ausreichende Zufuhr von Jod oft nicht gewährleistet ist.
    2. Die WHO empfiehlt 150 µg Jod pro Tag, für Schwangere und Stillende gelten höhere Empfehlungen.
    3. Besonders gefährdet für einen Jodmangel sind Veganer, Vegetarier, Milchallergiker und Menschen, die keinen Seefisch essen und kein Jodsalz verwenden.

    Die Schilddrüse ist auf die regelmäßige Aufnahme von Jod aus der Nahrung angewiesen, um Hormone produzieren zu können. Ein Mangel führt langfristig und unbehandelt zu einem Jodmangelstruma (Kropf) und einer Unterfunktion. Deshalb empfiehlt die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) 1-2 x pro Woche Seefisch und regelmäßig, am besten täglich Milch oder Milchprodukte zu verzehren, da das Futter der Kühe mit Jod angereichert wird (außer bei Biobetrieben).

    • Es empfiehlt sich zudem die Verwendung von jodiertem Speisesalz im Haushalt und die Beachtung der Zutatenlisten.
    • Greifen Sie zu Lebensmitteln, die mit Jodsalz angereichert sind, was sich leicht in der Zutatenliste erkennen lässt.
    • Algen und Algenpräparate als Nahrungsergänzung hingegen bergen ein unkalkulierbares Risiko, da die Jodgehalte sehr stark variieren und bei stark erhöhter Aufnahme eine Überfunktion der Schilddrüse provozieren können.

    Es sind aber noch weitere Nährstoffe für die Schilddrüse von Bedeutung, z.B. Selen und Eiweiß. Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung ist daher für die Schilddrüse wichtig. Einige Substanzen in Lebensmitteln hemmen die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse.

    Diese strumagenen Substanzen sind z.B. in nativem Raps- und Hanföl enthalten, in Kohl, Mais, Hirse, Soja und Süßkartoffeln. Auch manche Heiltees enthalten sie und können bei regelmäßigem Konsum die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen. Ein Mangel an Selen, Zink, Eisen, Vitamin B12 hat langfristig den gleichen Effekt,

    Es bildet sich ein unwirksames Hormon (reverse T3), das die T3-Rezeptoren blockiert und damit die Schilddrüsenhormone unwirksam macht. Ernährungsberatung kann die Therapie unterstützen So komplex, wie die Funktion der Schilddrüse selbst und die Wirkung der Schilddrüsenhormone auf den Organismus, so knifflig ist auch die Therapie.

    • Viele Einflussfaktoren müssen beachtet werden und je nach Erkrankung und Stadium werden andere Empfehlungen gegeben.
    • Für den Laien ist es gar nicht so leicht den Durchblick zu behalten.
    • Daher kann eine professionelle Ernährungsberatung sehr hilfreich sein.
    • Bei Interesse und wenn Sie das Gefühl haben mit Medikamenten allein nicht ausreichend behandelt zu sein oder sich durch die häufig widersprüchlichen Empfehlungen nicht zurechtfinden, dann freue ich mich, wenn Sie sich an mich wenden.

    Mit Ihnen gemeinsam finde ich eine für Sie passende Ernährung, die Erkrankung, Alltag und Ihre Lebenssituation berücksichtigt.

    Was ist der Unterschied zwischen Hashimoto und einer Schilddrüsenunterfunktion?

    Bei einer Hashimoto -Thyreoiditis entzündet sich die Schilddrüse. Die Ursache ist eine Fehlreaktion des Immunsystems. Dadurch entwickelt sich mit der Zeit oft eine Schilddrüsenunterfunktion. Die Schilddrüse bildet dann nicht mehr genug Hormone.

    Hat die Schilddrüse Einfluss auf die Augen?

    Was hat die Schilddrüse mit dem Auge zu tun? – Die Endokrine Orbitopathie (EO) ist eine autoimmunbedingte entzündliche Erkrankung der Augenhöhle, die meist mit einer Schilddrüsenüberfunktion auftritt. Diese Erkrankung wird auch Morbus Basedow genannt.

    Durch eine Entzündung des Bindegewebes der Augenhöhle und der Augenmuskeln kommt es zum Hervortreten der Augäpfel. Das Krankheitsbild kann für die Betroffenen eine große Einschränkung der Lebensqualitiät darstellen. Sie können berufsunfähig werden und die Fahrerlaubnis velieren. Eine frühzeitige Diagnose und schnelle Therapie zur Minimierung von Dauerschäden ist besonders wichtig.

    Immer ist eine augenärztliche, neuroradiologische und internistische Untersuchung und engmaschige Betreuung notwendig.

    Welchen Mangel hat man bei Schilddrüsenunterfunktion?

    Therapie der Schilddrüsenunterfunktion im Zentrum für Schilddrüsenerkrankungen Bonn-Bornheim-Swisttal – Bei nachgewiesener Unterfunktion der Schilddrüse führt eine Beseitigung des Hormonmangels durch Gabe des Schilddrüsenhormon L-Thyroxin häufig zu einem deutlichen Rückgang der Symptome.

    Sind Haferflocken gut für die Schilddrüse?

    Essen für die Schilddrüse Sie ist klein, schmetterlingsförmig, sitzt unterhalb des Kehlkopfes und sofern gesund, spüren wir sie nicht. Die Schilddrüse mag unscheinbar sein, aber sie ist für uns unentbehrlich. Eine Störung der Hormondrüse kann uns ganz schön aus der Balance werfen.

    • Ob Unterfunktion, Überfunktion, Hashimoto, Morbus Basedow, heiße oder kalte Knoten oder Jodmangelstruma – die Diagnostik ist schon nicht einfach, eine Störung der Schilddrüse lässt sich außerdem nicht leicht behandeln.
    • Die Symptome sind vielfältig und unspezifisch und sie haben eines gemeinsam – sie entwickeln sich meist schleichend.

    Müdigkeit, Leistungsschwäche, Gewichtsprobleme, Verdauungsbeschwerden, Herzrasen, Kloßgefühl im Hals oder Halsschmerzen, Schlafstörungen, Stimmungstiefs – alle diese Beschwerden weisen auf eine Schilddrüsenproblematik hin, können aber genauso gut andere Hintergründe haben.

    1. Erkrankung der Schilddrüse Bei fehlender Vorsorgeuntersuchung oder mangelnder Gründlichkeit wird eine Erkrankung der Schilddrüse nicht selten spät erkannt.
    2. Als Basisdiagnostik wird TSH untersucht, das in der Hypophyse (in einem Teil des Gehirns) gebildet wird.
    3. Es stimuliert die Schilddrüse und man kann Rückschlüsse über deren Funktion bekommen.

    Bei Auffälligkeiten empfiehlt sich die Untersuchung der Hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) in freier Form sowie eine Ultrashalluntersuchung der Schilddrüse. Doch wenn etwas auffällig war und es zur Behandlung mit Hormonen kommt, entspricht der Erfolg nicht immer den Erwartungen.

    Vor allem das Körpergewicht will häufig nicht wieder runter gehen. Da die Schilddrüsenhormone großen Einfluss auf unseren Grundumsatz haben, kommt es bei einer Schilddrüsenunterfunktion leicht zu einer Gewichtszunahme, die dann aber leider trotz Behandlung mit L-Thyroxin oft nur schwer rückgängig gemacht werden kann.

    Betroffene suchen deshalb nach zusätzlichen Behandlungswegen. Hier kann ein ganzheitlicher Ansatz sinnvoll sein, besonders die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoditis Bei einer Hashimoto-Thyreoditis zum Beispiel sind auch andere Organe und Systeme im Körper betroffen.

    • Leber und Darm brauchen Unterstützung und Immunsystem und Nebennieren sollten gestärkt werden.
    • Auch andere Hormonsysteme sind häufig in Mitleidenschaft gezogen, denn alles hängt im Organismus miteinander zusammen.
    • Zu Beginn eines Hashimoto, wenn die Schilddrüse auf Hochtouren läuft, um einen Hormonmangel auszugleichen, kann es hilfreich sein, auf Gluten zu verzichten, um den Darm zu beruhigen und das Immunsystem nicht weiter anzufeuern.

    Hat sich aber ein Hashimoto bereits manifestiert und aufgrund des zerstörten Gewebes eine Unterfunktion eingestellt, ist ein Glutenverzicht meist nicht mehr nötig. Dies zeigt, dass es wichtig ist, zu ermitteln in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet, um dann gezielt und effektiv unterstützen zu können.

    Darmgesunde und entzündungsarme Ernährung sowie der Ausgleich von Nährstoffmängeln sind bei Hashimoto unabdingbar. Auch die Mahlzeitenhäufigkeit und die Zusammenstellung auf dem Teller sind bei der Behandlung wichtig. Intervallfasten oder eine Low-Carb-Ernährung, beides derzeit populäre Ernährungsformen, sind bei Hashimoto, aber auch bei einer Unterfunktion ungünstig und verschlechtern die Stoffwechselsituation sogar.

    Manche Lebensmittel hemmen die Aufnahme von Thyroxin Werden Schilddrüsentabletten eingenommen gibt es zusätzlich einiges zu beachten. Viele Lebensmittel hemmen die Aufnahme von L-Thyroxin im Darm. Aus diesem Grund wird empfohlen, 30 Minuten, besser wären sogar 60 Minuten, zu warten bis die nächste Mahlzeit eingenommen wird.

    Besonders Haferflocken und die darin enthaltenen Beta-Glucane binden Thyroxin wodurch es nicht mehr von der Darmschleimhaut aufgenommen werden kann. Das spielt auch bei Gesunden eine Rolle, denn Thyroxin, egal ob zugeführt oder natürlich gebildet, durchläuft einen enterohepatischen Kreislauf, wird also im Darm rückresorbiert und über die Leber wieder zur Schilddrüse zurückgeführt.

    Manche Lebensmittel verhindern die Aufnahme aus dem Darm. Beispielsweise der Genuss von grünem Tee kann bei übermäßigem Verzehr zu Hypothyreose (Unterfunktion) führen. Auch Eisensulfat und Calciumsupplemente vermindern die Thyroxinresorption. Deutschland ist Jodmangelgebiet Es gibt einige Ursachen, die unsere Schilddrüse schädigen und beeinträchtigen können.

    Umweltfaktoren, Rauchen, Stress, vor allem leben wir in einem Jodmangelgebiet, weshalb eine ausreichende Zufuhr von Jod oft nicht gewährleistet ist. Die WHO empfiehlt 150 µg Jod pro Tag, für Schwangere und Stillende gelten höhere Empfehlungen. Besonders gefährdet für einen Jodmangel sind Veganer, Vegetarier, Milchallergiker und Menschen, die keinen Seefisch essen und kein Jodsalz verwenden.

    Die Schilddrüse ist auf die regelmäßige Aufnahme von Jod aus der Nahrung angewiesen, um Hormone produzieren zu können. Ein Mangel führt langfristig und unbehandelt zu einem Jodmangelstruma (Kropf) und einer Unterfunktion. Deshalb empfiehlt die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) 1-2 x pro Woche Seefisch und regelmäßig, am besten täglich Milch oder Milchprodukte zu verzehren, da das Futter der Kühe mit Jod angereichert wird (außer bei Biobetrieben).

    Es empfiehlt sich zudem die Verwendung von jodiertem Speisesalz im Haushalt und die Beachtung der Zutatenlisten. Greifen Sie zu Lebensmitteln, die mit Jodsalz angereichert sind, was sich leicht in der Zutatenliste erkennen lässt. Algen und Algenpräparate als Nahrungsergänzung hingegen bergen ein unkalkulierbares Risiko, da die Jodgehalte sehr stark variieren und bei stark erhöhter Aufnahme eine Überfunktion der Schilddrüse provozieren können.

    Es sind aber noch weitere Nährstoffe für die Schilddrüse von Bedeutung, z.B. Selen und Eiweiß. Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung ist daher für die Schilddrüse wichtig. Einige Substanzen in Lebensmitteln hemmen die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse.

    Diese strumagenen Substanzen sind z.B. in nativem Raps- und Hanföl enthalten, in Kohl, Mais, Hirse, Soja und Süßkartoffeln. Auch manche Heiltees enthalten sie und können bei regelmäßigem Konsum die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen. Ein Mangel an Selen, Zink, Eisen, Vitamin B12 hat langfristig den gleichen Effekt,

    Es bildet sich ein unwirksames Hormon (reverse T3), das die T3-Rezeptoren blockiert und damit die Schilddrüsenhormone unwirksam macht. Ernährungsberatung kann die Therapie unterstützen So komplex, wie die Funktion der Schilddrüse selbst und die Wirkung der Schilddrüsenhormone auf den Organismus, so knifflig ist auch die Therapie.

    Viele Einflussfaktoren müssen beachtet werden und je nach Erkrankung und Stadium werden andere Empfehlungen gegeben. Für den Laien ist es gar nicht so leicht den Durchblick zu behalten. Daher kann eine professionelle Ernährungsberatung sehr hilfreich sein. Bei Interesse und wenn Sie das Gefühl haben mit Medikamenten allein nicht ausreichend behandelt zu sein oder sich durch die häufig widersprüchlichen Empfehlungen nicht zurechtfinden, dann freue ich mich, wenn Sie sich an mich wenden.

    Mit Ihnen gemeinsam finde ich eine für Sie passende Ernährung, die Erkrankung, Alltag und Ihre Lebenssituation berücksichtigt.

    Welcher Schilddrüsenwert ist der wichtigste?

    “Über- oder Unterfunktion” der Schilddrüse – Der wichtigste Schilddrüsenwert ist der TSH-Wert. Das Ergebnis kann für Laien zunächst etwas verwirrend sein, denn bei einer Unterfunktion ist der gemessene Wert zu hoch und bei der Überfunktion zu niedrig.

    Der TSH-Wert ist zu hoch – es besteht einer Unterfunktion der Schilddrüse Bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) der Schilddrüse sind zu wenig Schilddrüsenhormone (T3/ T4) im Blut vorhanden. Deshalb hat als Gegenregulation durch die Hirnanhangdrüse die Produktion der Hormone eingesetzt, weil die Schilddrüse zu wenige Hormone (T3/T4) ausschüttet. Der TSH-Wert ist zu hoch – es besteht einer Überfunktion der Schilddrüse Bei der Überfunktion (Hyperthyreose) der Schilddrüse sind zu viele Schilddrüsenhormone (T3/ T4) im Blut vorhanden. Deshalb hat als Gegenregulation die Hirnanhangdrüse die Produktion der Hormone gedrosselt, weil ja die Schilddrüse selbst zu viele Hormone (T3/T4) ausschüttet.

    Eine genauere Diagnose sollte durch zusätzliche Untersuchungen wie z.B. ein Ultraschall der Schilddrüse und die Bestimmung der Schilddrüsenantikörper weiter abgeklärt werden.