Was Tun Wenn Jemand Eine Panikattacke Hat
Was tun bei Panikattacken? Eine Panikattacke ist ein plötzlicher Angstanfall. Unser Körper glaubt, wir wären in Gefahr und reagiert mit teils starken körperlichen und psychischen Symptomen. Eine Panikattacke kann jede und jeden von uns treffen, ganz gleich, ob jemand besonders sensibel oder sehr selbstbewusst ist.

  1. Jeder fünfte Erwachsene erlebt mindestens einmal im Leben eine Panikattacke.
  2. Bei einer sogenannten Panikstörung leiden Betroffene unter wiederkehrenden, schweren Angstanfällen.
  3. Solche Panikstörungen treten häufig zusammen mit weiteren psychischen Erkrankungen auf, wie zum Beispiel Depressionen, sozialen Phobien oder anderen Angststörungen.

Niemand von uns ist komplett frei von Angst. Und das ist auch gut so, denn Angst ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Gefahrensituationen und kann uns in vielen Momenten das Leben retten, weil sie uns vorsichtig sein lässt und handlungsfähig macht.

  1. Zum Beispiel, um aus einer Gefahrensituation zu flüchten.
  2. Von einer Angsterkrankung spricht man, wenn die Angst überhandnimmt und das Leben einschränkt.
  3. Angsterkrankungen gehören neben Depressionen zu den am weitesten verbreiteten psychischen Erkrankungen.
  4. Die häufigsten Formen sind Panikstörungen, generalisierte Angststörungen, soziale Angststörungen und spezifische Phobien wie etwa der Angst vor Spinnen oder Flugangst.

Den einen Auslöser für eine Panikattacke gibt es nicht. Panikattacken können in Momenten der Unsicherheit auftreten – etwa auf dem Weg zu einer Prüfung oder einer wichtigen Präsentation, der du dich nicht ganz gewachsen fühlst. Auch bestimmte Orte oder Situationen können eine Panikattacke auslösen, wie große Menschenmengen, allein weit weg von zu Hause zu reisen oder in einem Flugzeug, einem Fahrstuhl oder einem sehr vollen Kaufhaus zu sein. Was Tun Wenn Jemand Eine Panikattacke Hat Stresssituationen können Auslöser einer Panikattacke sein. Bei einer Panikattacke führt ein kleines Angstgefühl oder eine (unbewusste) Sorge zu einer Kettenreaktion im Körper. Dieser zeigt während einer Panikattacke teils schwere Symptome, weil er die Situation falsch interpretiert und sich ernsthaft in Gefahr wähnt.

Das Stresshormon Adrenalin wird ausgeschüttet, der Herzschlag beschleunigt sich, es wird mehr Blut durch die Adern gepumpt, die Muskeln spannen sich an. Dadurch entsteht ein beklemmendes Gefühl in der Brust und Betroffene glauben, nicht mehr richtig atmen zu können. Kalter Schweiß bricht aus, dazu können Schwindel und sogar Todesangst kommen.

Keine Panikattacke gleicht der anderen. Da die Symptome oft unspezifisch sind, wissen manche Betroffene nicht, dass sie eine Panikattacke haben. Typische Symptome einer Panikattacke können sein:

Atemnot Herzrasen Schwindel Schwitzen Zittern Engegefühl in der Brust Engegefühl im Hals Augenflimmern Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen Weiche Knie Benommenheit Übelkeit

Wer eine Panikattacke hat, erlebt außerdem oft ein Gefühl des Kontrollverlusts und hat den Eindruck, neben sich zu stehen oder sogar, verrückt zu werden, weil man sich die körperliche Reaktion nicht erklären kann. Gerade dann, wenn einen eine Panikattacke aus dem Nichts und ohne offensichtlichen Auslöser ereilt.

Auch die Angst zu sterben ist bei einer Panikattacke nicht selten. Die oben genannten Symptome können auch andere, körperliche Ursachen haben. Stellst du sie wiederholt bei dir fest, lasse ärztlich abklären, was dahinterstecken könnte. Eine Panikattacke dauert in der Regel höchstens 30 Minuten und vergeht von allein.

Oft klingt sie bereits nach wenigen Minuten ab, nur in extremen Ausnahmefällen dauert sie mehrere Stunden. Einige Menschen leiden mehrfach am Tag unter einer Attacke, einige einmal pro Monat oder wenige Male im Jahr oder Leben. Auch wenn die Attacken für Betroffene in dem Moment schwer auszuhalten sind, sind sie im Grunde harmlos und nicht gefährlich.

Wenn du merkst, dass du Panik bekommst, ist die wichtigste Regel: Versuche, ruhig zu bleiben und ruhig zu atmen. Mache dir klar, dass du eine Panikattacke hast, die wieder vergeht. Dein Leben ist nicht in Gefahr. Bleibe dort, wo du gerade bist. Fährst du im Auto, fahre rechts ran und halte an. Bist du in der Bahn, bleibe sitzen, bis es dir besser geht, auch wenn deine Station kommt.

Versuche dich auf etwas zu konzentrieren, das nicht angstauslösend ist: zum Beispiel einen Gegenstand im Zimmer oder ein Kleidungsstück einer anwesenden Person. Versuche nicht, die Panik zu unterdrücken, sondern lasse sie mit dem Wissen, dass jede Panikattacke wieder vergeht, zu. Was Tun Wenn Jemand Eine Panikattacke Hat Bei einer Panikattacke ist es schwer, ruhig zu bleiben. Ruhiges Atmen ist enorm wichtig. Bei Panik atmen wir automatisch flacher und schneller – dadurch entsteht das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Die 4-7-8-Atmung hilft dir, dich während einer Panikattacke wieder zu beruhigen: Atme langsam durch die Nase ein, zähle dabei bis vier.

Halte den Atem an, zähle dabei bis sieben. Atme kräftig durch den Mund aus, zähle dabei bis acht. Wiederhole die Übung so lange, bis du dich etwas beruhigt hast. Der Lebensstil kann Einfluss darauf haben, ob Panikattacken wieder auftreten. Alkohol, Drogen, Nikotin und Koffein etwa können Panik verstärken.

Wenn du zu Panikattacken neigst, solltest du diese Substanzen möglichst meiden. Achte außerdem auf ausreichend Schlaf, ernähre dich gesund und mache regelmäßig Sport. All das stärkt deinen Körper – und wappnet ihn gegen die Angst. Auch Meditation und Achtsamkeitsübungen sind wirkungsvolle Tools bei Panikattacken, die dir helfen, dich im Falle des Falles zu fokussieren und schneller zu beruhigen.

Es gibt viele kostenlose Apps, die dich Schritt für Schritt in die Entspannungstechniken einführen. Treten Panikattacken häufiger auf, kann es zu einer Angst vor der Angst kommen. Betroffene trauen sich dann nicht mehr, gewisse Dinge zu machen oder an Orte zu gehen, bei denen es schon mal zu einer Panikattacke gekommen ist.

Das kann zu Rückzug und zu sozialer Isolation führen. Auch Depressionen, Schlafstörungen oder Probleme in der Partnerschaft oder im Job können die Folge sein. Wer häufiger an Panikattacken leidet, sollte sich rechtzeitig professionelle Unterstützung suchen.

Wie kann ich meine Panikattacke verhindern?

PDF herunterladen PDF herunterladen Dabei zu sein, wenn ein Freund unter einer Panikattacke leidet, kann sehr beängstigend sein. Du fühlst dich hilflos, obwohl die Situation einfach erscheint (aber oft nicht einfach ist). Um zu helfen, dass die Situation so schnell wie möglich vorübergeht, folge diesen Richtlinien.

  1. 1 Versuche zu verstehen was passiert. Menschen, die Probleme mit Panikattacken haben, leiden unter plötzlichen und wiederholten Angstattacken die einige Minuten dauern. Panikattacken zeichnen sich dur eine Angst, die Kontrolle zu verlieren oder Angst vor einer Katastrophe aus, auch wenn keine echte Gefahr besteht.
    • Panikattacken erregen im Körper ein maximales Level an Aufregung, was dafür sorgt, dass die betroffene Person das Gefühl hat, die Kontrolle über sich zu verlieren. Das Gehirn bereitet sich auf einen Kampf oder auf Flucht vor, was das Opfer körperlich dazu zwingt, sich mit der Gefahr auseinanderzusetzen oder zu flüchten, auch wenn die Gefahr nicht real ist.
    • Aus den Adrenaldrüsen werden die Hormone Kortisol und Adrenalin freigesetzt – das macht den Kern einer Panikattacke aus. Das Gehirn kann nicht zwischen einer echten Gefahr, und einer die nur im Gehirn selbst liegt, unterscheiden. Wenn du daran glaubst, ist die Gefahr echt, zumindest für dein Gehirn.
    • Es gibt keinen überlieferten Todesfall aufgrund einer Panikattacke. Sie können nur dann fatal sein, wenn sie von einer bereits bestehenden Krankheit begleitet werden, wie zum Beispiel Asthma, oder wenn sie extremes Verhalten hervorrufen (wie zum Beispiel das Springen aus dem Fenster).
  2. 2 Achte auf die Symptome. Wenn die Person noch nie eine Panikattacke hatte, wird die Panik auf zwei Ebenen auftreten – das zweite ist die Tatsache, dass sie nicht wissen was los ist. Wenn du genau erkennen kannst, dass es sich um eine Panikattacke handelt, verringert das das Problem bereits um die Hälfte. Symptome sind unter anderem:
    • Herzklopfen oder Schmerzen im Brustbereich
    • Erhöhte Herzfrequenz
    • Schnelle oder übertriebene Atmung
    • Kopfschmerzen
    • Rückenschmerzen
    • Zittern
    • Kribbeln in den Fingern oder Zehen
    • Schwitzen
    • Trockener Mund
    • Schluckprobleme
    • Schwindel/Gefühl ohnmächtig zu werden (gewöhnlich durch hyperventilieren hervorgerufen)
    • Übelkeit
    • Bauchkrämpfe
    • Hitzewallungen oder Kältegefühl
  3. 3 Wenn dies zum ersten Mal passiert, sollte sofort ein Arzt gerufen werdnen. Wenn Zweifel bestehen, ist es immer die beste Option, sofort medizinische Aufmerksamkeit zu bekommen. Dies ist besonders wichtig, wenn die betroffene Person unter Diabetes, Asthma oder anderen gesundheitlichen Problemen leidet. Es ist wichtig zu betonen, dass die Symptome einer Panikattacke denen eines Herzinfarktes ähneln können. Denke daran, wenn du die Situation abschätzt.
  4. 4 Finde den Grund der Attacke heraus. Sprich mit der Person und stelle fest ob sie an einer Panikattacke oder einem anderen gesundheitlichen Notfall (wie ein Herzinfarkt oder einen Asthma-Anfall) leidet, für welche sofort ein Arzt gerufen werden müsste. Wenn die Person bereits eine Panikattacke erlebt hat, kann sie dir vielleicht helfen herauszufinden was los ist.
    • Viele Panikattacken finden ohne Grund statt, oder die betroffene Person kennt den Grund der Attacke nicht. Aus diesem Grund kann es unmöglich sein, den Auslöser festzustellen. Wenn die Person sagt, dass sie nicht weiß warum, glaube ihr. Nicht alles passiert aus einem guten Grund.

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  1. 1 Entferne den Auslöser oder bringe die Person in einen ruhigen Bereich. Die Person wird wahrscheinlich einen starken Wunsch verspüren, sich von dem Ort, wo sie gerade ist, zu entfernen. Um dabei zu helfen, und dafür zu sorgen dass sie in Sicherheit ist, bringe sie woanders hin – bevorzugter Weise in einen ruhigen, offenen Bereich (Tu dies nie, es sei denn, derjenige bittet dich darum.

    Denjenigen an einen anderen Ort zu bringen, ohne es ihm zu erklären, kann den Panijanfall nur verschlimmern. Denn in dieser Situation fühlt sich diese Person unsicher ist sich ihrer Umgebung nicht bewusst. Wenn du diese Person also woanders hin bringen will, bitte um ihre Zustimmung und sage ihr, wohin du sie bringen wirst.).

    Um dies zu erleichtern und sie zu schützen, bringe sie in einen anderen Bereich – am besten an einen offenen und ruhigen Ort. Berühre niemals eine Person, die eine Panikattacke hat, ohne deren eindeutige Erlaubnis dazu einzuholen. In einigen Fällen kann eine unaufgeforderte Berührung die Panik verstärken und die Situation verschlimmern.

    Manchmal verfügen Personen die unter Panikattacken leiden bereits über Techniken oder Medikamente, die ihnen helfen, die Attacke zu übersetehen. Frage sie daher ob du mit etwas bestimmtem helfen kannst. Vielleicht gibt es einen Ort, wo sie gerne sein möchten.

    EXPERTENRAT Lauren Urban ist Psychotherapeutin in Brooklyn, New York, mit über 13 Jahren Therapieerfahrung in der Arbeit mit Kindern, Familien, Paaren und Einzelpersonen. Sie erhielt 2006 ihren Master in Sozialer Arbeit vom Hunter College und arbeitet mit Kunden zusammen, um sie zu befähigen, ihre Lebensumstände und ihr Leben zu verändern. Frage die betroffende Person danach, was sie eventuell benötigt, bevor du versuchst, ihr zu helfen. Du könntest der Person auf ruhige Art einen Schluck Wasser, etwas zu Essen, mehr freien Raum, eine Hand zum Halten oder eine geführte Atmung anbieten. Du solltest die Person jedoch immer zuerst fragen, was ihr am meisten helfen würde, und dann auf die Antwort, die sie dir gibt, entsprechend eingehen.

  2. 2 Sprich mit der Person mit ruhiger und fester Stimme. Sei darauf vorbereitet, dass die Person vielleicht die Flucht zu ergreifen versucht. Auch wenn die Situation eine große Herausforderung für dich darstellt, sit es wichtig dass du selbst ruhig bleibst.
    • Wenn du bei der Person zuhause bist, schlage vor, einen Schrank zu sortieren, oder anderes Aufräumen als Aktivität. Da sie körperlich auf Kampf oder Flucht vorbereitet ist, kann das Kanalisieren von Energie zu bestimmten Objekten und klaren, konstruktiven Aufgaben ihr helfen, mit den körperlichen Auswirkungen umzugehen. Die Bewältigung der Aufgabe kann dabei helfen die Laune der Person zu verbessern, oder die Angst zu besiegen.
    • Wenn nicht zuhause, schlage eine Aktivität vor, die der Person helfen kann, sich zu konzentrieren. Das einfache Heben und Senken der Arme kann dafür ausreichend sein. Wenn die Person davon müde wird (oder sich wegen der Wiederholungen langweilt), wird ihr Gehirn sich weniger auf die Panik konzentrieren.

    EXPERTENRAT Lauren Urban ist Psychotherapeutin in Brooklyn, New York, mit über 13 Jahren Therapieerfahrung in der Arbeit mit Kindern, Familien, Paaren und Einzelpersonen. Sie erhielt 2006 ihren Master in Sozialer Arbeit vom Hunter College und arbeitet mit Kunden zusammen, um sie zu befähigen, ihre Lebensumstände und ihr Leben zu verändern. Sollte die Person nicht zum Ausdruck bringen können, was sie benötigt, bleibe einfach bei ihr. Sie ist vielleicht nicht in der Lage, dir zu sagen, was sie benötigt. Lass sie in diesem Fall wissen, dass du für sie da bist und auch bei ihr bleiben wirst, es sei denn, sie möchte dies nicht.

  3. 3 Nimm ihre Angst ernst, Dinge wie „Es gibt keinen Grund sich sorgen zu machen” oder „Das spielt sich alles nur in deinem Kopf ab” oder „deine Reaktion ist übertrieben” wird das Problem nur verschlimmern. Die Angst ist für die Person in diesem Moment echt, und das Beste, das du für sie tun kannst ist dabei zu helfen mit der Angst umzugehen – sie herunterzuspielen oder auf irgendeine Weise nicht ernst zu nehmen kann die Panikattacke verschlimmern.
    • Emotionale Drohungen sind genauso real wie Todesdrohungen für den Körper. Deshalb ist es wichtig die Ängste ernst zu nehmen. Wenn die Ängste nichts mit der Realität zu tun haben und der Grund für die Reaktion in der Vergangenheit liegt, kann es helfen, die Person auf die Realität hinzuweisen. „Wir haben es hier mit Toni zu tun, der regt sich nie so sehr über die Fehler von anderen auf wie Fred das gemacht hat. Er wird wahrscheinlich so reagieren wie immer, und wahrscheinlich helfen. Es wird bald vorbei sein, und er wird sich nichts Besonderes dabei denken.”
    • Stelle eine Frage auf ruhige und objektive Weise: „Reagierst du auf etwas das jetzt gerade passiert, oder auf irgendetwas in der Vergangenheit?”. Das kann dem Opfer der Panikattacke helfen seine Gedanken zu ordnen und Situationen in der Vergangenheit von aktuellen Gefahrensignalen zu unterscheiden. Höre zu und akzeptiere die Antwort die du bekommst – Manchmal haben Menschen, die bereits Missbrauch erlebten eine sehr starke Reaktion auf echte Warnsignale. Fragen zu stellen und sie selbst herausfinden zu lassen worauf sie reagieren ist der beste Weg sie zu unterstützen.
  4. 4 Sage nicht „Beruhige dich” oder „Es gibt nichts wovon du Angst haben musst”. Wie genial! Daran hätte die Person nie gedacht! Sie zu bevormunden wird die Person nur noch verängstigter machen. Außerdem, wenn du der Person mitteilst dass es nichts gibt, wovon sie Angst haben muss, wird sie daran erinnert wie weit sie von der Realität entfernt ist, und dadurch gezwungen, noch mehr Panik zu verspüren.

    Es ist wichtig dass du die Situation als tatsächliches Problem erkennst, so als ob die Person am Bein bluten würde. Während du nicht sehen kannst was los ist, erlebt die betroffene Person etwas sehr beängstigendes. Von ihrer Seite betrachtet, ist die Situation sehr unterschiedlich. Die Situation als solche zu behandeln, ist die einzige Möglichkeit zu helfen.

    EXPERTENRAT Lauren Urban ist Psychotherapeutin in Brooklyn, New York, mit über 13 Jahren Therapieerfahrung in der Arbeit mit Kindern, Familien, Paaren und Einzelpersonen. Sie erhielt 2006 ihren Master in Sozialer Arbeit vom Hunter College und arbeitet mit Kunden zusammen, um sie zu befähigen, ihre Lebensumstände und ihr Leben zu verändern. Nimm dir als Erstes etwas Zeit, um dich auf dich selbst zu konzentrieren und dich zu vergewissern, dass du ruhig bist. Du wirst jemandem mit einer Panikattacke keine große Hilfe sein, wenn du selbst spürbar nervös bist.

  5. 5 Mache der Person keinen Druck. Dies ist nicht der Zeitpunkt sie dazu zu zwingen Antworten zu geben oder Dinge zu tun die die Angst verschlimmern könnten. Minimiere den Stress indem du einen beruhigenden Einfluss für die Person darstellst und ihr hilfst sich zu entspannen. Bestehe nicht darauf, dass sie den Auslöser der Attacke herausfindet. Das würde die Situation nur verschlimmern.

    Höre unterstützend zu wenn der Betroffene spontan versucht herauszufinden, worauf er reagiert. Bewerte ih nicht, höre einfach zu und lasse ihn reden.

  6. 6 Ermuntere den Betroffenen seine Atmung zu kontrollieren. Das Zurückgewinnen der Kontrolle über die Atmung wird helfen, die Symptome zu eliminieren und die Person zu beruhigen. Viele Menschen atmen sehr schnell und kurz wenn sie an einer Panikattacke leiden und manche halten die Luft an.
    • Versuche Atemzüge zu zählen, Eine Möglichkeit zu helfen ist die Person zu bitten, mit deinem Zählen ein- und auszuatmen. Beginne laut zu zählen, und ermutige die Person für 2 Zahlen ein- und für 2 auszuatmen. Erhöhe diese Frequenz schrittweise auf 4 und dann auf 6, bis die Atmung der Person sich verlangsamt und reguliert hat.
    • Lass den Betroffenen in eine Papiertüte zu atmen, Wenn er das will, biete ihm eine Papiertüte an. Beachte aber, dass für manche Menschen die Tüte selbst einen Auslöser von Gefahr darstellen kann, besonders besonders wenn sie die schlechte Erfahrung machten, während früheren Panikattacken zur Verwendung der Tüten gezwungen worden zu sein.
      • Da dies gemacht wird um Hyperventiliern zu verhindern, ist es vielleicht nicht notwendig, wenn der Betroffene während einer Panikattacke seinen Atem anhält oder verlangsamt. Wenn es jedoch nötig sein sollte, sollte abwechselnd 10 Mal in die Tüte geatmet werden, gefolgt von 15-sekundigem Atmen ohne der Tüte. Es ist wichtig, das Atmen in die Plastiktüte nicht zu übertreiben, damit das Kohlendioxid-Level nicht zu sehr steigt und das Sauerstoff-Level zu sehr sinkt. Dies würde zu schlimmeren gesundheitlichen Problemen führen.
    • Bringe die Person dazu, durch die Nase ein- und durch den Munt auszuatmen, ähnlich dem Aufblasen eines Luftballons. Mache das gemeinsam mit ihr.
  7. 7 Halte sie kühl. Oft werden Panikattacken von einem Gefühl von Wärme begleitet, besonders im Gesichts- und Halsbereich. Ein kalter Gegenstand, idealerweise ein nasser Waschlappen, kann oft helfen diese Symtomatik zu verringen und dabei helfen, die Ernsthaftigkeit der Attacke zu reduzieren.
  8. 8 Lasse die betroffene Person nicht alleine. Bleibe bei ihr, bis sie sich von der Attacke erholt hat. Verlasse niemals jemanden, der Atembeschwerden hat. Eine Person, die unter einer Panikattacke leidet, mag vielleicht unfreundlich oder unhöflich erscheinen, versuche aber zu verstehen, was in ihr vorgeht und warte ab, bis sie wieder zur Normalität zurückgekehrt ist.

    Auch wenn du dich nicht sehr hilfreich fühlst, sei dir bewusst, dass du für den Betroffenen eine Ablenkung darstellst. Wenn niemand da wäre, wäre er mit seinen Gedanken alleine. Allein die Tatsache dass du da bist, hilft dem Betroffenen, sich in der Realität zu verankern.

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Während einer Panikattacke allein zu sein ist Furcht erregend. Wenn sich das Ganze jedoch an einem öffentlichen Ort abspielt, achte darauf, dass andere Leute einen ausreichenden Abstand einhalten. Sie meinen es vielleicht gut, werden es aber nur noch schlimmer machen.

  1. 1 Abwarten. Obwohl es wie eine Ewigkeit erscheinen mag (sogar für dich, aber besonders für den Betroffenen), wird die Situation vorbeigehen. Gewöhnliche Panikattacken haben ihren Höhepunkt nach 10 Minuten und klingen ab diesem Zeitpunkt langsam und konstant ab.
    • Allerdings haben weniger schlimme Panikattacken die Tendenz länger zu dauern. Das heißt, die Person wird besser damit zurechtkommen, wodurch die Länge kein so großes Problem darstellt.
  1. 1 Rufe medizinische Hilfe. Wenn die Symptome nicht innerhalb weniger Stunden abklingen, ziehe es in Betracht, sofortigen medizinischen Rat einzuholen. Auch wenn es nicht um Leben oder Tod geht, rufe einen Arzt, wenn auch nur für einen Ratschlag. Die Ärzte in der Notaufnahme werden dem Patienten wahrscheinlich Valium oder Xanax oder einen Beta-Blocker wie Atenolol verabreichen, um die Herzfrequenz und die Adrenalinausschüttung im Körper zu beruhigen.
    • Wenn die Betroffenen noch nie eine Panikattacke erlebt haben, möchten sie wahrscheinlich ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen, da sie nicht wissen was mit ihnen geschehen wird. Wenn sie jedoch bereits Panikattacken hatten, wissen sie, dass die Notaufnahme ihre Situation verschlimmern wird. Frage sie. Die Entscheidung wird letztendlich von der Erfahrung der betroffenen Person und deiner Interaktion mit ihr abhängen.
  2. 2 Hilf der Person, sich in Therapie zu begeben. Panikattacken sind eine Form von Angststörung welche professionell behandelt werden soll. Ein guter Therapeut sollte in der Lage sein, die Auslöser der Panikattacken herauszufinden, oder zumindest helfen können, dass der Betroffene ein besseres Verständnis der physiologischen Seite der Situation zu bekommen.
    • Mache ihnen klar, dass Therapie nichts für „Verrückte” ist. Es ist eine legitime Weise Hilfe zu bekommen, die Millionen von Menschen in Anspruch nehmen. Außerdem kann ein Therapeut Medikamente verschreiben, die das Problem unter Kontrolle behalten können.
  3. 3 Pass gut auf dich selbst auf. Du hast vielleicht starke Schuldgefühle, dass du während der Panikattacke eines Freundes selbst beinahe ausflippst, aber das ist normal. Sei dir bewusst, dass es eine gesunde Reaktion ist, sich verunsichert und verängstigt zu fühlen, wenn man Zeuge einer derartigen Situation wird. Wenn es dir hilft, bitte den Betroffenen, später darüber zu sprechen, damit du in der Zukunft besser damit umgehen kannst. Werbeanzeige

Wie gefährlich ist eine Panikattacke?

PDF herunterladen PDF herunterladen Dabei zu sein, wenn ein Freund unter einer Panikattacke leidet, kann sehr beängstigend sein. Du fühlst dich hilflos, obwohl die Situation einfach erscheint (aber oft nicht einfach ist). Um zu helfen, dass die Situation so schnell wie möglich vorübergeht, folge diesen Richtlinien.

  1. 1 Versuche zu verstehen was passiert. Menschen, die Probleme mit Panikattacken haben, leiden unter plötzlichen und wiederholten Angstattacken die einige Minuten dauern. Panikattacken zeichnen sich dur eine Angst, die Kontrolle zu verlieren oder Angst vor einer Katastrophe aus, auch wenn keine echte Gefahr besteht.
    • Panikattacken erregen im Körper ein maximales Level an Aufregung, was dafür sorgt, dass die betroffene Person das Gefühl hat, die Kontrolle über sich zu verlieren. Das Gehirn bereitet sich auf einen Kampf oder auf Flucht vor, was das Opfer körperlich dazu zwingt, sich mit der Gefahr auseinanderzusetzen oder zu flüchten, auch wenn die Gefahr nicht real ist.
    • Aus den Adrenaldrüsen werden die Hormone Kortisol und Adrenalin freigesetzt – das macht den Kern einer Panikattacke aus. Das Gehirn kann nicht zwischen einer echten Gefahr, und einer die nur im Gehirn selbst liegt, unterscheiden. Wenn du daran glaubst, ist die Gefahr echt, zumindest für dein Gehirn.
    • Es gibt keinen überlieferten Todesfall aufgrund einer Panikattacke. Sie können nur dann fatal sein, wenn sie von einer bereits bestehenden Krankheit begleitet werden, wie zum Beispiel Asthma, oder wenn sie extremes Verhalten hervorrufen (wie zum Beispiel das Springen aus dem Fenster).
  2. 2 Achte auf die Symptome. Wenn die Person noch nie eine Panikattacke hatte, wird die Panik auf zwei Ebenen auftreten – das zweite ist die Tatsache, dass sie nicht wissen was los ist. Wenn du genau erkennen kannst, dass es sich um eine Panikattacke handelt, verringert das das Problem bereits um die Hälfte. Symptome sind unter anderem:
    • Herzklopfen oder Schmerzen im Brustbereich
    • Erhöhte Herzfrequenz
    • Schnelle oder übertriebene Atmung
    • Kopfschmerzen
    • Rückenschmerzen
    • Zittern
    • Kribbeln in den Fingern oder Zehen
    • Schwitzen
    • Trockener Mund
    • Schluckprobleme
    • Schwindel/Gefühl ohnmächtig zu werden (gewöhnlich durch hyperventilieren hervorgerufen)
    • Übelkeit
    • Bauchkrämpfe
    • Hitzewallungen oder Kältegefühl
  3. 3 Wenn dies zum ersten Mal passiert, sollte sofort ein Arzt gerufen werdnen. Wenn Zweifel bestehen, ist es immer die beste Option, sofort medizinische Aufmerksamkeit zu bekommen. Dies ist besonders wichtig, wenn die betroffene Person unter Diabetes, Asthma oder anderen gesundheitlichen Problemen leidet. Es ist wichtig zu betonen, dass die Symptome einer Panikattacke denen eines Herzinfarktes ähneln können. Denke daran, wenn du die Situation abschätzt.
  4. 4 Finde den Grund der Attacke heraus. Sprich mit der Person und stelle fest ob sie an einer Panikattacke oder einem anderen gesundheitlichen Notfall (wie ein Herzinfarkt oder einen Asthma-Anfall) leidet, für welche sofort ein Arzt gerufen werden müsste. Wenn die Person bereits eine Panikattacke erlebt hat, kann sie dir vielleicht helfen herauszufinden was los ist.
    • Viele Panikattacken finden ohne Grund statt, oder die betroffene Person kennt den Grund der Attacke nicht. Aus diesem Grund kann es unmöglich sein, den Auslöser festzustellen. Wenn die Person sagt, dass sie nicht weiß warum, glaube ihr. Nicht alles passiert aus einem guten Grund.

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  1. 1 Entferne den Auslöser oder bringe die Person in einen ruhigen Bereich. Die Person wird wahrscheinlich einen starken Wunsch verspüren, sich von dem Ort, wo sie gerade ist, zu entfernen. Um dabei zu helfen, und dafür zu sorgen dass sie in Sicherheit ist, bringe sie woanders hin – bevorzugter Weise in einen ruhigen, offenen Bereich (Tu dies nie, es sei denn, derjenige bittet dich darum.

    Denjenigen an einen anderen Ort zu bringen, ohne es ihm zu erklären, kann den Panijanfall nur verschlimmern. Denn in dieser Situation fühlt sich diese Person unsicher ist sich ihrer Umgebung nicht bewusst. Wenn du diese Person also woanders hin bringen will, bitte um ihre Zustimmung und sage ihr, wohin du sie bringen wirst.).

    Um dies zu erleichtern und sie zu schützen, bringe sie in einen anderen Bereich – am besten an einen offenen und ruhigen Ort. Berühre niemals eine Person, die eine Panikattacke hat, ohne deren eindeutige Erlaubnis dazu einzuholen. In einigen Fällen kann eine unaufgeforderte Berührung die Panik verstärken und die Situation verschlimmern.

    Manchmal verfügen Personen die unter Panikattacken leiden bereits über Techniken oder Medikamente, die ihnen helfen, die Attacke zu übersetehen. Frage sie daher ob du mit etwas bestimmtem helfen kannst. Vielleicht gibt es einen Ort, wo sie gerne sein möchten.

    EXPERTENRAT Lauren Urban ist Psychotherapeutin in Brooklyn, New York, mit über 13 Jahren Therapieerfahrung in der Arbeit mit Kindern, Familien, Paaren und Einzelpersonen. Sie erhielt 2006 ihren Master in Sozialer Arbeit vom Hunter College und arbeitet mit Kunden zusammen, um sie zu befähigen, ihre Lebensumstände und ihr Leben zu verändern. Frage die betroffende Person danach, was sie eventuell benötigt, bevor du versuchst, ihr zu helfen. Du könntest der Person auf ruhige Art einen Schluck Wasser, etwas zu Essen, mehr freien Raum, eine Hand zum Halten oder eine geführte Atmung anbieten. Du solltest die Person jedoch immer zuerst fragen, was ihr am meisten helfen würde, und dann auf die Antwort, die sie dir gibt, entsprechend eingehen.

  2. 2 Sprich mit der Person mit ruhiger und fester Stimme. Sei darauf vorbereitet, dass die Person vielleicht die Flucht zu ergreifen versucht. Auch wenn die Situation eine große Herausforderung für dich darstellt, sit es wichtig dass du selbst ruhig bleibst.
    • Wenn du bei der Person zuhause bist, schlage vor, einen Schrank zu sortieren, oder anderes Aufräumen als Aktivität. Da sie körperlich auf Kampf oder Flucht vorbereitet ist, kann das Kanalisieren von Energie zu bestimmten Objekten und klaren, konstruktiven Aufgaben ihr helfen, mit den körperlichen Auswirkungen umzugehen. Die Bewältigung der Aufgabe kann dabei helfen die Laune der Person zu verbessern, oder die Angst zu besiegen.
    • Wenn nicht zuhause, schlage eine Aktivität vor, die der Person helfen kann, sich zu konzentrieren. Das einfache Heben und Senken der Arme kann dafür ausreichend sein. Wenn die Person davon müde wird (oder sich wegen der Wiederholungen langweilt), wird ihr Gehirn sich weniger auf die Panik konzentrieren.

    EXPERTENRAT Lauren Urban ist Psychotherapeutin in Brooklyn, New York, mit über 13 Jahren Therapieerfahrung in der Arbeit mit Kindern, Familien, Paaren und Einzelpersonen. Sie erhielt 2006 ihren Master in Sozialer Arbeit vom Hunter College und arbeitet mit Kunden zusammen, um sie zu befähigen, ihre Lebensumstände und ihr Leben zu verändern. Sollte die Person nicht zum Ausdruck bringen können, was sie benötigt, bleibe einfach bei ihr. Sie ist vielleicht nicht in der Lage, dir zu sagen, was sie benötigt. Lass sie in diesem Fall wissen, dass du für sie da bist und auch bei ihr bleiben wirst, es sei denn, sie möchte dies nicht.

  3. 3 Nimm ihre Angst ernst, Dinge wie „Es gibt keinen Grund sich sorgen zu machen” oder „Das spielt sich alles nur in deinem Kopf ab” oder „deine Reaktion ist übertrieben” wird das Problem nur verschlimmern. Die Angst ist für die Person in diesem Moment echt, und das Beste, das du für sie tun kannst ist dabei zu helfen mit der Angst umzugehen – sie herunterzuspielen oder auf irgendeine Weise nicht ernst zu nehmen kann die Panikattacke verschlimmern.
    • Emotionale Drohungen sind genauso real wie Todesdrohungen für den Körper. Deshalb ist es wichtig die Ängste ernst zu nehmen. Wenn die Ängste nichts mit der Realität zu tun haben und der Grund für die Reaktion in der Vergangenheit liegt, kann es helfen, die Person auf die Realität hinzuweisen. „Wir haben es hier mit Toni zu tun, der regt sich nie so sehr über die Fehler von anderen auf wie Fred das gemacht hat. Er wird wahrscheinlich so reagieren wie immer, und wahrscheinlich helfen. Es wird bald vorbei sein, und er wird sich nichts Besonderes dabei denken.”
    • Stelle eine Frage auf ruhige und objektive Weise: „Reagierst du auf etwas das jetzt gerade passiert, oder auf irgendetwas in der Vergangenheit?”. Das kann dem Opfer der Panikattacke helfen seine Gedanken zu ordnen und Situationen in der Vergangenheit von aktuellen Gefahrensignalen zu unterscheiden. Höre zu und akzeptiere die Antwort die du bekommst – Manchmal haben Menschen, die bereits Missbrauch erlebten eine sehr starke Reaktion auf echte Warnsignale. Fragen zu stellen und sie selbst herausfinden zu lassen worauf sie reagieren ist der beste Weg sie zu unterstützen.
  4. 4 Sage nicht „Beruhige dich” oder „Es gibt nichts wovon du Angst haben musst”. Wie genial! Daran hätte die Person nie gedacht! Sie zu bevormunden wird die Person nur noch verängstigter machen. Außerdem, wenn du der Person mitteilst dass es nichts gibt, wovon sie Angst haben muss, wird sie daran erinnert wie weit sie von der Realität entfernt ist, und dadurch gezwungen, noch mehr Panik zu verspüren.

    Es ist wichtig dass du die Situation als tatsächliches Problem erkennst, so als ob die Person am Bein bluten würde. Während du nicht sehen kannst was los ist, erlebt die betroffene Person etwas sehr beängstigendes. Von ihrer Seite betrachtet, ist die Situation sehr unterschiedlich. Die Situation als solche zu behandeln, ist die einzige Möglichkeit zu helfen.

    EXPERTENRAT Lauren Urban ist Psychotherapeutin in Brooklyn, New York, mit über 13 Jahren Therapieerfahrung in der Arbeit mit Kindern, Familien, Paaren und Einzelpersonen. Sie erhielt 2006 ihren Master in Sozialer Arbeit vom Hunter College und arbeitet mit Kunden zusammen, um sie zu befähigen, ihre Lebensumstände und ihr Leben zu verändern. Nimm dir als Erstes etwas Zeit, um dich auf dich selbst zu konzentrieren und dich zu vergewissern, dass du ruhig bist. Du wirst jemandem mit einer Panikattacke keine große Hilfe sein, wenn du selbst spürbar nervös bist.

  5. 5 Mache der Person keinen Druck. Dies ist nicht der Zeitpunkt sie dazu zu zwingen Antworten zu geben oder Dinge zu tun die die Angst verschlimmern könnten. Minimiere den Stress indem du einen beruhigenden Einfluss für die Person darstellst und ihr hilfst sich zu entspannen. Bestehe nicht darauf, dass sie den Auslöser der Attacke herausfindet. Das würde die Situation nur verschlimmern.

    Höre unterstützend zu wenn der Betroffene spontan versucht herauszufinden, worauf er reagiert. Bewerte ih nicht, höre einfach zu und lasse ihn reden.

  6. 6 Ermuntere den Betroffenen seine Atmung zu kontrollieren. Das Zurückgewinnen der Kontrolle über die Atmung wird helfen, die Symptome zu eliminieren und die Person zu beruhigen. Viele Menschen atmen sehr schnell und kurz wenn sie an einer Panikattacke leiden und manche halten die Luft an.
    • Versuche Atemzüge zu zählen, Eine Möglichkeit zu helfen ist die Person zu bitten, mit deinem Zählen ein- und auszuatmen. Beginne laut zu zählen, und ermutige die Person für 2 Zahlen ein- und für 2 auszuatmen. Erhöhe diese Frequenz schrittweise auf 4 und dann auf 6, bis die Atmung der Person sich verlangsamt und reguliert hat.
    • Lass den Betroffenen in eine Papiertüte zu atmen, Wenn er das will, biete ihm eine Papiertüte an. Beachte aber, dass für manche Menschen die Tüte selbst einen Auslöser von Gefahr darstellen kann, besonders besonders wenn sie die schlechte Erfahrung machten, während früheren Panikattacken zur Verwendung der Tüten gezwungen worden zu sein.
      • Da dies gemacht wird um Hyperventiliern zu verhindern, ist es vielleicht nicht notwendig, wenn der Betroffene während einer Panikattacke seinen Atem anhält oder verlangsamt. Wenn es jedoch nötig sein sollte, sollte abwechselnd 10 Mal in die Tüte geatmet werden, gefolgt von 15-sekundigem Atmen ohne der Tüte. Es ist wichtig, das Atmen in die Plastiktüte nicht zu übertreiben, damit das Kohlendioxid-Level nicht zu sehr steigt und das Sauerstoff-Level zu sehr sinkt. Dies würde zu schlimmeren gesundheitlichen Problemen führen.
    • Bringe die Person dazu, durch die Nase ein- und durch den Munt auszuatmen, ähnlich dem Aufblasen eines Luftballons. Mache das gemeinsam mit ihr.
  7. 7 Halte sie kühl. Oft werden Panikattacken von einem Gefühl von Wärme begleitet, besonders im Gesichts- und Halsbereich. Ein kalter Gegenstand, idealerweise ein nasser Waschlappen, kann oft helfen diese Symtomatik zu verringen und dabei helfen, die Ernsthaftigkeit der Attacke zu reduzieren.
  8. 8 Lasse die betroffene Person nicht alleine. Bleibe bei ihr, bis sie sich von der Attacke erholt hat. Verlasse niemals jemanden, der Atembeschwerden hat. Eine Person, die unter einer Panikattacke leidet, mag vielleicht unfreundlich oder unhöflich erscheinen, versuche aber zu verstehen, was in ihr vorgeht und warte ab, bis sie wieder zur Normalität zurückgekehrt ist.

    Auch wenn du dich nicht sehr hilfreich fühlst, sei dir bewusst, dass du für den Betroffenen eine Ablenkung darstellst. Wenn niemand da wäre, wäre er mit seinen Gedanken alleine. Allein die Tatsache dass du da bist, hilft dem Betroffenen, sich in der Realität zu verankern.

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Während einer Panikattacke allein zu sein ist Furcht erregend. Wenn sich das Ganze jedoch an einem öffentlichen Ort abspielt, achte darauf, dass andere Leute einen ausreichenden Abstand einhalten. Sie meinen es vielleicht gut, werden es aber nur noch schlimmer machen.

  1. 1 Abwarten. Obwohl es wie eine Ewigkeit erscheinen mag (sogar für dich, aber besonders für den Betroffenen), wird die Situation vorbeigehen. Gewöhnliche Panikattacken haben ihren Höhepunkt nach 10 Minuten und klingen ab diesem Zeitpunkt langsam und konstant ab.
    • Allerdings haben weniger schlimme Panikattacken die Tendenz länger zu dauern. Das heißt, die Person wird besser damit zurechtkommen, wodurch die Länge kein so großes Problem darstellt.
  1. 1 Rufe medizinische Hilfe. Wenn die Symptome nicht innerhalb weniger Stunden abklingen, ziehe es in Betracht, sofortigen medizinischen Rat einzuholen. Auch wenn es nicht um Leben oder Tod geht, rufe einen Arzt, wenn auch nur für einen Ratschlag. Die Ärzte in der Notaufnahme werden dem Patienten wahrscheinlich Valium oder Xanax oder einen Beta-Blocker wie Atenolol verabreichen, um die Herzfrequenz und die Adrenalinausschüttung im Körper zu beruhigen.
    • Wenn die Betroffenen noch nie eine Panikattacke erlebt haben, möchten sie wahrscheinlich ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen, da sie nicht wissen was mit ihnen geschehen wird. Wenn sie jedoch bereits Panikattacken hatten, wissen sie, dass die Notaufnahme ihre Situation verschlimmern wird. Frage sie. Die Entscheidung wird letztendlich von der Erfahrung der betroffenen Person und deiner Interaktion mit ihr abhängen.
  2. 2 Hilf der Person, sich in Therapie zu begeben. Panikattacken sind eine Form von Angststörung welche professionell behandelt werden soll. Ein guter Therapeut sollte in der Lage sein, die Auslöser der Panikattacken herauszufinden, oder zumindest helfen können, dass der Betroffene ein besseres Verständnis der physiologischen Seite der Situation zu bekommen.
    • Mache ihnen klar, dass Therapie nichts für „Verrückte” ist. Es ist eine legitime Weise Hilfe zu bekommen, die Millionen von Menschen in Anspruch nehmen. Außerdem kann ein Therapeut Medikamente verschreiben, die das Problem unter Kontrolle behalten können.
  3. 3 Pass gut auf dich selbst auf. Du hast vielleicht starke Schuldgefühle, dass du während der Panikattacke eines Freundes selbst beinahe ausflippst, aber das ist normal. Sei dir bewusst, dass es eine gesunde Reaktion ist, sich verunsichert und verängstigt zu fühlen, wenn man Zeuge einer derartigen Situation wird. Wenn es dir hilft, bitte den Betroffenen, später darüber zu sprechen, damit du in der Zukunft besser damit umgehen kannst. Werbeanzeige

Was sind plötzliche und wiederholte Panikattacken?

PDF herunterladen PDF herunterladen Dabei zu sein, wenn ein Freund unter einer Panikattacke leidet, kann sehr beängstigend sein. Du fühlst dich hilflos, obwohl die Situation einfach erscheint (aber oft nicht einfach ist). Um zu helfen, dass die Situation so schnell wie möglich vorübergeht, folge diesen Richtlinien.

  1. 1 Versuche zu verstehen was passiert. Menschen, die Probleme mit Panikattacken haben, leiden unter plötzlichen und wiederholten Angstattacken die einige Minuten dauern. Panikattacken zeichnen sich dur eine Angst, die Kontrolle zu verlieren oder Angst vor einer Katastrophe aus, auch wenn keine echte Gefahr besteht.
    • Panikattacken erregen im Körper ein maximales Level an Aufregung, was dafür sorgt, dass die betroffene Person das Gefühl hat, die Kontrolle über sich zu verlieren. Das Gehirn bereitet sich auf einen Kampf oder auf Flucht vor, was das Opfer körperlich dazu zwingt, sich mit der Gefahr auseinanderzusetzen oder zu flüchten, auch wenn die Gefahr nicht real ist.
    • Aus den Adrenaldrüsen werden die Hormone Kortisol und Adrenalin freigesetzt – das macht den Kern einer Panikattacke aus. Das Gehirn kann nicht zwischen einer echten Gefahr, und einer die nur im Gehirn selbst liegt, unterscheiden. Wenn du daran glaubst, ist die Gefahr echt, zumindest für dein Gehirn.
    • Es gibt keinen überlieferten Todesfall aufgrund einer Panikattacke. Sie können nur dann fatal sein, wenn sie von einer bereits bestehenden Krankheit begleitet werden, wie zum Beispiel Asthma, oder wenn sie extremes Verhalten hervorrufen (wie zum Beispiel das Springen aus dem Fenster).
  2. 2 Achte auf die Symptome. Wenn die Person noch nie eine Panikattacke hatte, wird die Panik auf zwei Ebenen auftreten – das zweite ist die Tatsache, dass sie nicht wissen was los ist. Wenn du genau erkennen kannst, dass es sich um eine Panikattacke handelt, verringert das das Problem bereits um die Hälfte. Symptome sind unter anderem:
    • Herzklopfen oder Schmerzen im Brustbereich
    • Erhöhte Herzfrequenz
    • Schnelle oder übertriebene Atmung
    • Kopfschmerzen
    • Rückenschmerzen
    • Zittern
    • Kribbeln in den Fingern oder Zehen
    • Schwitzen
    • Trockener Mund
    • Schluckprobleme
    • Schwindel/Gefühl ohnmächtig zu werden (gewöhnlich durch hyperventilieren hervorgerufen)
    • Übelkeit
    • Bauchkrämpfe
    • Hitzewallungen oder Kältegefühl
  3. 3 Wenn dies zum ersten Mal passiert, sollte sofort ein Arzt gerufen werdnen. Wenn Zweifel bestehen, ist es immer die beste Option, sofort medizinische Aufmerksamkeit zu bekommen. Dies ist besonders wichtig, wenn die betroffene Person unter Diabetes, Asthma oder anderen gesundheitlichen Problemen leidet. Es ist wichtig zu betonen, dass die Symptome einer Panikattacke denen eines Herzinfarktes ähneln können. Denke daran, wenn du die Situation abschätzt.
  4. 4 Finde den Grund der Attacke heraus. Sprich mit der Person und stelle fest ob sie an einer Panikattacke oder einem anderen gesundheitlichen Notfall (wie ein Herzinfarkt oder einen Asthma-Anfall) leidet, für welche sofort ein Arzt gerufen werden müsste. Wenn die Person bereits eine Panikattacke erlebt hat, kann sie dir vielleicht helfen herauszufinden was los ist.
    • Viele Panikattacken finden ohne Grund statt, oder die betroffene Person kennt den Grund der Attacke nicht. Aus diesem Grund kann es unmöglich sein, den Auslöser festzustellen. Wenn die Person sagt, dass sie nicht weiß warum, glaube ihr. Nicht alles passiert aus einem guten Grund.

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  1. 1 Entferne den Auslöser oder bringe die Person in einen ruhigen Bereich. Die Person wird wahrscheinlich einen starken Wunsch verspüren, sich von dem Ort, wo sie gerade ist, zu entfernen. Um dabei zu helfen, und dafür zu sorgen dass sie in Sicherheit ist, bringe sie woanders hin – bevorzugter Weise in einen ruhigen, offenen Bereich (Tu dies nie, es sei denn, derjenige bittet dich darum.
    1. Denjenigen an einen anderen Ort zu bringen, ohne es ihm zu erklären, kann den Panijanfall nur verschlimmern.
    2. Denn in dieser Situation fühlt sich diese Person unsicher ist sich ihrer Umgebung nicht bewusst.
    3. Wenn du diese Person also woanders hin bringen will, bitte um ihre Zustimmung und sage ihr, wohin du sie bringen wirst.).

    Um dies zu erleichtern und sie zu schützen, bringe sie in einen anderen Bereich – am besten an einen offenen und ruhigen Ort. Berühre niemals eine Person, die eine Panikattacke hat, ohne deren eindeutige Erlaubnis dazu einzuholen. In einigen Fällen kann eine unaufgeforderte Berührung die Panik verstärken und die Situation verschlimmern.

    Manchmal verfügen Personen die unter Panikattacken leiden bereits über Techniken oder Medikamente, die ihnen helfen, die Attacke zu übersetehen. Frage sie daher ob du mit etwas bestimmtem helfen kannst. Vielleicht gibt es einen Ort, wo sie gerne sein möchten.

    EXPERTENRAT Lauren Urban ist Psychotherapeutin in Brooklyn, New York, mit über 13 Jahren Therapieerfahrung in der Arbeit mit Kindern, Familien, Paaren und Einzelpersonen. Sie erhielt 2006 ihren Master in Sozialer Arbeit vom Hunter College und arbeitet mit Kunden zusammen, um sie zu befähigen, ihre Lebensumstände und ihr Leben zu verändern. Frage die betroffende Person danach, was sie eventuell benötigt, bevor du versuchst, ihr zu helfen. Du könntest der Person auf ruhige Art einen Schluck Wasser, etwas zu Essen, mehr freien Raum, eine Hand zum Halten oder eine geführte Atmung anbieten. Du solltest die Person jedoch immer zuerst fragen, was ihr am meisten helfen würde, und dann auf die Antwort, die sie dir gibt, entsprechend eingehen.

  2. 2 Sprich mit der Person mit ruhiger und fester Stimme. Sei darauf vorbereitet, dass die Person vielleicht die Flucht zu ergreifen versucht. Auch wenn die Situation eine große Herausforderung für dich darstellt, sit es wichtig dass du selbst ruhig bleibst.
    • Wenn du bei der Person zuhause bist, schlage vor, einen Schrank zu sortieren, oder anderes Aufräumen als Aktivität. Da sie körperlich auf Kampf oder Flucht vorbereitet ist, kann das Kanalisieren von Energie zu bestimmten Objekten und klaren, konstruktiven Aufgaben ihr helfen, mit den körperlichen Auswirkungen umzugehen. Die Bewältigung der Aufgabe kann dabei helfen die Laune der Person zu verbessern, oder die Angst zu besiegen.
    • Wenn nicht zuhause, schlage eine Aktivität vor, die der Person helfen kann, sich zu konzentrieren. Das einfache Heben und Senken der Arme kann dafür ausreichend sein. Wenn die Person davon müde wird (oder sich wegen der Wiederholungen langweilt), wird ihr Gehirn sich weniger auf die Panik konzentrieren.

    EXPERTENRAT Lauren Urban ist Psychotherapeutin in Brooklyn, New York, mit über 13 Jahren Therapieerfahrung in der Arbeit mit Kindern, Familien, Paaren und Einzelpersonen. Sie erhielt 2006 ihren Master in Sozialer Arbeit vom Hunter College und arbeitet mit Kunden zusammen, um sie zu befähigen, ihre Lebensumstände und ihr Leben zu verändern. Sollte die Person nicht zum Ausdruck bringen können, was sie benötigt, bleibe einfach bei ihr. Sie ist vielleicht nicht in der Lage, dir zu sagen, was sie benötigt. Lass sie in diesem Fall wissen, dass du für sie da bist und auch bei ihr bleiben wirst, es sei denn, sie möchte dies nicht.

  3. 3 Nimm ihre Angst ernst, Dinge wie „Es gibt keinen Grund sich sorgen zu machen” oder „Das spielt sich alles nur in deinem Kopf ab” oder „deine Reaktion ist übertrieben” wird das Problem nur verschlimmern. Die Angst ist für die Person in diesem Moment echt, und das Beste, das du für sie tun kannst ist dabei zu helfen mit der Angst umzugehen – sie herunterzuspielen oder auf irgendeine Weise nicht ernst zu nehmen kann die Panikattacke verschlimmern.
    • Emotionale Drohungen sind genauso real wie Todesdrohungen für den Körper. Deshalb ist es wichtig die Ängste ernst zu nehmen. Wenn die Ängste nichts mit der Realität zu tun haben und der Grund für die Reaktion in der Vergangenheit liegt, kann es helfen, die Person auf die Realität hinzuweisen. „Wir haben es hier mit Toni zu tun, der regt sich nie so sehr über die Fehler von anderen auf wie Fred das gemacht hat. Er wird wahrscheinlich so reagieren wie immer, und wahrscheinlich helfen. Es wird bald vorbei sein, und er wird sich nichts Besonderes dabei denken.”
    • Stelle eine Frage auf ruhige und objektive Weise: „Reagierst du auf etwas das jetzt gerade passiert, oder auf irgendetwas in der Vergangenheit?”. Das kann dem Opfer der Panikattacke helfen seine Gedanken zu ordnen und Situationen in der Vergangenheit von aktuellen Gefahrensignalen zu unterscheiden. Höre zu und akzeptiere die Antwort die du bekommst – Manchmal haben Menschen, die bereits Missbrauch erlebten eine sehr starke Reaktion auf echte Warnsignale. Fragen zu stellen und sie selbst herausfinden zu lassen worauf sie reagieren ist der beste Weg sie zu unterstützen.
  4. 4 Sage nicht „Beruhige dich” oder „Es gibt nichts wovon du Angst haben musst”. Wie genial! Daran hätte die Person nie gedacht! Sie zu bevormunden wird die Person nur noch verängstigter machen. Außerdem, wenn du der Person mitteilst dass es nichts gibt, wovon sie Angst haben muss, wird sie daran erinnert wie weit sie von der Realität entfernt ist, und dadurch gezwungen, noch mehr Panik zu verspüren.

    Es ist wichtig dass du die Situation als tatsächliches Problem erkennst, so als ob die Person am Bein bluten würde. Während du nicht sehen kannst was los ist, erlebt die betroffene Person etwas sehr beängstigendes. Von ihrer Seite betrachtet, ist die Situation sehr unterschiedlich. Die Situation als solche zu behandeln, ist die einzige Möglichkeit zu helfen.

    EXPERTENRAT Lauren Urban ist Psychotherapeutin in Brooklyn, New York, mit über 13 Jahren Therapieerfahrung in der Arbeit mit Kindern, Familien, Paaren und Einzelpersonen. Sie erhielt 2006 ihren Master in Sozialer Arbeit vom Hunter College und arbeitet mit Kunden zusammen, um sie zu befähigen, ihre Lebensumstände und ihr Leben zu verändern. Nimm dir als Erstes etwas Zeit, um dich auf dich selbst zu konzentrieren und dich zu vergewissern, dass du ruhig bist. Du wirst jemandem mit einer Panikattacke keine große Hilfe sein, wenn du selbst spürbar nervös bist.

  5. 5 Mache der Person keinen Druck. Dies ist nicht der Zeitpunkt sie dazu zu zwingen Antworten zu geben oder Dinge zu tun die die Angst verschlimmern könnten. Minimiere den Stress indem du einen beruhigenden Einfluss für die Person darstellst und ihr hilfst sich zu entspannen. Bestehe nicht darauf, dass sie den Auslöser der Attacke herausfindet. Das würde die Situation nur verschlimmern.

    Höre unterstützend zu wenn der Betroffene spontan versucht herauszufinden, worauf er reagiert. Bewerte ih nicht, höre einfach zu und lasse ihn reden.

  6. 6 Ermuntere den Betroffenen seine Atmung zu kontrollieren. Das Zurückgewinnen der Kontrolle über die Atmung wird helfen, die Symptome zu eliminieren und die Person zu beruhigen. Viele Menschen atmen sehr schnell und kurz wenn sie an einer Panikattacke leiden und manche halten die Luft an.
    • Versuche Atemzüge zu zählen, Eine Möglichkeit zu helfen ist die Person zu bitten, mit deinem Zählen ein- und auszuatmen. Beginne laut zu zählen, und ermutige die Person für 2 Zahlen ein- und für 2 auszuatmen. Erhöhe diese Frequenz schrittweise auf 4 und dann auf 6, bis die Atmung der Person sich verlangsamt und reguliert hat.
    • Lass den Betroffenen in eine Papiertüte zu atmen, Wenn er das will, biete ihm eine Papiertüte an. Beachte aber, dass für manche Menschen die Tüte selbst einen Auslöser von Gefahr darstellen kann, besonders besonders wenn sie die schlechte Erfahrung machten, während früheren Panikattacken zur Verwendung der Tüten gezwungen worden zu sein.
      • Da dies gemacht wird um Hyperventiliern zu verhindern, ist es vielleicht nicht notwendig, wenn der Betroffene während einer Panikattacke seinen Atem anhält oder verlangsamt. Wenn es jedoch nötig sein sollte, sollte abwechselnd 10 Mal in die Tüte geatmet werden, gefolgt von 15-sekundigem Atmen ohne der Tüte. Es ist wichtig, das Atmen in die Plastiktüte nicht zu übertreiben, damit das Kohlendioxid-Level nicht zu sehr steigt und das Sauerstoff-Level zu sehr sinkt. Dies würde zu schlimmeren gesundheitlichen Problemen führen.
    • Bringe die Person dazu, durch die Nase ein- und durch den Munt auszuatmen, ähnlich dem Aufblasen eines Luftballons. Mache das gemeinsam mit ihr.
  7. 7 Halte sie kühl. Oft werden Panikattacken von einem Gefühl von Wärme begleitet, besonders im Gesichts- und Halsbereich. Ein kalter Gegenstand, idealerweise ein nasser Waschlappen, kann oft helfen diese Symtomatik zu verringen und dabei helfen, die Ernsthaftigkeit der Attacke zu reduzieren.
  8. 8 Lasse die betroffene Person nicht alleine. Bleibe bei ihr, bis sie sich von der Attacke erholt hat. Verlasse niemals jemanden, der Atembeschwerden hat. Eine Person, die unter einer Panikattacke leidet, mag vielleicht unfreundlich oder unhöflich erscheinen, versuche aber zu verstehen, was in ihr vorgeht und warte ab, bis sie wieder zur Normalität zurückgekehrt ist.

    Auch wenn du dich nicht sehr hilfreich fühlst, sei dir bewusst, dass du für den Betroffenen eine Ablenkung darstellst. Wenn niemand da wäre, wäre er mit seinen Gedanken alleine. Allein die Tatsache dass du da bist, hilft dem Betroffenen, sich in der Realität zu verankern.

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Während einer Panikattacke allein zu sein ist Furcht erregend. Wenn sich das Ganze jedoch an einem öffentlichen Ort abspielt, achte darauf, dass andere Leute einen ausreichenden Abstand einhalten. Sie meinen es vielleicht gut, werden es aber nur noch schlimmer machen.

  1. 1 Abwarten. Obwohl es wie eine Ewigkeit erscheinen mag (sogar für dich, aber besonders für den Betroffenen), wird die Situation vorbeigehen. Gewöhnliche Panikattacken haben ihren Höhepunkt nach 10 Minuten und klingen ab diesem Zeitpunkt langsam und konstant ab.
    • Allerdings haben weniger schlimme Panikattacken die Tendenz länger zu dauern. Das heißt, die Person wird besser damit zurechtkommen, wodurch die Länge kein so großes Problem darstellt.
  1. 1 Rufe medizinische Hilfe. Wenn die Symptome nicht innerhalb weniger Stunden abklingen, ziehe es in Betracht, sofortigen medizinischen Rat einzuholen. Auch wenn es nicht um Leben oder Tod geht, rufe einen Arzt, wenn auch nur für einen Ratschlag. Die Ärzte in der Notaufnahme werden dem Patienten wahrscheinlich Valium oder Xanax oder einen Beta-Blocker wie Atenolol verabreichen, um die Herzfrequenz und die Adrenalinausschüttung im Körper zu beruhigen.
    • Wenn die Betroffenen noch nie eine Panikattacke erlebt haben, möchten sie wahrscheinlich ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen, da sie nicht wissen was mit ihnen geschehen wird. Wenn sie jedoch bereits Panikattacken hatten, wissen sie, dass die Notaufnahme ihre Situation verschlimmern wird. Frage sie. Die Entscheidung wird letztendlich von der Erfahrung der betroffenen Person und deiner Interaktion mit ihr abhängen.
  2. 2 Hilf der Person, sich in Therapie zu begeben. Panikattacken sind eine Form von Angststörung welche professionell behandelt werden soll. Ein guter Therapeut sollte in der Lage sein, die Auslöser der Panikattacken herauszufinden, oder zumindest helfen können, dass der Betroffene ein besseres Verständnis der physiologischen Seite der Situation zu bekommen.
    • Mache ihnen klar, dass Therapie nichts für „Verrückte” ist. Es ist eine legitime Weise Hilfe zu bekommen, die Millionen von Menschen in Anspruch nehmen. Außerdem kann ein Therapeut Medikamente verschreiben, die das Problem unter Kontrolle behalten können.
  3. 3 Pass gut auf dich selbst auf. Du hast vielleicht starke Schuldgefühle, dass du während der Panikattacke eines Freundes selbst beinahe ausflippst, aber das ist normal. Sei dir bewusst, dass es eine gesunde Reaktion ist, sich verunsichert und verängstigt zu fühlen, wenn man Zeuge einer derartigen Situation wird. Wenn es dir hilft, bitte den Betroffenen, später darüber zu sprechen, damit du in der Zukunft besser damit umgehen kannst. Werbeanzeige

Wie kann man eine Panikattacke Loslassen?

Was tun gegen Panikattacken? Die ersten Schritte raus aus der Panik – Herzrasen, Schwitzen und Atemnot sind körperliche Symptome, die bei einer Panikattacke auftreten. Dazu gesellen sich Gedanken wie: „Ich bekomme keine Luft mehr”, „Ich glaube ich bekomme einen Herzinfarkt” oder auch „Hoffentlich sieht niemand, dass ich so stark schwitze”. Diese Gedanken gehen mit Angstgefühlen einher wie:

  • Das Gefühl, die Kontrolle über sich und seinen Körper zu verlieren,
  • die Angst, dass alle Menschen einen anstarren,
  • das Gefühl, neben sich/außerhalb seines Körpers zu stehen ( Depersonalisation ),
  • die Angst nicht zu wissen, ob es sich um eine Panikattacke oder einen Schlaganfall oder Herzinfarkt handelt,
  • Todesangst – die Angst zu sterben.

Im ersten Schritt ist es wichtig zu wissen, dass die Angst und Panik nicht lebensbedrohlich ist und wieder vorüber geht. Doch im Akutfall ist es für die meisten Betroffenen nicht einfach, sich das bewusst zu machen, weil sie sich die extrem belastenden Symptome nicht einbilden, sondern stark spüren.

Doch so schwer es scheinen mag: Die beste Strategie ist es, die Panikattacke zuzulassen – und nicht dagegen anzukämpfen. Denn der innere Kampf dagegen verstärkt häufig die Attacke. Machen Sie sich klar, dass die Panikattacke in maximal 30 Minuten vorbei ist. Loslassen ist hier das Stichwort. Dies gelingt nicht auf Anhieb, aber mit der Zeit werden Sie sehen, dass die Panik nicht mehr Ihr Leben dominiert.

Vielleicht können Sie die Panik dann auch als wohlwollenden Begleiter sehen, der ihnen nichts Böses will, sondern auf etwas aufmerksam machen möchte. Zum Beispiel, dass Sie mehr auf sich achten sollten. Tipp: Panikattacke-Strategien aufschreiben Panikattacken langfristig loszuwerden, gelingt nicht auf Anhieb, weil man während einer Panikattacke häufig vergisst, welche Strategien einem helfen.